70 Jahre Subaru

Auch wenn man erst 1958 mit der Automobilproduktion begonnen hat, feiert Subaru in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag.

Am 15. Juli 1953 ist die Fuji Heavy Industries Ltd gegründet worden. Insgesamt sechs Unternehmen haben sich dabei fusioniert, wodurch auch der Name Subaru entstanden ist.

Subaru ist der japanische Name für den offenen Sternenhaufen der Plejaden im Sternbild Stier, in Japan auch „Mutsuraboshi“ (sechs Sterne“) genannt. Die sechs Sterne finden sich auch heute noch im Logo von Subaru.

Ursprünglich hatte man den Fokus aber auf andere Unternehmensbereiche gelenkt. Erst im Jahr 1958 ist mit dem Subaru 360 das erste Fahrzeug auf den Markt gekommen.

Der Kleinwagen sollte als japanisches „Volksauto“ das Konzept der damaligen japanischen Regierung erfüllen. Im Subaru 360 werkte ein Zweizylinder-Zweitaktmotor, und er hatte noch Hinterradantrieb.

Im Jahr 1966 hat der Subaru 1000 den nächsten Meilenstein gesetzt. Er war das erste japanische Auto mit Frontantrieb und der erste Subaru mit 4-Zylinder-Boxermotor.

Subaru mit Allradantrieb startet 1972

Neben dem Boxermotor ist Subaru auch für den Allradantrieb bekannt, dieser wurde erstmals im Jahr 1972 im Leone Station Wagon 4WD in Kombination mit einem Boxermotor verbaut.

Entwickelt wurde das Fahrzeug durch eine Ausschreibung eines japanischen Elektrizitätswerks, das ein Auto mit Allrad-Antrieb für die schneebedeckten Berge Japans benötigte, um auch im Winter Wartungsarbeiten vornehmen zu können.

Im Jahr 1973 ist der Leone auch erstmals in die USA exportiert worden, wo sich Subaru schnell einen guten Ruf aufgebaut hat.

In Europa hat Subaru ab 1979 Fuß gefasst, wo er in der Schweiz schnell zu großer Beliebtheit gelangt ist. Aber auch bei uns hat die Marke ab Anfang der 1980er-Jahre erste Fans gefunden. Der 1979 präsentierte Subaru Leone der 2. Generation zeigt sich mit seinem Design deutlich moderner als europäische Autos.

Ein Highlight war auch die Pickup-Version des Leone, der in vielen Märkten als Subaru Brat vermarktet wurde. Vor allem aber der Allradantrieb hat im ländlichen Bereich oft den Ausschlag für den Kauf der noch recht unbekannten Marke gegeben.

Durch die gute Qualität der Fahrzeuge, die bis heute für die Fahrzeuge prägend ist, hat sich schnell eine Fangemeinde mit treuen Kunden gefunden.

Größere Beliebtheit erlangte zwischen 1984 und 1994 die dritte Generation des Subaru Leone, der als Limousine, Kombi und Coupé erhältlich war.

Ein sehr beliebter Subaru war auch der 1984 vorgestellte Justy, der bei uns das Modellprogramm nach unten hin abrundete.

Ein Highlight war der auch in diesem Modell verfügbare Allradantrieb, den man sonst in dieser Klasse nur noch beim deutlich rustikaler ausgeführten Fiat Panda hatte.

Ebenfalls im Jahr 1984 ist mit dem Subaru XT ein aufregend gestaltetes Coupé präsentiert worden. Der kantige XT wirkte für die damalige Zeit sehr futuristisch, was sich auch bei der Gestaltung des Cockpits gezeigt hat.

Wie alle anderen Subaru-Modell war auch der XT mit einem Allradantrieb unterwegs. Die rund 136 PS (100 kW) Leistung machten ihn aber dennoch nicht gerade zum angesagten Sportler.

Sportliches Highlight ab 1991

Die sportlichen Gene der Marke hat man 1991 mit dem SVX deutlich gezeigt. Das ebenfalls sehr futuristisch gestaltete Coupé hatte statt scharfen Kanten aber sehr fließende Linien und als auffälligstes Merkmal nur sehr kleine Fensteröffnungen.

Für viel Fahrspaß sorgte ein 3,3-Liter-Boxermotor mit 6-Zylindern und einer Leistung von 232 PS (170 kW). Die Kraft ist wie zu erwarten über einen Allradantrieb perfekt auf die Straße gebracht worden.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 249 km/h war der SVX der bis dahin schnellste Subaru. Für sportliche Erfolge sorgte man aber auch bei der Rallye-WM, wo erstmals der im Jahr 1992 präsentierte Impreza zum Einsatz gekommen ist.

Im Jahr 1995 holte sich Subaru mit Colin McRae den ersten WRC-Titel. Der Impreza stärkte Subaru aber auch im Kompaktsegment.

Mit dem Subaru Outback ist im Jahr 1995 erstmals ein Legacy im Offroad-Look auf den Markt gekommen, hier war Subaru der Vorreiter für eine ganze Reihe von Kombis im Offroad-Look, die alle danach präsentiert wurden.

Im Vergleich zum Legacy ist der Outback auch heute noch fixer Bestandteil des Subaru-Modellangebots.

Eine ganz neue Ära startete der 1997 erstmals präsentierte Forester, der im Prinzip die SUV-Welle erst ins Rollen gebracht hat.

Ebenfalls ein Highlight im Modellprogramm war der 2005 präsentierte B9 Tribeca, der sich den Namen von einem Stadtteil von Manhatten geliehen hat. Die Mischung aus Van und SUV war vor allem in den USA sehr erfolgreich, bei uns hat man den Verkauf aber recht blad eingestellt.

Große Erfolge in den USA

Überhaupt zählt Subaru bei uns zu den weit unterschätzten Marken. Während in den USA große Erfolge gefeiert werden, hat man in Europa eher eine solide Fan-Basis, die sich der Vorzüge und Qualitäten der Fahrzeuge bewusst ist.

In Japan ist Subaru führend bei den Crashtest-Ergebnissen, und weltweit verfügen schon über fünf Millionen Fahrzeuge über das Subaru EyeSight Assistenzsystem.

Nachdem die Autosparte auch immer mehr Bedeutung im Konzern hatte, hat man 2017 den Namen von Fuji Heavy Industries Ltd auf Subaru Corporation geändert.

Seit 2001 gibt es die Subaru Zweigniederlassung in Österreich, und man blickt nicht zuletzt durch die Premiere des ersten rein elektrischen Subaru, des Solterra, positiv in die Zukunft.

Weitere Infos zu Subaru finden Sie unter www.subaru.at