Der neue VW Passat Alltrack - Fahrbericht

Rechtzeitig vor der Wintersaison bringt VW den neuen Passat Alltrack auf den Markt. Wir sind den Kombi im Offroad-Look schon gefahren.

Die neue Generation des Passat Alltrack startet Ende Oktober 2015 und damit rechtzeitig vor der Wintersaison. Der Kombi im Offroad-Look hat jetzt schon Tradition bei VW, und die neue Passat-Generation ist auch wieder in dieser robusten und zugleich exklusiven Karosserievariante erhältlich.

Zu erkennen ist der Alltrack wieder an der grauen Beplankung rundum sowie der etwas höher gelegten Karosserie. Die neue Passat Alltrack-Generation kann aber auch mit noch mehr Chrom-Zierelementen aufwarten, die das Fahrzeug noch eleganter wirken lassen.

Mit dem Passat Alltrack möchte VW Kunden ansprechen, welche den Offroad-Look eines SUV möchten, dabei aber nicht auf die Vorzüge eines Kombis verzichten wollen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der neue Passat Alltrack auch technisch verfeinert und ist dank Leichtbaumaßnahmen auch effizienter geworden. Zum Beispiel konnten beim Unterfahrschutz 11 Kilogramm eingespart werden. Noch besser soll auch der Offroad-Modus sein, der Bergan- und Bergabfahrhilfe bietet und auch über eine eigene Offroad-Anzeige im Infotainmentsystem verfügt.

Der Passat Alltrack wird ausschließlich in Kombination mit dem 4Motion Allradantrieb angeboten. Bei der Motorisierung kann man zwischen dem 2,0 TSI mit 220 PS (162 kW) sowie dem 2,0 TDI in den Leistungsstufen mit 150 PS (110 kW), 190 PS (140 kW) und 240 PS (176 kW) wählen. Als einzige Motorisierung hat der 150 PS Diesel ein manuelles Schaltgetriebe, der Benziner und der stärkste Diesel verfügen serienmäßig über ein 7-Gang-DSG-Getriebe, der 190 PS Diesel über ein 6-Gang-DSG-Getriebe.

Bei einer ersten Ausfahrt in der Gegend um München haben wir schon die beiden stärksten Diesel-Triebwerke getestet. Schon der 190 PS starke Diesel kann mit viel Fahrspaß aufwarten. Von unten heraus wirkt der Motor zwar etwas brummiger als der 240 PS starke Diesel, die Leistungsentfaltung ist aber recht ähnlich.

Sein maximales Drehmoment von 400 Nm liefert der 2,0 Liter TDI mit 190 PS zwischen 1.900 und 3.300 U/Min. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h.

Der 240 PS starke Diesel liefert ein maximales Drehmoment von 500 Nm zwischen 1.750 und 2.500 U/Min und sprintet in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei 234 km/h erreicht er dann seine Höchstgeschwindigkeit.

Bis Tempo 200 km/h hängt der stärkste Diesel-Passat Alltrack dann auch sehr gut am Gas und bleibt im Innenraum so leise, wie man es sonst nur von Autos der Luxusklasse gewohnt ist. Über 200 km/h schreitet er dann nicht mehr ganz so flott voran, erreicht seine Höchstgeschwindigkeit aber dennoch ohne Probleme, wie wir auf der leeren deutschen Autobahn feststellen durften.

In Österreich, wo bei 130 km/h auf der Autobahn Schluss mit lustig ist, reicht aber auf jeden Fall der 190 PS starke Diesel aus, der fast genau so viel Fahrspaß bietet, dabei aber steuerlich wesentlich günstiger kommt.

Bei beiden Modellen gleich sind das gute Handling und die leichtgängige, aber direkte Lenkung. Auch das Innenraum-Ambiente kann sich sehen lassen und vermittelt einen perfekten Mix aus wohnlicher Atmosphäre und hochwertigen Materialien. Der Passat Alltrack hat dabei serienmäßig ein eigenes Stoffdesign der Sitze mit "Alltrack"-Logo und zeigt so auch im Innenraum, dass man in einem ganz besonderen Modell unterwegs ist. Bedienung und Fahrkomfort sind so gut wie bei allen anderen Passat-Modellen, die geringfügig höhere Sitzposition vermittelt einem aber noch eine bessere Übersicht.

Preislich startet der Passat Alltrack in Österreich bei 44.860 Euro als 150 PS starker TDI, der 190 PS TDI kommt auf 49.240 Euro, der 240 PS TDI auf 54.080 Euro und der TSI auf 51.700 Euro.

Zur Serienausstattung gehören neben dem Allradantrieb auch noch die Klimaanlage "Climatronic", die Multifunktionsanzeige Premium, ein Multifunktions-Lederlenkrad, das Radio "Composition Media" inkl. Touchscreen, 17"-Alufelgen "Ancona", ein Schlechtwegefahrwerk, die Fahrprofilauswahl  inkl. Offroad-Modus und noch vieles mehr.

Der Passat Alltrack kann auch mit den gleichen Assistenzsystemen wie die anderen Passat-Modelle ausgestattet werden, wie etwa dem adaptiven Tempomat, dem Trailer-Assist, den Ein- und Ausparkassistenten, dem Dynamic Light Assist oder der Fußgängererkennung.

Auf jeden Fall ist der neue VW Passat Alltrack wieder eine sehr gelungene Mischung aus praktischem Kombi und robustem SUV geworden, die mit noch mehr Komfort und Luxus als bisher aufwarten kann.

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