VW Touareg Facelift - Fahrbericht

Für das Modelljahr 2015 hat VW dem Touareg ein Facelift spendiert. Wir konnten den optisch wie technisch aufgewerteten SUV schon fahren.

Im Jahr 2002 hat VW die erste Generation des Touareg auf den Markt gebracht, die zweite Generation ist 2010 gestartet. Mit dem frisch gelifteten Modell möchte VW seinen Marktanteil wieder erhöhen und gegen die in den letzten Jahren stärker gewordene Konkurrenz wieder verlorenes Terrain gut machen.

Optisch fallen die Änderungen des neuen Modelljahrgangs dabei sehr dezent aus, dennoch wirkt der neue Touareg noch bulliger als bisher. Zu verdanken ist das vor allem der neuen Frontpartie, die mit ihren geschliffenen Kanten mehr Dynamik ausstrahlt. Aber auch das Heck kann mit einigen Neuheiten aufwarten, wie etwa den neuen Rückstrahlern und einer geänderten Heckklappe.

Sehr elegant wirkt der Touareg mit dem Chrom & Style-Paket, bei dem die großzügige Verwendung von Chromzierelementen einen sehr noblen Eindruck hinterlässt. Neue Außen- und Innenfarben sowie zwei neue Felgendesigns runden die optischen Neuheiten ab.

Eine neue Fahrwerkabstimmung bietet noch mehr Komfort, und auch die Lenkung wurde verbessert. Überarbeitet wurden auch die Motoren, allen voran der 3,0 Liter V6 TDI in der höheren Leistungsstufe.

Das Basistriebwerk hat 204 PS (150 kW), die stärkere Version des 3,0 Liter TDI hat nun 17 PS mehr Leistung bekommen und kommt jetzt auf 262 PS (193 kW). Auch das Drehmoment wurde um 30 Nm gesteigert und liegt nun bei 580 Nm. Dennoch konnte der Verbrauch um 0,6 Liter pro 100 Kilometer reduziert werden und liegt jetzt bei nur noch 6,6 Liter pro 100 Kilometer.

Nach wie vor im Angebot sind auch der mächtige V8 TDI mit 340 PS (250 kW) und der Hybrid, dessen Kombination aus TSI und Elektromotor eine Systemleistung von 380 PS (279 kW) bietet.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den erstarkten 3,0 TDI und den V8 TDI näher kennen lernen. Schon der 3,0 TDI mit 262 PS (193 kW) kann mit ordentlichen Fahrleistungen aufwarten. In nur 7,3 Sekunden sprintet er von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 225 km/ h schnell. Die Schaltung erfolgt, wie bei allen anderen Modellen auch, über eine 8-Gang-Automatik, die mit sehr sanften und schnellen Schaltvorgängen überzeugen kann.

Auch beim Zwischensprint kann der Touareg überzeugen und ein ordentliches Sprintverhalten aufzeigen.

Noch eindrucksvoller lässt sich dann der V8 TDI bewegen, der in 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet und bis zu 242 km/h schnell ist. Der Motor verrichtet seine Arbeit zu jeder Zeit absolut leise und laufruhig.

Seine Leistung schüttelt er nur so heraus, und man vergisst fast, dass man mit einem SUV und keinem Sportwagen unterwegs ist. Die Größe des Touareg wird einem erst bewusst, wenn man in die Stadt kommt und alles etwas enger wird.

Die Wohlfühlgebiete des Touareg sind aber ohnedies eher die Autobahn oder das Gelände. Dank dem 4Motion Allradantrieb kommt man auch sehr weit abseits befestigter Straßen.

Für den 3,0 TDI mit 262 PS gibt es zudem das Terrain Tech-Paket mit Untersetzungsgetriebe und Differentialsperre, mit dem sich auch härteres Gelände bewältigen lässt.

Sehr gut funktionieren auch die Assistenzsysteme des Touareg, neu an Bord ist dabei die Multikollisionsbremse, die es serienmäßig gibt. Gegen Aufpreis gibt es dann auch noch den Front Assist, das City Notbremssystem, einen adaptiven Tempomat, der jetzt auch über eine Stop & Go-Funktion verfügt, sowie Lane Assist und Side Assist. Ein Trailer Assist mit Area View hilft, wenn man einen Anhänger ankoppeln möchte.

Bestellungen für den neuen Touareg werden ab Ende September entgegen genommen, das günstigste Modell soll unter 55.000 Euro starten und ab Oktober ausgeliefert werden.

Serienmäßig sind jetzt Bi-Xenon-Scheinwerfer, Tempomat, 17"-Leichtmetallfelgen, Multikollisionsbremse, Multifunktionslenkrad, der 4Motion Allradantrieb, das Radio RCD550 und noch vieles mehr.

Auch der neue Touareg wird wieder im R-Line-Trimm erhältlich sein und auch als Sondermodell "Mountain", "Sky" und "Sport".

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