AvD-Oldtimer-Grand-Prix feiert 40. Jubiläum

Für Hunderte von historischen Rennfahrzeugen ist die Zeit in Garagen und Ausstellungsräumen bald vorbei.

Der Countdown für den 40. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. bis 12. August) läuft. Bei der wohl größten Oldtimer-Rennveranstaltung auf dem europäischen Kontinent gehen Vorkriegs-Rennwagen und Formel-1-Boliden der 70er auf die Strecke. Die bildschönen Sportwagen aus den 50er-Jahren strecken am Samstagabend ihre Scheinwerfer-Finger in die Dunkelheit. Tourenwagen und GTs erobern Nordschleife und Grand-Prix-Kurs der Traditionsrennstrecke. So vielfältig wie die Motorsporthistorie ist auch das Programm der Jubiläumsveranstaltung an diesem Wochenende, das auch neben der Rennstrecke viel zu bieten hat. Vom stilgerechten Accessoire und Fachliteratur an den Verkaufsständen bis hin zu Rennkino und Vintage-Modenschau gibt es vieles zu entdecken. Natürlich auch jede Menge historische Rennwagen, Markenklub-Fahrzeuge und Ausstellungsstücke von Privatleuten und Automobilwerken.

Den ersten Höhepunkt des Wochenendes erleben die Zuschauer bereits am Freitag: Parallel zu den Trainingssitzungen auf dem Grand-Prix-Kurs wird auf der Nordschleife der AvD-Historic-Marathon ausgetragen. Tourenwagen und GTs bis 1965 geben sich dabei ein Stelldichein. Zu den Fahrern gehören unter anderem der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl sowie der ehemalige Top-Rallyepilot Stig Blomqvist.

Prominente Piloten und sehenswerte Fahrzeuge

Sowohl Röhrl als auch Blomqvist können die Besucher auch während des restlichen Wochenendes erleben. Porsche-Testfahrer und Markenbotschafter Röhrl ist Ehrengast beim Sportwagenhersteller und wird dort auch am Samstag bei einer Autogrammstunde zur Verfügung stehen. Im Ausstellungszelt von Porsche Classic dreht sich am Wochenende alles um das 40. Jubiläum des Porsche 911 RS – unter anderem öffnen die Stuttgarter auch ihre Werkssammlung und bringen zwei seltene Museumsstücke mit: einen RSR von 1973 sowie einen RSR Turbo von 1974.

Ein wahres Star-Aufgebot wird auch BMW mit an den Nürburgring bringen. Die Münchner feiern das 40. Jubiläum der BMW M GmbH mit einem Rennen, in dem die ganze Bandbreite der sportlichsten weiß-blauen Modelle zu sehen ist. Am Lenkrad sitzen dabei die Stars von einst: Prinz Leopold „Poldi“ von Bayern, Marc Surer, Marc Hessel, Johnny Cecotto und Dieter Quester geben sich die Ehre und fahren in dem stark besetzten Lauf mit. Auch weitere Automobilhersteller haben überaus sehenswerte Auftritte angekündigt. So ist etwa Mercedes-Benz mit dem ältesten erhaltenen Mercedes-Benz 300 SL am Ring. Jaguar stellt legendäre Fahrzeuge aus und bringt mit dem werkseigenen Jaguar Heritage Racing Team auch einige Fahrzeuge mit besonderer Historie auf die Rennstrecke.

Rennsport-Historie aus sieben Jahrzehnten

Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix erwartet die Besucher ein Ausflug in die Motorsporthistorie, wie er sonst kaum möglich ist. Im historischen Fahrerlager etwa sind die Vorkriegsfahrzeuge zusammengefasst, die sich auf Grand-Prix-Kurs und Nordschleife, aber auch bei einer Orientierungsrallye rund um den Nürburgring bewegen. Zu den über drei Dutzend Originalfahrzeugen gehört mit dem Bugatti T35 von 1927 des Luxemburgers Goy Feltes auch das älteste Rennfahrzeug des gesamten Wochenendes: Es war bereits drei Jahre im Einsatz, als der Nürburgring 1927 eröffnet wurde. Weitere Höhepunkte im Programm sind die Sportwagenrennen, so etwa der Lauf der zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61 am Samstagabend.

Von den Vorkriegsjahren bis in die frühe Formel-1-Ära reicht das Feld der Historic Grand Prix Cars bis 1961. Im Grand-Prix-Masters sind Formel-1-Boliden bis in die 70er Jahre präsent. Hier pilotiert etwa der Italiener Giancarlo Casoli einen Ferrari 312T, den Niki Lauda in seiner Weltmeistersaison 1975 fuhr. Frank Lyons bringt einen McLaren M26 mit in die Eifel: 1976 gewann James Hunt mit ihm auf dem Nürburgring den Großen Preis von Deutschland. Zu den jüngsten Klassikern des Wochenendes gehören die Fahrzeuge, die sich im großen Revial der Deutschen Rennsport-Meisterschaft tummeln. Ihre Jahrgänge reichen bis in die frühen 80er Jahre. (Auto-Reporter.NET/br)

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