Der neue BMW 3er : Testbericht

Das Modell 2009 lässt seinen Vorgänger nicht alt aussehen und bietet doch viel Neues

Der BMW 3er des Jahrgangs 2009 präsentiert sich sowohl als Limousine als auch als Kombi mit der Modellbezeichnung "Touring" als ein Auto für Kenner. Man muss schon einer sein, um die Neuen auf den ersten Blick von ihren Vorgängern zu unterscheiden. Man kann es auch positiv ausdrücken: Der neue 3er BMW lässt seinen Vorgänger nicht alt aussehen und bietet doch soviel Neues, dass man von einer echten Weiterentwicklung des Bestsellers aus München sprechen kann.

Bei näherem Hinsehen fallen dann die Unterschiede doch ins Auge. Die neue Front lässt den 3er breiter wirken, wozu auch die neue Heckgestaltung beiträgt. Auch die Sicke an der Seite mit ihrem harten Übergang zwischen konvexer und konkaver Fläche unterstreicht den Wunsch, dem Neuen noch mehr Dynamik mit auf den Weg zu geben. Auch die Feinarbeit im Innenraum mit neuen Materialien und einigen überarbeiten Bedienelementen folgt diesem Ziel.

Besonders auffällig: die Umgestaltung des Controllers für das BMW "iDrive"-System , mit dem sich jetzt über drehen, drücken und kippen die gewünschten Einstellungen erreichen lassen. Gut auch die direkt bedienbaren Direktwahltasten zum schnellen Umgang mit dem Menü der Navigation und der anderen über " iDrive " regelbaren Funktionen. Nun kann man schon nach kurzer Übung tatsächlich Vieles intuitiv und ohne Hinsehen steuern.

Das Wesentliche geschah aber auch bei dieser Modellpflege unter dem Blech und nicht vom Fahrersitz aus sichtbar. Fast 2.500 Teile unterscheiden den Neuen von seinem Vorgänger .

Jeweils fünf Benzin- und Dieselmotoren stehen zur Wahl. Dabei hat BMW im Wettstreit der Drei-Liter-Sechszylinder-Diesel mit dem neu entwickelten Motor mal wieder die Nase vorn mit 210 kW / 286 PS und einem maximalen Drehmoment von 520 Newtonmetern zwischen 1.750 und 3.000 Umdrehungen pro Minute. Dessen Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm) liegt bei nur 5,7 Litern mit dem Sechs-Gang-Handschalter und 5,9 Litern mit der Sechs-Gang-Automatik, was 152 Gramm bzw. 155 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht.

Beim Senken des Verbrauchs helfen natürlich auch bei diesem Motor die bei BMW unter dem Begriff " Efficient Dynamics " zusammengefassten Maßnahmen wie Bremsenergie-Rückgewinnung , Start-Stopp-System und die Zuschaltung von Nebenaggregaten nur dann, wenn sie benötigt werden. Das gilt natürlich auch für die anderen Motoren, deren Leistungsspektrum von 105 kW / 143 PS im 318i oder 318d bis 225 kW / 306 PS im BMW 335i reicht.

Erstmals bietet BMW auch eine Sieben-Gang-Sport-Automatik mit Doppelkupplung an. Die schaltet ohne Unterbrechung der Zugkraft, verkürzt so die Beschleunigungszeiten und senkt den Verbrauch, weil der bei der Automatik zum Teil noch auftretende Schlupf im Wandler wegfällt. Zunächst wird dieses Doppelkupplungsgetriebe nur im 335i Coupé und im 335er Cabrio angeboten werden. Die anderen Modelle müssen noch warten.

Der 3er fährt sich, wie es sich für einen 3er gehört: aktiv, präzise und sportlich. Doch das sportliche Fahrverhalten geht keinesfalls zu Lasten des Komforts. Die Federung schluckt auch kurze Stöße so gut, dass selbst schlechtere Wegstrecken nicht zum Missvergnügen geraten.

Für den Allrad-Fan wurde der BMW "xDrive" überarbeitet. Erstmals kann auch der Vierzylinder 320d mit Allradantrieb geliefert werden. Auch beim ESP , das bei BMW " Dynamic Stabilty Control " oder "DSC" heißt, hat man Zusatzfunktionen integriert. So gleicht die Elektronik mit dosiertem Bremseneingriff jetzt Drehmomentunterschiede in Kurven aus und trägt so zu einer besseren Stabilität in Kurven bei.

Die Limousine 318i gibt es ab 29.500 Euro , den Touring ab 31.500 Euro.

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