Volkswagen CC – Fahrbericht

Die Neuauflage des VW CC ist noch weiter Richtung Oberklasse optimiert worden, wir konnten uns von den neuen Qualitäten bei einer ersten Testfahrt überzeugen.

Im Jahr 2008 hat VW mit dem CC erstmals ein viertüriges Coupé in das Programm aufgenommen und auf Anhieb einen Erfolg gelandet. Bis jetzt wurden rund 320.000 Exemplare verkauft. Um den CC weiter Richtung Oberklasse zu positionieren, hat VW den Zusatz "Passat" weggelassen und den CC technisch und optisch stark aufgewertet.

Das Design wirkt schon auf den ersten Blick eleganter und hochwertiger. Die neu gestaltete Front- und Heckpartie ist jetzt mit Xenon-Licht und LED-Rückleuchten ausgeführt. Von vorne wirkt der CC jetzt etwas aggressiver und verfügt über ein gesteigertes Überholprestige, von hinten betrachtet kommt jetzt die Coupé-Linie besser zur Geltung.

Technisch hat VW vor allem bei den Assistenzsystemen ordentlich nachgelegt und bringt den CC mit einer ganzen Fülle an elektronischen Helfern. Erstmals kommt der Side Assist+ zum Einsatz, der auch den Lane Assist beinhaltet und das Auto sicher in der Spur hält.

Mit dem Dynamic Light Assist wird nun auch das Fernlicht automatisch gesteuert und die Straße optimal ausgeleuchtet – je nach Verkehrsgegebenheit. Der Front Assist warnt vor Auffahrunfällen und bremst zur Not auch automatisch, ebenso handelt die City Notbremsfunktion, die bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h Unfälle weitgehend verhindern kann.

Eine Erleichterung stellt auch der neue Park Assist II dar, der den durch die Coupé-Form etwas unübersichtlichen CC vollautomatisch selbst in enge Parklücken einparkt, der Fahrer muss lediglich Gas, Bremse und die Gänge bedienen, die Lenkung übernimmt das viertürige Coupé und parkt sogar in Lücken ein, bei denen vorne und hinten nur jeweils 40 cm Platz zum nächsten Fahrzeug sind. Im Vergleich zum ersten Park Assistenten parkt der neue auch das Fahrzeug in Querparkplätze automatisch ein. Die Verkehrszeichenerkennung und die Müdigkeitserkennung runden das Angebot der Assistenzsysteme weiter ab.

Doch der Weg in die Oberklasse ist nicht nur mit viel High-Tech zu schaffen, auch Ambiente und Geräuschkulisse müssen stimmen. Natürlich hat VW auch hier am Rad gedreht und präsentiert den neuen CC mit einer besseren Geräuschdämmung, einer Klimakomfortscheibe, die auch beheizbar ist – ganz ohne störende Drähte in der Scheibe – und neue Materialien im Innenraum, die sehr hochwertig wirken.

Für genug Fahrspaß sollen beim VW CC drei Benzin- und zwei TDI-Dieselmotoren sorgen. Beim Diesel können die Kunden zwischen dem 2,0 TDI mit 140 PS (103 kW) oder 170 PS (125 kW) wählen, bei den Benzinern stehen der 1,8 TSI mit 160 PS (118 kW), der 2,0 TSI mit 210 PS (155 kW) und als Topmodell der 3,6 V6 FSI mit 300 PS (220 kW) zur Verfügung, der auch serienmäßig mit dem 4Motion Allradantrieb und DSG-Getriebe zum Kunden rollt.

Alle anderen Motoren können optional mit dem Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet werden, die Dieselmodelle gibt es zudem auch mit BlueMotion Technology und der damit verbunden Start/Stopp-Automatik.

Preislich startet der günstigste VW CC, der 1,8 TSI mit 160 PS und 6-Gang-Getriebe, bei 34.490,- Euro. Serienmäßig verfügt der schnittige Volkswagen dann schon über Bi-Xenon-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad, Geschwindigkeitsregelanlage, Sportsitze vorne, Müdigkeitserkennung und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Der ab 36.040,- Euro erhältliche VW CC 1,8 TSI in Sky-Ausstattung verfügt zudem noch über ein dynamisches Kurvenlicht und LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer und ein elektrisches Panorama-Ausstelldach. Als günstigster Diesel steht der 2,0 TDI mit 140 PS ab 35.710,- Euro zur Verfügung. Das Topmodell, der CC 3,6 V6 FSI 4Motion DSG, schlägt sich mit 50.750,- Euro zu Buche und ist somit auch beim Preis in der Oberklasse angekommen.

Bei einer ersten Testfahrt konnten wir schon das Topmodell und die beiden Diesel näher kennenlernen.

Allen drei Modellen ist eine äußerst gute Verarbeitungs- und Materialqualität im Innenraum zu bescheinigen. Der CC wirkt sehr hochwertig und bietet ein Ambiente, welches eine perfekte Mischung aus Sportlichkeit und Luxus darstellt.

Ebenfalls deutlich besser als beim Vorgänger ist die Geräuschdämmung, selbst beim 140 PS-Diesel sind keine störenden Motorgeräusche im Innenraum wahrnehmbar und auch bei der Leistung kann der schwächste CC überzeugen.

In nur 9,8 Sekunden erreicht man vom Stand aus Tempo 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 214 km/h. Mit einem maximalen Drehmoment von 320 Nm, welches zwischen 1.750 und 2.500 U/Min bereit steht, hat man zudem auch von unten heraus schon genug Kraft zur Verfügung.

Dank Start/Stopp-Automatik und den anderen BlueMotion-Technology-Maßnahmen bleibt der Verbrauch dabei in angenehm niedrigen Grenzen, im Schnitt soll sich der 140 PS starke CC nur 4,7 Liter pro 100 Kilometer genehmigen.

Nur unmerklich flotter ist man mit dem 170 PS-Diesel unterwegs. Zwar sprintet der stärkere Diesel in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist 227 km/h schnell, im direkten Vergleich ist der Unterschied zum kleineren Diesel aber kaum spürbar.

Wer nicht auf jede Zehntelsekunde beim Sprint steht, ist mit dem 140 PS-Diesel bestens bedient und hat noch ein bisschen Budget für die hervorragend arbeitenden Assistenzsysteme übrig. Der adaptive Tempomat erledigt seine Arbeit ebenso gut wie der Side-Assist oder der Park-Assist. Die Systeme sind alle sehr ausgereift und eine wirkliche Unterstützung im tagtäglichen Verkehr.

Am meisten Spaß macht aber natürlich der 3,6 Liter V6 mit einer Leistung von 300 PS, der dank dem 4Motion-Allradantrieb auch über eine nochmals verbesserte Straßenlage verfügt. Zudem kann man die Fahrzeugcharakteristik via Knopfdruck ändern, der Fahrer kann zwischen "Automatik", "Comfort" und "Sport" wählen.

Federung, Lenkung, Gaspedalkennlinie und Gangwechsel beim DSG-Getriebe werden dabei auf das jeweilige Programm abgestimmt. Im Modus "Sport" verwandelt sich der CC dann schon in ein flottes Sport-Coupé und bietet jede Menge Fahrspaß.

Wer möchte, schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Da kann man den Verbrauch von 9,3 Liter pro 100 Kilometer durchaus akzeptieren.

Die neue Generation des Volkswagen CC ist auf jeden Fall noch ausgereifter und exklusiver geworden und begeistert neben dem Wohlfühlambiente auch mit viel High-Tech und tollen Motoren.

Bestellungen für den neuen VW CC werden bereits seit November 2011 entgegen genommen, die ersten Exemplare kommen dann Anfang März zu den Händlern.

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