Audi A3 2,0 TDI - Testbericht

Der neue Audi A3 soll sportlicher und zugleich sparsamer geworden sein. In unserem Test prüfen wir, ob der A3 beide Attribute verbinden kann.

Mit der dritten Generation ist der Audi A3 optisch noch dynamischer geworden. Dies soll sich auch auf seine Fahrdynamik übertragen haben. Neueste Assistenz- und Kommunikationssysteme sind ebenfalls auf Wunsch an Bord. Audi hat seine Kompaktklasse damit gut gerüstet, um im heiß umkämpften Premium-Segment dieser Fahrzeugklasse bei den Kunden punkten zu können.

Für unseren Test haben wir den Dreitürer in der sportlichen Ambition-Ausstattung mit dem kräftigen 150 PS Dieselmotor gewählt. Der Listenpreis dieser Kombination liegt bei 29.760 Euro und bietet schon eine reichliche Mitgift ab Werk. Serienmäßig sind neben ABS, ESB und sechs Airbags auch noch 17"-Alufelgen, elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage, Sportsitze, ein Sportlederlenkrad, ein Sportfahrwerk, das Radio "Audi", Nebelscheinwerfer, Bordcomputer und noch einige weitere Goodies mit an Bord.

Damit der Premium-Anspruch des A3 noch besser zur Geltung kommt, hatte unser Testfahrzeug noch eine lange Liste an Extras mit an Bord. Unter anderem verwöhnte unser Test-A3 mit einer Mittelarmlehne vorne, dem MMI Radio, dem Navigationspaket mit ausfahrbarem 5,8"-Farbdisplay, Xenon Plus Scheinwerfern, dem Lichtpaket, dem Multifunktions-Sportlenkrad, Sitzheizung, Tempomat, 8 Lautsprechern, einer elektronischen 2-Zonen-Klimaanlage, der Einparkhilfe plus vorn und hinten, sowie der Metallic-Lackierung "monsungrau". Der Endpreis liegt dann inkl. einiger weiterer kleiner Extras bei 37.368,47 Euro. So ausgestattet lässt es sich aber auch sehr gut mit dem A3 leben.

Im Innenraum ist der A3 ebenso dynamisch gestaltet, wie die Karosserie. Die Designer haben hier eindeutig nach dem Motto gearbeitet, dass weniger oft mehr ist und einen sportlichen und sachlichen Innenraum geschneidert. Die runden Lüftungsdüsen und eine Mittelkonsole, die sehr schlank ausgefallen ist, unterstreichen in Kombination mit den silbernen Dekoreinlagen und den komfortablen Sportsitzen das sportliche Ambiente.

Das Navigationssystem fährt beim Start automatisch aus dem oberen Teil der Mittelkonsole aus und bietet eine sehr schöne Darstellung, wenngleich das Display mit 5,8" nicht zu den größten seiner Klasse zählt. Die Bedienung mittels MMI-Drehknopf in der Mittelkonsole ist zudem sehr einfach ausgefallen, und auch alle anderen Funktion sind intuitiv zu bedienen. Bei einem so aufgeräumten Arbeitsplatz kann sich der Fahrer voll und ganz auf das Fahren konzentrieren.

Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist außerordentlich großzügig ausgefallen, im Fond geht es bauartbedingt natürlich etwas enger zu. Der schmale Einstieg, der nach dem Vorklappen der Sportsitze zum Erklimmen der Rückbank übrig bleibt, ist zudem nur etwas für gelenkige Personen.

Großzügiger ausgefallen ist dann das Gepäckabteil, welches mit 365 Liter Fassungsvermögen recht geräumig ist und durch Umklappen der Rücksitze noch erweitert werden kann. Zudem gibt es im Fahrgastraum viele große Ablagefächer und praktische Getränkehalter.

Wenn ein Auto so sportlich gestaltet ist wie der A3, dann erwartet man sich auch bei der Motorisierung etwas mehr. Hier ist der neue 2,0 Liter TDI mit seiner Leistung von 150 PS (110 kW) eine gute Wahl. Der Motor bietet gleich vom Start weg ansprechende Fahrleistungen und verrichtet seine Arbeit sehr leise und laufruhig. Das maximale Drehmoment von 320 Nm steht zwischen 1.750 und 3.000 U/Min zur Verfügung, aber selbst darunter merkt man nichts von einem Turboloch. Schon bei jedem kleinen Druck aufs Gaspedal liefert der Motor sofort seine Leistung und ist auch im Zwischensprint aus hohen Gängen heraus noch mit genug Durchzugskraft gesegnet.

Über die Taste "drive select" lassen sich zudem verschiedene Fahrmodi wählen. Der Fahrer hat dabei die Wahl zwischen "comfort", "dynamic", "auto", "efficiency" und "individal". Je nachdem, welcher Modus gewählt wurde, werden auch Lenkung, Gaspedalkennlinie und Fahrdynamik geändert.

Schon im "comfort"-Modus ist der A3 sehr dynamisch zu bewegen, der Unterschied zum "sport"-Modus ist zwar spürbar, jedoch nicht mehr enorm groß. Wer die sportliche Abstimmung wählt, der sprintet in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 216 km/h schnell.

Die Lenkung passt dabei perfekt zum dynamischen Auftritt, und das Fahrwerk ist trotz aller Sportlichkeit noch angenehm komfortabel. Das manuelle 6-Gang-Getriebe ist ebenfalls sehr gut abgestimmt und lässt sich vorzüglich, leicht und sehr knackig schalten. Die Gänge sind dabei eher lang ausgelegt, so dass man auch bei Autobahntempo in einem noch recht niedrigen Drehzahlbereich unterwegs ist.

So schafft der A3 dann auch perfekt den Spagat zwischen ordentlichem Fahrspaß und Sparsamkeit. Wer im sparsamsten Modus unterwegs ist, der wird an die vom Werk angegebenen 4,1 Liter recht nahe heran kommen. Wir haben während unserer Verbrauchsrunde den "auto"-Modus gewählt, dabei durchaus auch einmal die Leistung des 2,0 Liter Dieselmotors ausgekostet und sind auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,2 Liter gekommen - ein Top-Wert für die gebotene Leistung und den Fahrspaß.

In der Stadt hilft die sehr gut arbeitende Start/Stopp-Automatik beim Sparen, und so ist man sowohl im Stadtverkehr als auch außerhalb mit dem A3 immer bestens unterwegs. Trotz seiner coupéartigen Linienführung ist auch die Übersichtlichkeit überraschend gut, die Einparkhilfe ist aber dennoch ein sinnvolles Extra und hilft, den A3 zentimetergenau in enge Parklücken zu manövrieren.

Unser Test hat sehr schön gezeigt, dass der neue Audi A3 wirklich mit mehr Fahrspaß bei noch effizienterem Verbrauch glänzen kann. Im Vergleich zum Vorgänger hat er sich auch in puncto Premium-Charakter weiter verbessert. Er bietet einen sehr ordentlich verarbeiteten Innenraum, der sich durch seine Reduzierung auf das Wesentliche wohltuend von manch anderem Modell abhebt. Die schlanke Gestaltung des Innenraums verleiht dem ganzen Auto eine gewisse Leichtigkeit, die man auch bei der Fahrdynamik merkt. Dass der A3 trotz seiner sportlichen Fahrleistungen so sparsam bleibt, ist ein weiterer Pluspunkt für den schicken Ingolstädter.

Was uns gefällt:

die Fahrdynamik, die Sportlichkeit des A3, das Design, der übersichtlich gestaltete Innenraum

Was uns nicht gefällt:

bauartbedingt der Zugang zum Fond

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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