Techno Classica: Alfa feiert 60 Jahre Giulietta

Der Messestand von Alfa Romeo auf der Techno Classica in Essen (26. bis 30. März 2014) widmet sich zwei Themen, die den Kern der stark von ihrer Historie lebenden Marke betonen.

Zum einen wird auf Europas größter Oldtimer-Messe der 60. Geburtstag des Modells Giulietta gefeiert; zum anderen kehrt ebenfalls dieses Jahr ein legendärer Glücksbringer als Bezeichnung für die Topversionen von Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo zurück - das vierblättrige Kleeblatt, auf gut italienisch Quadrifoglio Verde.

Den Startschuss für die Giulietta („kleine Giulia") gab 1954 die von Bertone entworfene Variante Sprint, bei Alfa Romeo die traditionelle Bezeichnung für Coupés. Der Motor des 2+2-Sitzers brachte Anklänge an die Renntechnik im Kleinformat. Block und Zylinderkopf waren aus Leichtmetall gefertigt, zwei obenliegende Nockenwellen betätigten die Ventile. Aus einem Hubraum von nur 1300 Kubikzentimetern produzierte der Vierzylinder - für das damalige Verständnis - lebhafte 65 PS.

1955 folgte die Limousine, in der Alfa Romeo erstmals die Vorteile einer fünfsitzigen Familien-Limousine mit einem charismatischen Sportmotor kreuzte. Den Schlusspunkt unter die erste Ära des Alfa Romeo Giulietta als Serienfahrzeug setzte der von Pininfarina gezeichnete Spider.

Erst Anfang der 1980er Jahre feierte die Modellbezeichnung Giulietta ein Comeback. Jetzt gab es allerdings ausschließlich die viertürige Stufenheck-Limousine mit der charakteristischen Abrisskante auf der Kofferraumhaube. Und wieder beeinflusste der Motorsport das Angebot. Als Basis für einen Tourenwagen entwickelte die hauseigene Rennabteilung Autodelta eine mit einem Turbolader versehene Variante des bewährten Zweiliter-Triebwerks mit 170 PS.

Auch heute, 60 Jahre nach der Präsentation des ersten Alfa Romeo Giulietta, bietet die italienische Marke ein Modell mit diesem Namen an. Die leistungsstärkste Version leistet 176 kW/240 PS zur Verfügung und trägt den Namenszusatz Quadrifoglio Verde. In Essen steht ein Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde Seite an Seite mit einem Alfa Romeo MiTo Quadrifoglio Verde, der mit 125 kW/170 PS Leistung ebenfalls die Spitze seiner Baureihe darstellt.

Das legendäre Quadrifoglio Verde bildet das zweite Hauptthema am Stand von Alfa Romeo auf der Techno Classica. Der ausgestellte Tipo RL aus dem Jahr 1923 markiert nicht nur den ersten Sieg von Alfa Romeo beim legendären Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien. Der offene Zweisitzer war gleichzeitig das erste Auto, auf dem das heute untrennbar mit den Rennerfolgen von Alfa Romeo verbundene Quadrifoglio Verde prangte. Das glücksbringende vierblättrige Kleeblatt wurde für den abergläubischen Pilot Ugo Sivocci auf die Motorhaube gemalt - als Mittel gegen die ihm zugeteilte Startnummer 13. Fortan prangte das Quadrifoglio Verde auf allen Rennwagen von Alfa Romeo. (dpp-AutoReporter/wpr)

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