Alfa Romeo Doppelsieg beim Concorso d'Eleganza

Die Marke Alfa Romeo zog auch in diesem Jahr die Besucher und Jury-Mitglieder des Concorso d'Eleganza Villa d'Este am Comer See in ihren Bann.

24.05.2011 Zwei Klassiker des legendären Automobilherstellers gewannen am vergangenen Wochenende mit den Kategorien "Best of Show" und "Coppa d'Oro" gleich zwei der wichtigsten Wertungen des Concorso d'Eleganza 2011: Ein Alfa Romeo 6C 2500 SS des Jahrgangs 1942 eroberte den begehrten Publikumspreis "Coppa d'Oro", während die Jury einen Alfa Romeo Tipo 33 Coupé Stradale aus dem Jahr 1968 als "Best of Show" auszeichnete.

Beim letztgenannten Typ handelt es sich um einen reinrassigen Rennwagen im Gewand einer Straßenzulassung, den der Brite Clive Joy an den Comer See brachte. Typisch für Rennwagen jener Zeit: Um den Achtzylinder-Mittelmotor zu warten, öffnet die gesamte Heckpartie ab der B-Säule nach hinten. Analog lässt sich das einteilige Frontsegment der Karosserie nach vorne klappen. Die zwei Türen schwingen ebenfalls nach vorne auf. Gefertigt wurden von Autodelta - der Alfa Romeo Rennsport-Division - lediglich 18 Exemplare dieses Sportwagens. Und bis heute gestehen Designer aller Autohersteller, dass die Karosseriegestaltung - entworfen von Franco Scaglione - ihr Bild vom perfekten Sportwagendesign prägt.

Der nur 2,0 Liter große V8 Saugmotor entwickelte bei 8.000/min bemerkenswerte 230 PS und beschleunigte den Alfa Romeo Tipo 33 Coupé Stradale auf bis zu 260 km/h. Das Getriebe mit sechs manuell zu schaltenden Gängen entstammt unmittelbar den Rennsport-Versionen, mit dem Alfa Romeo bei Sportwagenrennen und später in der Markenweltmeisterschaft zahlreiche Siege errang.

Ganz speziell ist auch die Geschichte hinter dem von den Besuchern des Concorso d'Eleganza favorisierten Alfa Romeo 6C 2500 SS des Mailänder Sammlers Corrado Lopresto. Gerade drei Exemplare der am Wettbewerb teilnehmenden Version mit Karosserie von Bertone entstanden 1942 - das ausgestellte Fahrzeug ist vermutlich das letzte noch existierende. Details dieses überaus schnittigen Entwurfs finden sich dann aber in den 6C-Modellen wider, die zumeist von Touring und Pinin Farina bis in die 1950er Jahre eingekleidet wurden.

In der Klasse der "Concept Cars and Prototypes" setzte sich der Aston Martin Zagato durch, der ebenso seine Weltpremiere beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este zelebrierte wie der BMW 328 Hommage. Mit diesem Auto feierte BMW den 75. Geburtstag des BMW 328, der bedeutenden Sportwagenikone der 1930er Jahre.

Zum ersten Mal kamen in diesem Jahr zu den Automobilen auch Motorräder hinzu, die in einem eigenen Wettbewerb um Klassen- und Gesamtsieg antraten. Die Trofeo BMW Group des ersten Concorso d’Eleganza Villa d’Este für Motorräder gewann die amerikanische Pierce Four aus dem Jahr 1910.

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