VW space up! feiert Weltpremiere in Tokyo

Zweite Variante eines neuen Weltautos

Die "New Small Family" von Volkswagen nimmt auf ihrer Reise in die Zukunft mehr und mehr Fahrt auf. Nur sechs Wochen nach der Weltpremiere des zweitürigen Cityspezialisten up! zeigt Europas größter Automobilhersteller auf der Tokyo Motor Show nun das zweite Mitglied der "New Small Family": die Studie space up! . "Die Weltpremiere des up! auf der IAA in Frankfurt war ein erster Test, wie das Konzept unserer New Small Family in Europa ankommt. Und dieser Test verlief mehr als positiv", so Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung bei VW. Der Volkswagen Chefingenieur weiter: "Mit dem space up! folgt nun das zweite Mitglied dieser neuen Familie . Der kleine Van zeigt, dass wir durch intelligentes Packaging konsequent jeden Millimeter Raum nutzen und gleichzeitig ein emotionales Design verwirklichen."

Walter de Silva, Chefdesigner der Volkswagen Gruppe, unterstreicht die Einschätzung des Entwicklungsvorstands: "Man sieht dem space up! förmlich an, dass er Spaß macht und dabei auf kleinster Fläche maximalen Raum bietet. Unsere New Small Family bringt dabei das Lächeln zurück auf die Straße. Den up! und den nun in Tokyo vorgestellten space up! verbindet ihre ausgesprochen sympathische Ausstrahlung . Gleichzeitig aber wird auf den ersten Blick klar, dass wir trotz aller Emotionalität auf überflüssige Spielereien verzichtet haben. So entstand ein sehr geradliniges und souveränes Design."

Konzept

Der space up! ist ein kleines Raumwunder. Auf nur 3,68 Metern Länge und 1,63 Metern Breite bietet er das Platzangebot eines deutlich größeren Fahrzeugs. Das clevere Raumkonzept des space up! geht zu einem guten Teil auf das Konto der Motoranordnung: Die umweltfreundlichen Benzin-, Diesel- und Elektro-Motoren der künftigen up!-Familie werden stets im Heck - wie einst beim Käfer und Bulli (Microbus) - angeordnet sein.

Kurzer Vergleich: Der space up! ist exakt 23 Zentimeter länger als der in Frankfurt auf der IAA gezeigte up! .Dementsprechend größer ist auch der Radstand (2,56 Meter). In der Höhe weist der Van mit 1,54 Metern ein Plus von vier Zentimetern auf.

Im Gegensatz zum zweitürigen up! besitzt der space up! vier Türen . Und eigentlich sind es sogar sechs. Denn die Van-Studie hat keine klassische Heckklappe , sondern eine zweigeteilte Hecktür . Dahinter verbergen sich 220 bis 1.005 Liter Kofferraum, vier multivariabel konzipierte Sitzplätze und ein ausgesprochen innovatives Cockpit-Konzept. Zahlreiche Funktionen werden dabei über einen Touchscreen mit 3D-Grafik und Näherungssensorik gesteuert.

Exterieur-Design

Die Design-Philosophie des space up! wird geprägt durch eine einfache, klare Formensprache. Die Designer verzichteten bewusst auf jede überflüssige Spielerei. Wie den up!, prägt deshalb auch den space up! eine völlig neue Harmonie zwischen technischem Layout auf der einen und emotionalem Design auf der anderen Seite.

Frontpartie : Charakteristisch für die "New Small Family" sind im vorderen Karosseriebereich die nach innen schräg zulaufenden Scheinwerfer, die dazwischen horizontal integrierten Lüftungseinlässe (minimierte Öffnung optimiert Aerodynamik ), das auf der Kofferraumhaube angeordnete VW-Logo (als einziges Exterieur-Detail in Chrom gehalten) und der glattflächige Stoßfänger mit einem tieferliegenden Segment. Wichtiger Zusatzaspekt in Sachen Schweinwerferdesign des space up!: Hier reichen sie bis weit in die Kotflügel hinein und beeinflussen somit auch die Silhouette.

Silhouette : Seitlich zeigt die Studie wie einst der "Bulli" eine langgestreckte Fensterpartie und eine auffallend prägnante, kraftvolle und in ihrer Form für Volkswagen typische C-Säule. Weit vorn angeordnet wurde zudem die A-Säule. Zwischen A- und C-Säulen spannt sich das Band der gegenläufig angeschlagenen Butterfly-Türen . Geöffnet werden sowohl die vorderen als auch die hinteren Türen über Griffe auf Höhe der B-Säulen. Da sie gegenläufig im Stile des legendären Samba-Bus öffnen und sich beinahe über den gesamten Raum zwischen den Radkästen - also die gesamte Schwellerlänge - verteilen, lassen sich alle vier Sitzplätze ausgesprochen bequem erreichen. Stichwort Radkästen: Unter ihnen verbergen sich selbstbewusst große 18-Zoll-Felgen mit Reifen der Dimension 165/50. Auffallend in diesem Bereich: die kurzen vorderen und hinteren Überhänge. Der vordere misst von der Achsnabe bis zur Außenhaut des Stoßfängers lediglich 53 Zentimeter; hinten sind es 59 Zentimeter. Folge: knackige Proportionen .

Heckpartie : Unverwechselbar sind auch die Designmerkmale der Heckpartie. Beispiel Hecktür: Sie füllt praktisch die gesamte Fläche oberhalb des Stoßfängers aus. Analog zum kleineren up! besteht die 1/3 zu 2/3 geteilte Hecktür aus einem transparenten Material. Darunter integriert: die Rückleuchten. Komplett geöffnet, gibt die Tür eine Durchladebreite von 101 Zentimetern frei. Der Stoßfänger selbst wurde korrespondierend zu seinem vorderen Pendant gestaltet.

Dank der großen Spurweite von 1,42 Metern bilden die Außenseiten der Felgen eine Linie mit den Radhäusern. Die gesamte Fahrzeugbreite von 1,63 Metern scheint damit aus Achsen plus Reifen und Felgen zu bestehen. Die einzigen Details, die sich über die Fahrzeugbreite frech hinwegsetzen sind derweil die kreisrunden Außenspiegel, wie sie auch der up! besitzt.

Interieur-Design

Der space up! ist ein vollwertiger Viersitzer . Hinten kommt eine Sitzbank mit zwei integrierten Kindersitzen zum Einsatz. Für die Verwandlung vom Erwachsenen- zum Kindersitz werden einfach die Sitzflächen umgedreht und pro Seite jeweils zwei Schulterstützen herausgeklappt. Fertig. Doch nicht nur Kinder würden in einer Serienversion der Studie bequem reisen. Hintergrund: Die Auflagen der vier Sitze für Fahrer und Beifahrer sowie im Fond bestehen aus einem Airflow-Schaum, der sich automatisch der individuellen Anatomie anpasst . Zudem ist die Sitzposition angenehm hoch und damit äußerst bequem.

Bis auf den Fahrersitz können zudem alle Sitze umgeklappt und ausgebaut werden . Wenn die Sitze "nur" umgeklappt werden, entsteht eine ebene Ladefläche mit einem Stauvolumen von bis zu 1.005 Litern . Sind vier Personen an Bord, beträgt das Kofferraumvolumen bis Höhe Fensterkante immerhin noch 220 Liter. Da sich der flach bauende Motor des space up! hinten befindet, können maximal 2,80 Meter lange Gegenstände bis in den vorderen Kofferraum durchgeladen werden. Um es in Erinnerung zu rufen: Die Van-Studie ist lediglich 3,68 Meter lang und damit 15 Zentimeter kürzer als der Fox, der heute kompakteste Volkswagen.

Intuitive Bedienung

Da als modellübergreifendes Modul der "New Small Family" konzipiert, wurde die Cockpiteinheit mit leichten Modifikationen komplett von der in Frankfurt vorgestellten Studie up! übernommen. Im Detail besitzt der space up! zwei zentrale Displays: Im Cockpit zeigt ein 8-Zoll-Monitor Informationen wie die Geschwindigkeit , das Tankvolumen und die Reichweite sowie den aktuellen CO2-Ausstoß an. In der Mitte der Armaturen weist ein 7-Zoll-Monitor den Weg, wie künftige Mensch-Maschine-Schnittstellen aussehen und funktionieren könnten. Hier erfolgt die Bedienung von allen denkbaren Funktionen über einen Touchscreen, der via Näherungssensorik auch auf Gestik , also bestimmte Handbewegungen , reagiert.

Dabei wurde die Menüführung neu sortiert und gegliedert, um auch ohne Informatik-Studium das System bedienen zu können. Die Entwickler trennten bewusst die Ebenen "Anzeige" und "Bedienung" von einander . Als Bedienleiste immer im Bild sind Standardfunktionen wie die Klima- oder die Lautstärkeregelung. Weitere übergeordnete Systemfunktionen - Navigation, Telefon, Radio, Bilder, Filme etc. - packten die Ingenieure in eine intern bislang "Hauptmenürolle" genannte Anzeigeebene - eine Art virtuelles Karussell . Es besteht aus den Ikons der verschiedenen System­funktionen (Telefon, Navigation…). Berührt man die "Hauptmenürolle", kann sie via Touchscreen-Funktion gedreht werden. Diese Steuerung ist visuell ebenso spektakulär wie selbsterklärend . Taucht in der Hauptmenürolle die Wunschfunktion auf - etwa das Telefon - reicht es dank Näherungssensorik, die Hand zum Display zu führen, um in das Telefonmenü zu wechseln. Wie schon für den up! gilt auch im Hinblick auf den space up!: Die neue Art der Bedienung macht Spaß , ist in jedem Kulturraum leicht verständlich und sehr sicher. Genau das ist typisch für Volkswagen. Gegen Ende dieses Jahrzehnts könnten die ersten Volkswagen Kunden in den Genuss dieser neuen Generation intuitiver Bedienungselemente an Bord der New Small Family kommen. Die Entwicklung der Serienmodelle hat bereits begonnen .

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