Youngtimer: Oldies in den besten Jahren

Zwanzig bis dreißig Jahre alte Autos. Das sind Kindheitserinnerungen aus Blech und Chrom. Emotionen pur. Alte Autos zu erschwinglichen Preisen und durchaus alltagstauglich.

Scheckheft gepflegte Youngtimer sind durchaus keine Seltenheit. Und wer sich seinen Jugendtraum mit so einem Auto heute verwirklicht, der muss auch keine Angst vor fehlenden Ersatzteilen oder exorbitanten Reparaturkosten haben. Autos der Jahrgänge 1981 bis 1991 gehören oftmals noch lange nicht zum alten Eisen.

Wenn der Youngtimer an seinem 30. Geburtstag dann endlich zum Oldtimer wird, gibt es bei der Zulassungsstelle in Deutschland das H-Kennzeichen, in Österreich bleibt beim Kennzeichen alles gleich. Dies bedeutet geringere Steuern und eine spezielle Oldtimer-Versicherung mit günstigeren Prämien, da solche alten automobilen Schätze in aller Regel vorsichtig bewegt werden. Aber Vorsicht! Viele heute selbstverständliche Sicherheits-Features waren damals noch aufpreispflichtig oder noch gar nicht erfunden.

Verkehrs-Sicherheitsexperte Christian Weishuber von der Allianz Versicherung weißt darauf hin, dass "Oldtimer eine weitaus niedrigere Bremsleistung haben, gepaart mit hohen Pedalkräften und einer zu verhaltenen Bremsweise, um das Lieblingsfahrzeug zu schonen. Dazu fehlen in der Notsituation stabilisierende Sicherheitssysteme wie ABS und ESP. Daher sollte man gegenüber Oldtimern mehr Sicherheitsabstand als üblich halten, damit beide Verkehrsteilnehmer in Gefahrensituationen frühzeitig reagieren können."

Und noch ein Tipp zur Oldtimer-Versicherung: Der Wert eines Oldtimers kann sich beispielsweise durch eine größere Reparatur oder aber Restaurierung erheblich verändern. Deshalb sollte man darauf achten in regelmäßigen Abständen seiner Versicherung ein aktuelles Wertgutachten über das Fahrzeug vorzulegen, damit es bei einem Versicherungsfall kein böses Erwachen gibt.

news-reporter.net/um

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