Der neue Citroen C5 im Test

Basis-Ausstattung bereits mit sieben Airbags, ESP, Klimaautomatik und Tempomat

Von der "Ente" bis zur Ikone DS, die liebevoll auch die "Göttliche" genannt wurde - außergewöhnliches Design und originelle Details waren in den fünfziger und sechziger Jahren die unverwechselbaren Merkmale von Citroen . Nach einem langen Weg der Irrungen und Wirrungen fanden die Designer mit ihrem jetzigen Flaggschiff C6 und dem Kompakt-Van C4 Picasso zurück zu den einstigen Werten. Mit der neuen Generation des Mittelklasse-Modells C5 , das als Stufenheck-Limousine und als Kombi angeboten wird, setzen sie jetzt konsequent die wieder gefundene Linie "typisch Citroen" fort.

Mit seiner markanten Front einschließlich großer, seitlich herumgezogener Scheinwerfer und großflächiger Panorama-Windschutzscheibe, stark konturierten Seitenlinien sowie dem coupéartig abfallenden Dach wirkt die 4,78 Meter lange Limousine dynamisch-elegant. Der fünf Zentimeter längere Tourer mit klaren geometrischen Formen am Heck steht ihr in der eindrucksvollen Formensprache in nichts nach und wird mit einem Stauvolumen ab 533 Liter dennoch seiner Aufgabe als Lastesel gerecht.

Was das Blechkleid verspricht, hält auch der Innenraum. Dank des langen Radstandes von 2,82 Meter verfügen die Passagiere selbst im Fond über viel Platz. Wertige und sauber verarbeitete Materialien sorgen für Wohlfühl-Ambiente. Das dem Fahrer zugeneigte Cockpit mit klassischen Rundanzeigen und digitalen Displays gibt keine Rätsel auf, die Bedienelemente sind ergonomisch angeordnet . Sie erfordern teilweise wie z.B. das Navigationssystem inclusive CD-Radio und Dual-Band-Telefon aber Eingewöhnung. Das Lenkrad ist mit feststehender Nabe versehen, so dass eine einfachere Bedienung zahlreicher Komfortfunktionen möglich ist. Zudem erlaubt dies eine größere Dimension des Fahrer-Airbags. Bei den vorderen Sitzen trägt Citroen den unterschiedlichen Geschmacks-Richtungen in Europa Rechnung. Wer es straff mag, kann die Dynamik-Sitze wählen, wer dem französischen Stil anhängt, entscheidet sich für den Sitz-Typ Komfort, der mehr auf Bequemlichkeit ausgelegt ist.

Ein Weg, den Citroen auch beim Fahrwerk beschreitet. Für den frankophilen Geschmack gibt es natürlich die traditionelle hydropneumatische Federung mit variabler Abstimmung . Wem dies zu sänftenartig ist, kann sich nun für eine konventionelle Stahlfederung entscheiden, wobei in beiden Fällen die Radaufhängungen vom größeren Bruder C6 stammen, mit dem man sich auch die Plattform teilt. Bei ersten Probefahrten wurden die Unterschiede deutlich, doch ist es letztendlich Geschmackssache. An der Tatsache, dass wie der C6 auch der C5 ein angenehmer Langstrecken-Gleiter ist, ändert das nichts. Schnelle Fahrten über kurviges Gelände sind dagegen nicht die Stärke des neuen Citroen, wozu die kaum Rückmeldung gebende Lenkung ihren Teil beiträgt.

Für den Vortrieb sorgen zwei Benzin- und vier Diesel-Aggregate zwischen 80 kW / 109 PS und 150 kW / 204 PS, wobei die beiden Einstiegs-Motorisierungen - 1,8-Liter-Benziner und 1,6-Liter-Diesel - nur mit der Stahlfederung lieferbar sind und den Einstieg ins angestrebte Flottengeschäft ermöglichen sollen. 24.200 bzw. 25.600 Euro als Grundpreis dürften zumindest eine gute Verhandlungsgrundlage darstellen.

Zumal die Basis-Ausstattung Style nicht nur über sieben Airbags und ESP verfügt, sondern auch unter anderem elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel , eine Klimaautomatik , Abbiegelicht , Tempomat , vier elektrische Fensterheber und ein Lederlenkrad beinhaltet. Wer die zumindest bei uns mit Sicherheit gefragteren Comfort-Versionen mit 2,0-Liter-Benziner (103 kW / 140 PS) und 2,0-Liter-Diesel (100 kW / 136 PS) ordern will, muss dann schon inkl. diverser nützlicher Extras über 30.000 Euro auf den Tisch des Händlers legen. Doch selbst wenn Citroen seine "Drohung" wahr machen sollte, für den C5 keine üppigen Sonderrabatte anzubieten, ist der Preis immer noch fair.

auto-reporter

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