Talfahrt des europäischen Automarkts in den ersten 10 Monaten 2012

Mit 998.899 neu zugelassenen Pkws und Kombis ging der Automarkt in den 27 EU-Ländern sowie in Island, Norwegen und der Schweiz im Oktober gegenüber dem Vorjahrsmonat um 4,6 Prozent zurück.

Nach zehn Monaten sanken damit die Verkäufe insgesamt um 7,3 Prozent auf 10,723 Millionen Einheiten. Keine rosigen Aussichten für den Jahresendspurt, doch immerhin gab es den geringsten Rückgang in einem Monat seit November 2011.

Auf den fünf großen Märkten waren die Resultate wieder einmal sehr unterschiedlich. In Großbritannien (151.252) gab es ein Plus von 12,1 Prozent und in Deutschland (259.529) einen kleinen Zuwachs von 0,5 Prozent, während Frankreich (162.335/-7,8 %), Italien (116.875/-12,4 %) und Spanien (44.873/-21,7 %) große Rückgänge gegenüber dem Vorjahrsmonat hinnehmen mussten.

Etwas anders sieht das Bild nach zehn Monaten aus. Großbritannien (1,772 Millionen) weist ein Plus von 5,0 Prozent aus, und der deutsche Markt (2,616 Millionen) ist mit einem Rückgang von 1,6 Prozent fast ausgeglichen. Herber sind die Minuszahlen in Spanien (600.237/-11,9 %) und Frankreich (1,594/-13,3 %), doch richtig dramatisch ist die Lage nur in Italien. Mit bislang nur 1,208 Millionen verkauften Fahrzeugen beträgt der Einbruch satte 19,7 Prozent.

Höhere prozentuale Rückgänge gibt es nur in Portugal (81.827/-38,3 %) und Griechenland (50.646/-39,9 %). So bitter diese Negativ-Ergebnisse auch für diese beiden Länder sind – auf die Gesamtbilanz haben sie wegen ihrer geringen Zulassungen wenig Einfluss. Auf den kleineren Märkten gibt es jedoch auch einige Lichtblicke. Denn in der Schweiz (272.081/-4,8 %), Polen (229.209 /+1,8 %), Tschechien (147.022/+3,3 %), Dänemark (143.715/+2,9 %), Norwegen (116.612/+1,9 %), Slowakei (58.641/+5,3 %) und sogar im krisengebeutelten Ungarn (43.369/+16,2 %) gibt es nach den ersten zehn Monaten Zuwächse.

Bei den großen Herstellern überwogen die Minus-Zahlen, doch immerhin konnten von den Top Ten mit Audi (59.120/+10,7 %), Mercedes (46.891/+3,7 %) und Toyota (39.631/+2,9 %) drei Hersteller ihren Absatz steigern, und der unumstrittene Primus VW (132.676/-0,7 %) sowie BMW (51.046/-0,8 %) mussten nur einen geringfügigen Rückgang verbuchen. Selbst Fiat (48.068/-2,7 %) schlug sich wacker, doch beträgt das Minus nach zehn Monaten immer noch 15,5 Prozent. Im zweistelligen Minus befinden sich auch Citroen (-11,4 %), Peugeot (-12,9 %), Ford (-12,2 %) Opel (-15,0 %) und Renault (-21,4 %). Die Gründe dafür liegen offensichtlich nicht allein in der Situation in Südeuropa.

auto-Reporter.net

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