Audi A7 Sportback 3.0 TDI 245 PS Quattro - Testbericht

Der Audi A7 Sportback ist als viertüriges Coupé zwischen A6 und A8 positioniert. In unserem Test zeigt der schnittige Fließheck-Audi, was er kann.

In den letzten Jahren wächst das Modellangebot von Audi stetig, und jede Lücke wird mit einem passenden Modell gefüllt. Für jene, denen ein Audi A6 zu unauffällig und ein Audi A8 zu unsportlich ist, gibt es den Audi A7 Sportback.

Optisch erinnert das Fließheck-Coupé mit vier Türen an eine Neuinterpretation des Audi Coupé der 70er-Jahre. Egal von welchem Blickwinkel man den A7 Sportback betrachtet, er wirkt in jeder Position äußerst dynamisch.

Für unseren Test haben wir den A7 Sportback mit der Top-Dieselmotorisierung und natürlich dem Quattro Allradantrieb gewählt. Der Listenpreis liegt bei diesem Modell bei 66.200 Euro. Um das Geld bietet der A7 schon eine sehr gute Komfort- und Sicherheitsausstattung, inkl. ESP, ABS, sechs Airbags, Xenon-Licht, 18"-Leichtmetallfelgen, Komfortklimaautomatik und noch vielem mehr.

Der Klasse entsprechend kann man den A7 noch mit jeder Menge Luxusausstattung und Assistenzsystemen erweitern. Unser Testauto verwöhnte uns dabei mit allen nur möglichen Ergänzungen.

Auf technischer Seite hatte der Test-A7 eine Luftfederung, einen adaptiven Tempomat, den automatischen Einparkassistent, eine Tempolimitanzeige, den Spurhalteassistent, den Toter-Winkel-Warner und ein Head-up-Display. Für eine noch sportlichere Optik sorgten das S line Exterieurpaket, das S line Interieurpaket inkl. S line Leder Valcona, die S line Leichtmetallfelgen im 5-Segmentspeichen-Design, das S line Multifunktions-Sportlederlenkrad und abgedunkelte Scheiben.

Damit es auch beim Komfort an nichts fehlt, hatten wir dann noch eine Lenkradheizung, das Bose Surround Sound System, ein Glas-Schiebe-/Ausstelldach und das MMi Navigationssystem plus mit an Bord. Mit noch einigen weiteren Kleinigkeiten schnellt der Preis dann schnell an die 100.000 Euro-Grenze, was in der Luxusklasse, wo sich der A7 bewegt, aber durchaus im Bereich des Üblichen liegt.

Dem Preis entsprechend präsentiert sich auch der Innenraum. Feinstes Leder und Zierleisten in gebürstetem Aluminium verleihen dem A7-Innenraum einen sowohl sportlichen, als auch luxuriösen Touch. Der automatisch ausklappende Navi-Monitor ist dabei ebenso ein Highlight wie die vielen verschiedenen Funktionen, die mit dem MMi-System gesteuert werden können.

Trotz vieler Funktionen und Extras findet man sich dank der intuitiven Steuerung des MMi-Systems sehr schnell zurecht und kann den Wagen ganz nach seinen Wünschen konfigurieren. So kann man zum Beispiel einstellen, ob sich die Türen automatisch schließen sollen oder nicht, um nur eine der vielen Möglichkeiten zu nennen.

Auf den sehr bequemen Ledersitzen hat man sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Reihe ausreichend Platz. Trotz der Coupé-Linie verfügt der A7 sogar auf den Rücksitzen über ordentliche Platzverhältnisse.

Sogar das Kofferraumvolumen ist mit 535 bis 1.390 Liter äußerst großzügig bemessen, die große Heckklappe, die automatisch öffnet und schließt, erleichtert zudem die Zuladung.

Um die Fracht so schnell wie möglich ans Ziel zu bringen, steht dem A7 Sportback der 3,0 TDI V6-Diesel sehr gut, der Leistung und Effizienz bestmöglich verbindet. Mit dem Quattro Allradantrieb kommt man auch noch bei widrigsten Bedingungen problemlos voran, womit das viertürige Coupé seine Vielseitigkeit einmal mehr unter Beweis stellt.

Sehr beachtlich ist auch die Leistungsentfaltung, die der 245 PS (180 kW) starke Audi-Motor an den Tag legt. Das maximale Drehmoment von 500 Nm steht schon zwischen 1.400 und 3.250 U/Min bereit, wodurch der A7 Sportback schon von unten heraus über eine beeindruckende Dynamik verfügt.

Wer es darauf anlegt und das Gaspedal bis zum Bodenblech drückt, schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert.

Die Schaltvorgänge der 7-Gang S tronic erfolgen dabei immer ganz unbemerkt und blitzschnell, was den Komfort noch weiter steigert. Der Fahrer hat auch hier die Möglichkeit, den Schaltzeitpunkt via Schaltwippen am Lenkrad selbst zu wählen, oder kann aus mehreren Programmen den besten automatischen Schaltzeitpunkt wählen.

Über das MMi-System lässt sich nämlich nicht nur die Luftfederung verstellen, auch die Getriebe- und Lenkauslegung können individuell verändert werden. Findet man nämlich bei "comfort", "auto" oder "dynamic" noch immer nicht die für sich passende Konfiguration, kann man über "individual" alle Eckdaten manuell wählen und für sich perfekt abstimmen.

So lässt sich der A7 Sportback in Sekundenbruchteilen von einer komfortablen Limousine zu einem dynamischen Sportwagen verwandeln. Ändert man die Konfiguration von "comfort" auf "dynamic", werden die Änderungen sofort spürbar, und die Gasannahme erfolgt noch direkter, die Lenkung wird eine Spur härter und der Schaltzeitpunkt der einzelnen Gänge wird weiter nach hinten verschoben.

Auch die Federung wird härter, jedoch zu keinem Zeitpunkt zu sehr. Der A7 Sportback ist zwar sehr sportlich, jedoch bei der Federung selbst im "dynamic"-Modus noch nicht unangenehm hart.

Trotz seiner Länge von 496,9 cm lässt sich der A7 Sportback noch sehr agil bewegen und bleibt selbst in Grenzsituationen wirklich gutmütig. Hier hilft sicher auch der Allradantrieb, dass der große Audi so sicher und satt auf der Straße liegt.

Sehr hilfreich sind auch die Assistenzsysteme, allen voran der adaptive Tempomat, der sogar bis zum Stillstand abbremst. Im Stau nimmt der Tempomat dann nach einem kurzen Tipp aufs Gaspedal wieder die Arbeit auf und bleibt beim nächsten Stopp wieder automatisch stehen.

Durch das Head-up-Display muss der Fahrer auch nicht mehr den Blick von der Straße nehmen, um sich über Navigation oder Geschwindigkeit zu informieren, ebenfalls ein sehr empfehlenswertes Feature, auf welches man, wenn man es einmal gewöhnt ist, ebenso wenig verzichten möchte wie auf die Lenkradheizung oder die automatische Einparkhilfe, die bei der aufgrund der Coupé-Form bedingten Unübersichtlichkeit des A7 auch gute Dienste leistet.

Überrascht hat uns der A7 auch beim Verbrauch. Selbst wenn die vom Werk angegebenen 6,0 Liter nicht erreicht werden konnten, mit 7,5 Liter Durchschnittsverbrauch und dem gebotenen Fahrspaß kann der A7 Sportback in seiner Klasse als Sparmeister gewertet werden.

Auch wenn die Zielgruppe für den A7 Sportback eine kleine ist, das viertürige Coupé konnte in unserem Test voll überzeugen. Der A7 Sportback vereint die Sportlichkeit eines Coupés, das Platzangebot eines Kombis und die Langstreckentauglichkeit einer Limousine in einem Auto.

Die perfekte Verarbeitung, die vielen Hightech-Assistenzsysteme und der sparsame, aber dennoch äußerst kräftige Motor runden den sehr positiven Gesamteindruck weiter ab. Da rechtfertigt sich dann auch der hohe Preis, für Perfektion muss man immer und überall mehr zahlen.

Was uns gefällt:

Das unverwechselbare Design, die Fülle an Assistenzsystemen, wie gut und doch sparsam der TDI-Motor ist, die 7-Gang S tronic usw. - kurz gesagt: das ganze Auto.

Was uns nicht gefällt:

Dass der A7 Sportback wieder retourniert werden musste.

Testzeugnis:

  • Ausstattung Sicherheit: 1
  • Ausstattung Komfort: 1
  • Verbrauch: 1-
  • Fahrleistung: 1
  • Fahrverhalten: 1
  • Verarbeitung: 1
  • Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
  • Platzangebot Rückbank: 2
  • Kofferraum: 1
  • Ablagen: 1
  • Übersichtlichkeit: 2-

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