Die letzten drei Rolls Royce Phantom der Sonderausstellung

Die drei noch fehlenden Exponate der Rolls-Royce Ausstellung "The Great Eight Phantoms" sind jetzt enthüllt.

Die Rolls-Royce Ausstellung "The Great Eight Phantoms" findet vom 29. Juli bis 2. August 2017 bei Bonhams in der 101 New Bond Street in London statt. Queen Elisabeth II stimmte jetzt auch zu, dass ihre Staatslimousine - ein Phantom VI - auf der Ausstellung zu sehen ist. Auch wird der Phantom IV zugegen sein, der einst Aga Khan III gehörte - einer von nur 18 Fahrzeugen, die damals ausschließlich für Königshäuser und Staatsoberhäupter gebaut wurden. Zudem wird der erste in Goodwood gefertigte Phantom VII ausgestellt, mit dem am 1. Jänner 2003 die Renaissance von Rolls-Royce begann.

Die Staatslimousine von Queen Elisabeth II: der Phantom VI

Als 1977 Queen Elisabeth II ihr silbernes Thronjubiläum feierte, machte ihr der Verband britischer Fahrzeughersteller und Händler eine neue Staatslimousine zum Geschenk: ein maßgeschneiderter Phantom VI. Auffälligstes Merkmal des bei Park Ward aufgebauten Phantom VI ist seine erhöhte Dachlinie, wodurch die Flächen aus gehärtetem Glas noch größer werden. Die Konstruktion ermöglichte es Queen Elisabeth II und anderen Mitgliedern der königlichen Familie, zu sehen und - was noch wichtiger war - gesehen zu werden. Wie die anderen Fahrzeuge der königlichen Flotte, so bekam - sofern die Königin an Bord war - der Phantom das königliche Symbol des drachenbezwingenden Heiligen Georgs an Stelle der Spirit of Ecstasy. Als Ausnahme wurde ein silberner Löwe benutzt, als Queen Elisabeth II Schottland besuchte. Weitere Besonderheiten sind Halterungen, um das Queen's Shield und die königliche Standarte aufzunehmen. Das Fahrzeug besitzt eine Zweifarblackierung in Royal Claret und Black Livery und benötigt als Staatsauto kein Nummernschild. Der Phantom VI war auch am 29. April 2011 im Einsatz, als Prinz William und Kate Middleton heirateten. Die Herzogin von Cambridge und ihr Vater wurden im Phantom VI nach Westminster Abbey gefahren. Sie nutzten die Panorama-Verglasung, um den begeisterten Menschen den bestmöglichen Blick auf Kate Middleton zu geben, bevor sie Prinzessin wurde.

Der Phantom IV von Aga Khan III

Der zweite royale Phantom, der in der Ausstellung zu sehen sein wird, gehörte einst Aga Khan III. Dieser war berühmt für die Kombination aus Jetset-Lebensstil als Besitzer und Züchter von Vollblütern (fünfmaliger Derby-Sieger) und seiner Rolle als geistliches Oberhaupt der ismailitischen Nizariten. Aga Khan III war zudem von 1937 bis 1938 Präsident der Genfer Vollversammlung des Völkerbunds. Aga Khan III mochte die schönen Dinge des Lebens und so war seine Entscheidung für einen Rolls-Royce Phantom IV keine Überraschung. Er war damit einer von nur 18 Staatsoberhäuptern und Mitgliedern königlicher Familien, die einen IV beauftragten. Der Hooper-Aufbau seines Phantom IV hat bemerkenswert fließende Linien. Die Hinterräder sind verkleidet, und die Karosserie ist im Stil eines Coupé de Ville ausgeführt. Den Innenraum prägt kostbares rotes Connolly-Leder. Es dauerte von 1950 bis 1952, dieses Fahrzeug aufgrund der zahlreichen maßgeschneiderten Elemente zu bauen: Ein verstellbarer Spiegel, eine verborgene silberne Bürste nebst Kamm sowie ein eingebautes Diktiergerät und ein vollständiges Picknick-Set zählten unter anderem zu der Ausstattung. Das Fahrzeug ist eine Leihgabe von Ion Tiriac für diese Ausstellung.

Der erste Phantom aus Goodwood: der Phantom VII

Der erste Phantom aus Goodwood ist jenes Fahrzeug, das im Jahr 2003 die Renaissance von Rolls-Royce einleitete. Damals als "das letzte große Abenteuer der Automobilgeschichte" bezeichnet, eroberte der Phantom VII den rechtmäßigen Platz von Rolls-Royce als weltweit führende Luxusmarke zurück. Auf den Phantom folgten Ghost, Wraith und Dawn sowie zur Befriedigung der anspruchsvollen Wünsche jedes einzelnen Kunden: der Bespoke.

Drei Monate nach seinem Start am 1. Jänner 2003 wurde der erste Phantom aus Goodwood von Southampton für sein australisches Debüt im April 2003 nach Perth gebracht. Nach dieser Premiere erlebte der Phantom sein erstes großes Abenteuer in den Händen seines Besitzers: ein 4.500-Meilen-Epos durch Australien. Der Weg führte von Perth nach Adelaide, dann weiter nach Victoria und schließlich entlang der Great Ocean Road bis Sydney. Der Besitzer sandte tägliche Updates der Fahrimpressionen nach Goodwood und erklärte, dass der neue Phantom ein großartiger Tourer im wahrsten Sinne der Worte sei. Alles funktionierte tadellos. Einzig ein Sturm während der Durchquerung einer Wüste hatte für Sand im Versenkmechanismus der Spirit of Ecstasy gesorgt. 14 Jahre nach seiner Entstehung ist der erste Phantom VII heute in einem außergewöhnlich guten Zustand. Das ausgestellte Fahrzeug ist eine Leihgabe jener Person, die ihn ursprünglich auch in Auftrag gegeben hatte.

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