100 Jahre Chevrolet - Teil 2

Der zweite Teil unserer Serie "100 Jahre Chevrolet" beschäftigt sich mit dem Aufstieg nach dem zweiten Weltkrieg und dem Absturz während der Ölkrise.

Nach dem zweiten Weltkrieg nahm Chevrolet wieder die Produktion und Entwicklung von neuen Autos auf. In den ersten Jahren kamen noch Vorkriegsmodelle zum Einsatz, schnell wurden aber für das aufstrebende Amerika neue Modelle entwickelt und auf den Markt gebracht. Die Marke galt schon seit jeher als Familienmarke mit preiswerten aber zuverlässigen Autos. Doch in einem Markt, der immer mehr nach Luxus ruft, blieb auch Chevrolet nichts anderes übrig, als sich dem Wunsch der Kunden zu fügen. Man wollte aber die Tugenden, für welche die Chevrolet Autos standen, nicht komplett über Bord werfen, und so machte man einen Spagat zwischen günstigen Modellen und dem Luxus, den die Menschen verlangten.

Für Aufsehen sorgte dann 1953 die Präsentation der ersten Corvette, die zum Start zwar nur langsam in die Gänge gekommen ist, sich aber innerhalb der letzten 60 Jahre zu DER Sportwagenikone der USA entwickelt hat.

Für die breite Masse wurde dann 1955 mit dem Small-Block-V8 eine neue Ära an Hochleistungs- motoren zum günstigen Preis eingeläutet. So kamen nun auch in Chevrolet-Modellen die beliebten 8-Zylinder Motoren zum Einsatz. Mit dem Bel Air kam 1955 zudem ein äußerst interessantes Modell auf den Markt.

Auch die Heckflossen-Ära ging an Chevrolet nicht ohne viele Modelle im XL-Format vorüber. Im Jahr 1957 kam mit dem Chevrolet Nomad ein Familienkombi mit markanten Heckflossen, der 1958er Chevy Impala war dann das größte Heckflossenmodell der Marke. Während der Modellname Nomad rasch wieder verschwunden ist, zählt der Impala auch heute noch zu den beliebten Chevrolet-Limousinen in Nordamerika.

Mit dem Camaro ist dann im Jahr 1967 eine weitere Ikone des US-Automobilbaus auf den Markt gekommen. Der Camaro war einer der Mitbegründer der Muscle-Car Ära, die "SS"-Versionen des Camaro der ersten Serie sind heute heiß begehrte Sammlerstücke.

Doch mit der Ölkrise im Jahr 1973 war es vorbei mit den Muscle-Cars und den immer stärker werdenden Autos. Diese Entwicklung hat die US-Autoindustrie besonders hart getroffen. Man wollte zum einen nicht auf die V8 Motoren und die über 5 Meter langen Limousinen verzichten, mit den dann eingeführten V8 Motoren mit nur 130 PS waren die großen US-Autos aber auch hoffnungslos untermotorisiert.

Für neuen Schwung sollte dann 1976 der Chevrolet Chevette sorgen, ein Opel Kadett C im US-Look. Doch auch diese Rechnung machte Chevrolet ohne die US-Kunden - die Chevette wurde zwar viel belächelt, aber kaum gekauft.

Im nächsten Teil unserer "100 Jahre Chevrolet"-Serie lesen Sie dann, wie Chevrolet Anfang der 1980er Jahre mit neuen Modellen wieder auf die Erfolgsspur gelangt ist und warum die traditionsreiche Marke trotz erneutem Absturz heute wieder glänzt.

Zum 1. Teil der Serie: 100 Jahre Chevrolet - Teil 1
Zum 3. Teil der Serie: 100 Jahre Chevrolet - Teil 3

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