20 Jahre Mercedes SL-Baureihe R 129

Traditionelles Mercedes SL-Club-Treffen am 1. Mai 2009 in Laxenburg

Das traditionelle Treffen des Mercedes-Benz SL-Club Austria am 1. Mai im Schlosspark Laxenburg im Süden Wiens steht heuer ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums der SL-Baureihe R 129 . Zu diesem Treffen, zu dem auch Freunde von anderen Mercedes-Benz Baureihen herzlich eingeladen sind, werden rund 130 Automobile erwartet . Mercedes-Benz Wiesenthal präsentiert im Rahmen der Veranstaltung erlesene Oldtimer aus eigenem Besitz sowie die neue E-Klasse und das neue E-Klasse Coupé.

Der Mercedes-Benz SL-Club Austria trifft sich traditionell am 1. Mai im Schlosspark Laxenburg (NÖ). Die Teilnehmer werden mit ihren Fahrzeugen ab 10.00 Uhr in Laxenburg erwartet, die Veranstaltung endet um ca. 17.00 Uhr . Der Mercedes-Benz SL-Club zählt rund 150 Mitglieder, die über 200 Mercedes-Benz der SL- und SLK-Klasse aller Baureihen besitzen. Der Club wurde 1981 in Wien gegründet, seit 1998 gibt es auch SL-Freunde, die sich in Zell am See zum Erfahrungsaustausch und zu gemeinsamen Aktivitäten zusammenfinden.

Der Mercedes-Benz SL-Roadster R 129: die vierte Generation einer außergewöhnlichen Sportwagentradition

Der SL-Roadster von Mercedes-Benz gehörte im März 1989 zu den großen Sensationen auf dem Genfer Autosalon. Dieser Sportwagen der Baureihe R 129 tritt zunächst mit den Typen 300 SL, 300 SL-24 sowie 500 SL an und wird in den folgenden Jahren um mehrere Modelle erweitert - bis hinauf zum SL 73 AMG von 1999. Die Baureihe R 129 ist die vierte Generation der SL-Klasse seit dem legendären Flügeltürer Mercedes-Benz 300 SL der 1950er Jahre. Im Jahr 2001 wird der R 129 von der Baureihe 230 abgelöst.

Die SL-Typen der Baureihe 129 begeistern mit technischen Innovationen und einem gut abgestimmten Verhältnis klassischer Elemente zu neuem Design. So feiert der automatische Überrollbügel des R 129 eine internationale Premiere im Automobilbau. Komfortabel ist auch das neu konstruierte elektrohydraulische Verdeck: Auf Schalterdruck öffnet oder schließt es sich innerhalb von 30 Sekunden . Bei geöffnetem Verdeck kommt eine weitere Innovation zum Zug: Das so genannte Windschott ist ein luftdurchlässiges Gitter, das sich mit wenigen Handgriffen am Überrollbügel befestigen lässt und Windgeräusche sowie Zugluft auf ein Minimum reduziert. Serienmäßig haben die neuen SL-Typen elektrische Fensterheber und elektropneumatische Zentralverriegelung .

Modellpflege 1998: Neue Motoren für den R 129

Die zweite Modellpflege der Baureihe 129 im Frühjahr 1998 ist geprägt von einer neuen Motorenpalette und zurückhaltenden Veränderungen im Design. Eine neue Generation von V6- und V8-Motoren löst die bisherigen Aggregate der Typen SL 280, SL 320 und SL 500 ab. Die Aggregate haben Dreiventiltechnik und Doppelzündung, sie verbrauchen bis zu zehn Prozent weniger Kraftstoff als ihre Vorgänger und zeichnen sich außerdem durch geringere Abgas-Emissionen aus. Das Leistungsspektrum reicht von 150 kW (204 PS) im SL 280 über 165 kW (224 PS) im SL 320 bis zu 225 kW (306 PS) im SL 500. Der SL 60 AMG entfällt im Rahmen der Modellpflege und wird 1999 von den neuen Spitzenmodellen SL 55 AMG (V8-Motor mit 260 kW / 354 PS) und SL 73 AMG (V12-Motor mit 386 kW / 525 PS) abgelöst.

Erfolgreichster Typ: Der 500 SL mit Vierventil-V8

Die Sportwagen-Generation R 129 steht darüberhinaus für zwei Änderungen in der SL-Tradition: Erstmals wird ein SL nicht in Sindelfingen gebaut, sondern im Werk Bremen . Zudem wird während der Bauzeit des R 129 die Mercedes-Benz Nomenklatur reformiert. So passt im Sommer 1993 die Stuttgarter Marke die Typenbezeichnungen der offenen Sportwagen der bis heute gültigen Nomenklatur an, die zunächst in der C-Klasse eingeführt wird: Künftig steht das legendäre Buchstabenkürzel "SL" vor der dreistelligen Zahl, die auf den Hubraum verweist. Aus dem 300 SL wird etwa der SL 300. Somit ist der 300 SL der Baureihe 129 der vorerst letzte Mercedes-Benz Sportwagen, der diese legendäre Typenbezeichnung trägt.

Im Juli 2001 läuft im Werk Bremen der letzte Roadster der Baureihe R 129 vom Band. Insgesamt baut Mercedes-Benz 204 940 Stück dieser vierten SL-Generation. Erfolgreichster Typ ist der 500 SL/SL 500 mit dem Vierventil-V8-Motor M 119. Von der Markteinführung bis ins Jahr 1998 entstehen insgesamt 79.827 Exemplare des Wagens.

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