Neues VW-Werk in China eröffnet

In Yizheng hat Volkswagen den Weg frei gemacht für weitere Kapazitäten, die auf dem Wachstumsmarkt China nachgefragt werden, und ein neues Fahrzeugwerk eröffnet.

Inzwischen ist das Reich der Mitte der größte Absatzmarkt des VW-Konzerns. 2011 wurden hier 2,26 Millionen Fahrzeuge verkauft; 1,3 Millionen waren es bereits im ersten Halbjahr dieses Jahres. An dem neuen Standort will Europas größter Autobauer Maßstäbe auch in Sachen Umweltstandards setzen.

Gemeinsam mit SAIC-Aufsichtsratschef Hu Maoyuan gaben VW-Vorstandsmitglied Prof. Jochem Heizmann, bei VW künftig für das Ressort China verantwortlich, und Dr. Michael Macht, Vorstandsmitglied für "Konzern Produktion", den Startschuss für die Produktionsaufnahme im neuen Werk von Shanghai Volkswagen (SVW).

Ausgelegt ist die Fabrik auf jährlich 300.000 Fahrzeuge. Heizmann lobte in dem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern im Verlauf des gemeinsamen Projektes. Mit einer Bauzeit von zwei Jahren kann das Werk sogar früher eröffnet werden als geplant.

Die neue Fabrik gehört laut Heizmann zu den umweltfreundlichsten Werken des VW-Konzerns. Mit modernen Technologien und neuen Fertigungsverfahren will man die Zukunft der Autonation China weiterhin maßgeblich mitgestalten. Mit marktkonformen Produkten strebt VW China bis 2018 hier eine jährlichen Fertigungskapazitäten von rund vier Millionen Fahrzeugen an.

In Anwesenheit von Vertretern der Provinzregierung Jiangsu wurde die Produktion des Polo feierlich gestartet. Das 300 Kilometer nordwestlich von Shanghai gelegene Yizheng ist der zweite Fertigungsstandort des Modells in China. Die Planungen sehen vor, hier auch Skoda-Modelle vom Band laufen zu lassen. Der Region bringt das neue Werk rund 3.700 Arbeitsplätze. Auf dem rund 1,3 Millionen Quadratmeter großen Fabrikgelände befinden sich neben Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage auch ein Technisches Prüfzentrum, eine Trainingsakademie sowie ein Energiezentrum.

Umwelttechnisch ist das Werk allemal auf der Höhe der Zeit. Hier wird mit höchsten Lackierstandards gearbeitet und geothermische Energie zur Beheizung oder Kühlung der Fabrikhallen benutzt. Zur "Betankung" der Flurförderfahrzeuge oder der e-bikes der Mitarbeiter wird flächendeckend Solarenergie genutzt. Damit setzen die Wolfsburger in China neue Standards im Sachen nachhaltiger und ressourceneffizienter Automobilproduktion.

auto-reporter.net/arie

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