Geschichte der Mercedes E-Klasse

Die Mercedes-Benz E-Klasse und ihre Vorgänger stehen für eine lange Tradition in der Oberklasse und der oberen Mittelklasse.

Die Tradition der E-Klasse reicht zurück in die Anfänge der Markengeschichte. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägen die Vorgängerunternehmen der heutigen Daimler AG dieses Fahrzeugsegment: Fahrzeuge, die unterhalb der Luxus- und Oberklasse, aber oberhalb der Kleinwagenklasse positioniert sind, sind fester Bestandteil des Modellportfolios von Mercedes-Benz und den Ursprungsmarken.

So bietet beispielsweise die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) ab 1904 den Mercedes-Simplex 28/32 PS an, und Benz & Cie. lanciert 1906 den 24/40 PS. 1914, vor Beginn des Ersten Weltkriegs, umfasst die Mercedes-Modellpalette zehn Pkw-Typen, von denen nicht weniger als vier dem E-Klasse-Segment zuzuordnen sind. Das Benz-Verkaufsprogramm ist hinsichtlich Modellvielfalt und Zuordnung ähnlich positioniert.

Nach der Fusion beider Unternehmen im Jahr 1926 zur Daimler-Benz AG wird das Typenprogramm neu strukturiert. Zu den ersten Pkw-Modellen der neuen Marke Mercedes-Benz gehört 1926 der Typ 8/38 PS (W 02), der ab 1928 Mercedes-Benz 8/38 Typ Stuttgart 200 heißt. Er darf ebenso wie der 10/50 PS Stuttgart 260 (W 11) aus dem Jahr 1928 als E-Klasse-Vorläufer betrachtet werden. Gleiches gilt für die Nachfolgemodelle aus den 1930er-Jahren, die Typen 200 (1933) und 230 (1936) sowie die Dieselvariante 260 D (W 138, 1936) - der weltweit erste Personenwagen mit Dieselantrieb.

Mit dem Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg geht der Typ 170 V, ursprünglich 1936 eingeführt, zunächst als Fahrzeug für Rettungsdienst, Polizei, Handel und Handwerk in Produktion. Bereits 1947 folgt die Limousine als erster Nachkriegs-Personenwagen von Mercedes-Benz.

1953 setzt der Typ 180 (W 120) mit selbsttragender Karosserie und Pontonform technische wie formale Akzente. 1961 folgen die Vierzylinderversionen der "Heckflossen"-Baureihe (W 110). Sieben Jahre darauf bedeutet der "Strich-Acht" (Baureihe W 115/114) den nächsten großen Schritt.

Er bringt über das erstmals erhältliche Coupé zugleich eine Erweiterung der Karosserievarianten. Seinen Erfolg übertrifft der Nachfolger der Baureihe 123 ab dem Jahr 1976 noch einmal. Ihn gibt es zusätzlich als T-Modell - mit dem Mercedes-Benz Maßstäbe für den Kombi als familientaugliches Lifestyle- und Freizeitauto setzt.

Die Baureihe 124 in den Jahren 1984 bis 1995, die es auch als viersitziges Cabriolet gibt, trägt Mitte 1993 erstmals den Namen E-Klasse.

Das Gesicht mit vier Scheinwerfern und innovative Technik sind Kennzeichen der 1995 erscheinenden Baureihe 210. Anfang 2002 kommt die E-Klasse der Baureihe 211 auf den Markt, und 2009 folgen die Baureihen 212 (Limousine und T-Modell) sowie 207 (Cabriolet und Coupé).

2016 bringt Mercedes-Benz die E-Klasse der Baureihe 213 auf den Markt. Keine andere Modellfamilie der Stuttgarter Marke bietet über einen so langen Zeitraum eine solche Vielfalt an Karosserietypen von Limousine, T-Modell, Coupé und Cabriolet. Hinzu kommen Sonderformen wie Fahrgestelle und Langlimousinen.

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