Techno Classica 2014: Ferrari Testarossa feiert 30. Geburtstag

Mit einem neuen Modell, das den 512 BBi ersetzte, wurde vor 30 Jahren, im Oktober 1984, auf der Pariser Mondial de l'Automobile der ruhmreiche Name Testarossa wiederbelebt.

Benannt war das Modell nach den Sportwagenreihen 500 und 250 Testa Rossa, die in den späten fünfziger Jahren die internationale Rennszene beherrschten. Das neue Modell sollte Ferraris letztes Serien-Sportwagen in der klassischen Berlinetta-Bauweise mit 12-Zylinder 180-Grad-V-Mittelmotor ("Flat 12") sein. Ab 1996 kehrte nämlich das Flaggschiff unter den Sportwagen des Herstellers, der 550 Maranello, zum Frontmotor zurück, den man zuletzt im 365 GTB/4 (besser bekannt unter der Bezeichnung „Daytona") gesehen hatte.

Das Design für den Testarossa kam aus dem Hause Pininfarina und stellte einen klaren Bruch mit der Tradition dar: Die größeren hinteren Lufteinlässe mit den charakteristischen horizontalen Lamellen waren auffällig, neuartig und wurden weltweit zu einem vertrauten Anblick dank der „Hauptrolle", die dieses Modell in den achtziger Jahren in der US-Fernsehserie Miami Vice spielte.

Insgesamt wurden bis 1991 lediglich 7.177 Stück hergestellt. Bei der Version, die vom 26. März an am Stand von Classiche-Partner Ferrari Eberlein auf der Techno Classica in Essen zu bewundern ist, handelt es sich um ein 1989er Modell. Erstmals wurde der altehrwürdige "Flat 12" hier mit vier Ventilen pro Zylinder ausgestattet, und der Fünflitermotor lieferte 390 PS bei 6.300 U/min. Abgesehen von den beiden neuen Seitenspiegeln, die ab 1987 Standard wurden, im Vergleich zur Ursprungsversion mit nur einem Seitenspiegel, blieb das Modell mit nur geringen Veränderungen in Produktion, bis es durch den 512 TR ersetzt wurde.

Aufgrund seiner extremen Leistungen und seines bestechenden Äußeren ist der Testarossa bei den Sammlern klassischer Automobile ein äußerst beliebtes Fahrzeug und wird bereits vom Ferrari-Classiche-Echtheitszertifikat abgedeckt, das die vollständige Originalität von Ferraris bescheinigt. (dpp-AutoReporter)

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