30 Jahre Mercedes F 100

Mit dem F 100 hat Mercedes im Jahr 1991 in die Zukunft geblickt. Wir schauen, welche Features es in die Serie geschafft haben.

Der Mercedes F 100 hat mit seinem futuristischen Look im Jahr 1991 für viel Furore gesorgt. Der Van hatte dabei schon Features an Bord, die erst viel später in die Serienfertigung übernommen wurden, einiges findet man jedoch bis heute in keinem Mercedes.

Vor allem die mittige Sitzposition des Fahrers hat es nicht in die Serie geschafft. Die Entwickler haben diese Position gewählt, da der Fahrer so im Falle eines Unfalls am besten geschützt ist. Zwei weitere Passagiere sitzen etwas versetzt hinter dem Fahrer, weitere zwei finden in der dritten Reihe Platz.

Auch nicht in die Serie geschafft hat es das innovative Türkonzept, bei dem die vorderen Türen mit einem Teil von Dach seitlich nach vorne schwenken und hinten die Schiebetüren, die ebenfalls bis ins Dach reichen, einen komfortablen Zugang zum Fond bieten.

Dafür sind andere Highlights des 30 Jahre alten Versuchsträgers heute in fast jedem Auto zu finden. So etwa die Telefonbedienung über Lenkradtasten, eine Telefonspracherkennung, eine elektronische Reifendruckkontrolle, der Regensensor, Keyless Go oder auch der Abstandsregeltempomat.

Aber auch ein Totwinkelassistent, eine Rückfahrkamera und ein digitales Cockpit finden sich heute in den meisten Fahrzeugen. Für die Energiegewinnung hatte der F 100 auch Solarzellen am Dach, was ebenfalls bei einigen Autos heute erhältlich ist.

Zudem hat Mercedes beim F 100 erstmals auf Frontantrieb gesetzt, erst 1997 ist diese Antriebsform bei Mercedes mit der A-Klasse in Serie verbaut worden.

Ein Feature des F 100, das vor 30 Jahren als absolutes Highlight gegolten hat, ist heute aber schon wieder überholt, nämlich die Xenon-Scheinwerfer. Diese hatten somit nur ein sehr kurzes Leben und werden heute von den Matrix-LED-Scheinwerfern zu Recht in den Schatten gestellt.

Auch wenn das Design und einige Feature nicht in die Serienfertigung übernommen worden sind, so hat Mercedes 1991 doch schon einiges beim F 100 präsentiert, das heute selbstverständlich ist.