Winter-Fahrerlebnis mit dem VW Touareg

Seit Jänner 2016 gibt es die VW Driving Experience nun auch mit dem Touareg. Wie sich der Brummer im Schnee schlägt, lesen Sie hier.

Den facegelifteten Touareg 2 von Volkswagen gibt es zwar schon seit 2014, aber jetzt wurde das SUV-Flaggschiff der Wolfsburger zusätzlich zu der Version "V6" mit den beiden Österreich-Versionen "Austria" und "Sport Austria" verfeinert.

Das Sondermodell "Touareg Austria" ist ab 49.990 Euro erhältlich und enthält unter anderem neben der Standardausstattung auch die serienmäßige Radio-Navigation-Kombination "RNS 850" samt Handyvorbereitung "Premium".
Beim "Touareg Sport Austria" finden sich im Exterieur und Interieur die Sportelemente der "R-Line" wieder. Preislich liegt er bei 69.990 Euro.

Motorisch beginnt der SUV mit dem bekannten V6 TDI und einem 8-Gang Automatikgetriebe. Der Selbstzünder liefert 204 PS, selbstverständlich mit dem Allradantrieb "4MOTION" an Bord. Dieses Aggregat ist mit der "V6"- und der "Austria"-Version kombinierbar.

Das stärkere Aggregat, ein ebenfalls selbstzündender Sechszylinder mit Allrad und Automatik, liefert ganze 262 Pferdestärken. Ihn gibt es allerdings nur in der "V6"- und "Sport Austria"-Version.

Die beiden Dieselmotoren des Touareg zeichnen sich besonders durch ihre Sparsamkeit, Effizienz, hohe Durchzugskraft und lineare Leistungsentfaltung aus.

Selbstverständlich dürfen bei so einem SUV die klassischen Offroad-Angaben nicht fehlen. So hat der Touareg einen Böschungswinkel von bis zu 30 Grad und einen Rampenwinkel bis zu 27 Grad. Seine Watttiefe von sagenhaften 580 mm (58 cm) lässt ihn so manche Wasserdurchfahrt spielerisch meistern.

Für den normalen Alltag in urbanen Gefilden nützt man diese technischen Goodies kaum. Um jedoch wirklich zu "erfahren" was in dem Touareg steckt, hat die Volkswagen AG eine "Driving Experience" im Angebot. Wir haben uns diese einmal für Sie näher angeschaut und so dem neuen Touareg gleich auf den Zahn gefühlt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Welt des Offroadfahrens ging es auch schon auf die verschneit/vereiste Piste mitten in den Salzburger Bergen.

Um ein Gefühl für die Fahrzeuge zu bekommen, standen als erstes Bremsübungen am Programm. Hier zeigte sich, dass das Gewicht des großen SUV eine doch nicht unwichtige Rolle spielt. Bei der ersten Bremsübung (die Fahrzeuge sind immer mit zwei Fahrern besetzt) wurde auf 30 km/h beschleunigt und dann bei einen bestimmten Punkt (gekennzeichnet durch eine Pylonengasse) wieder bis zum völligen Stillstand herunter gebremst. Dann durfte jeder Teilnehmer mit einer Pylone kennzeichnen, wo er das Ende des Bremsweges bei der doppelten Geschwindigkeit, also 60 km/h, einschätzt. Hierbei gab es nach dem erneuten Praxisbeispiel die ersten erstaunlichen Erkenntnisse: Der Bremsweg hatte sich nicht wie eigentlich angenommen verdoppelt, sondern nahezu verdreifacht!

Nächster Programmpunkt der Driving Expierience war das Ausweichen vor fiktiven Hindernissen mit steigender Geschwindigkeit (wiederum dargestellt mit unseren rot-weißen Helferlein). Man merkte deutlich, wie sehr sich das Fahr- und Wankverhalten des Fahrzeuges bei einer nur in kleinen Schritten erhöhten Geschwindigkeit (50, 55 und 60 km/h) fahrdynamisch um ein Wesentliches verändert.

Die auf den Einzeltrainings erworbenen Erkenntnisse wurden anschließend bei einem kurvigen Geschicklichkeitsparcours umgesetzt. Hier galt es nach einigen Trainingsrunden, in zwei Wertungsrunden die beste Zeit herauszufahren. Die Schlüsselstelle hierbei war die am Ende gesetzte Zielbremsung in einer Pylonengasse. Entweder bremst man zu früh, oder eben zu spät. Der richtige Bremsweg war hier wirklich schwer einzuschätzen.

Am Nachmittag wühlten die Fahrzeuge im Schnee. Die Touaregs wurden dazu in höhere Gefilde geführt, und man schaffte es relativ locker und unkompliziert, das Dickschiff über eine enge einspurige Bergstraße zu einer Hütte zu pilotieren. Zwischendurch galt es, am eigenen Leib die Verschränkungsmöglichkeiten des Volkswagens zu erproben. Das eigens dafür angelegte Teststück spielte alle Stückerln in Sachen "Augen zu und durch"! Und wenn es manchmal nicht so gelang wie gewünscht, wurde mittels Schleppseil und VW Amarok doch recht rasch geholfen.

Oben auf der Hütte musste man sich den Kaffee und Kuchen erst einmal verdienen. Die VW-Leute haben keine Mühen gescheut und eine Wippe für ein ganzes Auto zusammen gezimmert. Hier ist Gefühl im Brems- und Gasfuß gefragt um sich millimeterweise bis zur Waagerechten vorzutasten. Voila der Kaffee ist gesichert!

Die Leistungen des Trainings beschreiben sich auf der Homepage der VW Driving Experience wie folgt:

Eintägige Onroad-Offroad-Schulung unter Anleitung professioneller Trainer. Für je 2 Gäste steht ein Fahrzeug mit entsprechender Ausstattung zur Verfügung, inklusive rustikalem Abendessen (Hüttenabend).

Eine Übernachtung im Hotel Ebner´s Waldhof am See mit Verpflegung inklusive nichtalkoholischer Getränke am Trainingstag.

Die Schulungsinhalte (Auszug, ebenfalls von der Homepage):

Theoretische Grundlagen, Sitzposition und Lenkradhaltung, Notbremsungen, Ausweichen bei Hindernissen, Fahrzustand Über- und Untersteuern, Schrägfahrt, Verschränkungspassagen, Überqueren von Hindernissen, Profitipps im Gelände.

Die Trainings finden am VW-eigenen Testgelände und in der umliegenden Waldlandschaft rund um Faistenau im SalzburgerLand statt. Die Termine findet man unter www.volkswagen-driving-experience.de . Der Preis für die Veranstaltung, die auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist, beläuft sich auf 545 Euro pro Person.

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