Porsche seit 70 Jahren am Stammsitz Zuffenhausen

Ein Überblick über die Geschichte des Werkes

Seit dem 26. Juni 2008 ist Porsche seit genau 70 Jahren am Stammsitz Zuffenhausen beheimatet: Am 26. Juni 1938 zog Porsche von der Kronenstraße 24 im Zentrum Stuttgarts in ein neu errichtetes Gebäude im Stadtteil Zuffenhausen. An der damaligen Adresse Spitalwaldstraße 2 hatte Ferdinand Porsches Sohn Ferry bereits im Mai 1937 ein Grundstück erworben und damit den Ort des späteren Porsche-Werks 1 bestimmt. Der 1938 fertig gestellte Neubau ist bis heute - 70 Jahre später - zentraler Bestandteil des Gebäudeensembles des Porsche-Werks Zuffenhausen.

Nachdem die ersten Prototypen des Volkswagens noch in der Garage der Porsche-Villa am Stuttgarter Killesberg zusammengebaut worden waren, entstand 1938 in Zuffenhausen die Nullserie des späteren "VW-Käfer ". Die im benachbarten Karosseriewerk Reutter gebauten Karossen wurden bei Porsche auf Fahrgestelle montiert und ausgiebig erprobt. Historisch bedeutend ist auch der Bau von drei Rennsportcoupés Typ 64 im Jahr 1939. Ursprünglich für das Langstreckenrennen Berlin-Rom vorgesehen, gelten die aerodynamischen Stromlinienwagen als Urahn aller späteren Porsche-Modelle.

Die Produktion von Sportwagen in Zuffenhausen begann 1950 mit einem Provisorium: Bis zur Freigabe des Stammwerks durch das amerikanische Militär zum Jahresende 1955 erfolgte die Karosserieproduktion und Fahrzeugmontage des Porsche 356 hauptsächlich bei Reutter. 1952 war der vom Architekten Rolf Gutbrod entworfene Gebäudekomplex des Porsche-Werks 2 dazugekommen. Im Jahr 1960 folgte dann das Porsche-Werk 3 , in dem unter anderem die Verkaufs- und Kundendienstabteilungen untergebracht waren. Unmittelbar nach der Einführung des 911 übernahm Porsche 1964 das Karosseriewerk Reutter mit seinen rund 1000 Mitarbeitern.

Heute werden in Zuffenhausen die 911-Baureihe sowie alle Porsche-Motoren produziert. Das Werk unterteilt sich in die Bereiche Karosseriebau, Lackiererei, Fahrzeugmontage, Sattlerei, Motorenmontage und Prüfstände. Um eine flexible Produktion auf engem Raum zu gewährleisten, hat Porsche spezielle Lösungen entwickelt, darunter die mehrstöckige Fertigung im Karosseriebau und der Fahrzeugmontage. Eine weitere Besonderheit: Die Porsche-Serienfahrzeuge werden zusammen mit den Rennversionen auf einem Band produziert.

auto-reporter

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