VW up! : Weltpremiere des Stadtflitzers auf der IAA

Reaktion der Besucher als Potential-Test für die Studie

Fotos vom VW-Stand auf der IAA ...

Es gibt Automobile, die alle Zeiten überdauern. Ikonen ihrer Art, handwerkliche und technische Meisterleistungen, Kunstwerke, die Impulse setzen, den Fortschritt greifbar und manchmal ganz einfach nur den Alltag besser, praktischer, fröhlicher machen. Auf der IAA 2007 präsentiert Volkswagen jetzt eine Studie, die das Zeug dazu hat, mehr als nur eine Generation zu bewegen. Es ist ein kleiner, purer, frecher Volkswagen, der seiner Umwelt Respekt zollt. Das Gesamtkonzept ist geprägt von einer innovativen, klaren, selbsterklärenden Funktionalität. Die Bezeichnung der Studie: up! - ein positiver Name als Synonym für Aufbruch, Aktivität, Dynamik und Zukunft. "Für Volkswagen", so Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung, "ist die Resonanz der IAA-Besucher ein entscheidender Test, ob die Studie ähnliches Potenzial besitzt, wie einst der Käfer und heute der Golf."

Konzept

Der up! ist ein Cityspezialist , ein Auto für vier Personen und alle Sprachen, für den Job, die Uni, den Weg zum Strand und den Ausflug vor die Tore der Stadt. Ein Kleiner, der Größe zeigt, weil er mehr Platz bietet als alle anderen Autos, die ähnlich lang (3,45 Meter) und breit (1,63 Meter) sind. Sein Motor - vorstellbar sind alle Facetten sinnvoll darstellbarer Technologien - wird hinten arbeiten. Und das ändert alles: Raum, Gefühl und Design. Walter de Silva, VW-Chefdesigner, bringt es auf den Punkt: "Der up! ist kein Auto, das sich innerhalb kürzester Zeit formal ablebt . Er glänzt durch Schlichtheit und ist doch liebevoll gemacht. Und deshalb ist der up! ein klares und starkes Statement für das Volkswagen Design der Zukunft." Das Team der Designer und Ingenieure hat die Konzeptstudie up! zudem als erstes Mitglied einer ganzen Modell-Familie konzipiert. Weitere Facetten sind also durchaus denkbar.

Exterieur-Design

Die Tatsache, dass der Motor des up! hinten arbeitet, beeinflusst das Exterieur-Design gravierend. Denn der up! hat keinen klassischen Kühlergrill. Er schlägt so die Brücke zum Käfer . Allein schon durch diese Tatsache ergibt sich eine große Eigenständigkeit. Dominante Designmerkmale sind die nach innen schräg zulaufenden Scheinwerfer, die dazwischen horizontal verlaufende Lüftungsöffnung, das VW-Logo (als eines von wenigen Details in Chrom gehalten), die weit nach vorne reichende Kofferraumhaube und der glattflächige Stoßfänger mit einem rundum laufenden schwarzen Streifen als Detail des für Volkswagen typischen "Happyface".

Technologie und Design verschmolzen in vielen Bereichen zu einer Fahrzeug-Architektur, die nicht nur ansprechend, sondern auch sehr nutzwertorientiert ist. Das Heck des up! zeigt dies exemplarisch: Die Heckklappe wurde aus einem transparenten Werkstoff gefertigt . Unter dieser Klappe integrierten die Entwickler auch die hoch angeordneten Rückleuchten. Technisch und optisch neu umgesetzt wurde auch das VW-Logo in der Heckklappe. Es befindet sich ebenfalls hinter Glas und leuchtet bei eingeschaltetem Licht. Korrespondierend mit dem vorderen "Happyface" wurde der hintere Stoßfänger gestaltet.

Der trotz aller Kompaktheit kraftvolle Auftritt des up! wird durch die im Verhältnis zur Fahrzeugbreite sehr breite Spur (1,42 Meter) unterstrichen. Die Räder schließen so bündig mit den sportlich ausgestellten Radläufen und Seitenschwellern ab. Das radiale Design der Felgen und die bis in den Felgenrand reichenden Flächen lassen die 18-Zoll-Räder deutlich größer erscheinen, als sie tatsächlich sind.

Die weit außen in den Stoßfängerbereichen angeordneten Räder reduzieren die Karosserieüberhänge auf ein Minimum. All das ist Teil einer unverwechselbaren Silhouette mit einem sehr langen Dachbogen sowie klaren und großen Flächen. Stilprägend sind hier die großen Türen und die seitlichen Fensterflächen, die auf der Höhe des hinteren Radlaufes steil nach oben hin ansteigen und so das Design der sehr eigenständigen C-Säulen mit formen.

Interieur-Design

Die Anordnung des Motors im Heck lässt eine völlig neue Innenraumkonzeption zu. In der Relation zur Außengröße ist das Raumangebot wegweisend. Nichts anderes gilt für die Variabilität: Bis auf den Fahrersitz lassen sich alle Sitze zusammenklappen und ausbauen . Da sie als leichte Schalen ausgeführt sind, können sie schnell und platzsparend in einem der Kofferräume - neben dem vorderen gibt es auch hinten einen - verstaut werden. So lässt sich die gesamte Innenraumlänge als Staufläche für besonders sperrige Gegenstände nutzen.

Für hohen Sitzkomfort sorgt neben einer ergonomischen Gestaltung im Falle des up! ein simpler wenn auch wirkungsvoller Trick: Ähnlich einer sich selbst aufpumpenden Luftmatratze, kann über ein Ventil Luft in die Sitzflächen gesaugt werden. Dabei passen sich die Sitze 1:1 der Körperanatomie der jeweiligen Person an, die gerade Platz genommen hat.

Intuitive Bedienung

Mit der Studie up! stellt Volkswagen zum Teil völlig neue Lösungen im Hinblick auf die Bedienbarkeit eines Autos vor. Dazu Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke Volkswagen: "Der up! ist auch deshalb so faszinierend, weil alles, jedes Detail, neu durchdacht wurde. Im Interieur haben wir einen Touchscreen mit einer neuen Näherungssensorik zur Steuerung von Navi, Radio, Bordrechner und Klimaanlage . Den bedient man absolut intuitiv. Komplizierteste Funktionen lassen sich so wieder kinderleicht steuern ."

Der up! besitzt zwei zentrale Displays . Im Cockpit zeigt ein 8-Zoll-Monitor dem Fahrer Hauptinformationen wie die Geschwindigkeit, Tankvolumen und Reichweite sowie den aktuellen CO2-Ausstoß an. In der Mitte der Armaturen - für Fahrer und Beifahrer gleichermaßen gut einseh- und bedienbar - weist ein 7-Zoll-Monitor den Weg, wie künftige Mensch-Maschine-Schnittstellen aussehen und funktionieren könnten. Hier erfolgt die Bedienung von allen denkbaren Funktionen über den besagten Touchscreen , der via Näherungssensorik auch auf Gestik , also bestimmte Handbewegungen , reagiert .

Dabei wurde die Menüführung neu sortiert und gegliedert, um auch ohne Informatik-Studium das System bedienen zu können. Die Entwickler trennten bewusst die Ebenen "Anzeige" und "Bedienung" von einander. Als Statuszeile immer im Bild sind Standardanzeigen wie die Klima- oder die Lautstärkeregelung. Weitere übergeordnete Systemfunktionen - Navigation, Telefon, Radio, Bilder, Filme etc. - packten die Entwickler in eine intern bislang "Hauptmenürolle" genannte Anzeigeebene - eine Art virtuelles Karussell. Es besteht aus den Ikons der verschiedenen Systemfunktionen (Telefon, Navigation …). Berührt man die "Hauptmenürolle", kann sie via Touchscreen-Funktion gedreht werden. Diese Steuerung ist visuell ebenso spektakulär wie selbsterklärend. Taucht in der Hauptmenürolle die Wunschfunktion auf - etwa das Telefon - reicht es dank Näherungssensorik, die Hand zum Display zu führen, um in das Telefonmenü zu wechseln. Die neue Art der Bedienung macht Spaß , ist in jedem Kulturraum leicht verständlich und sehr sicher.

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