Citroen C8 - Fahrbericht

Viel Platz und trotzdem sparsam unterwegs

Vans sind im Trend. Sie sind groß, haben viel Platz für Kind und Kegel und sind trotzdem in Verbindung mit Dieselmotoren auch flott und sparsam zu bewegen . Citroen hat den C8 im Programm, der aus einer Kooperation mit Fiat stammt. Die brachte in der Vergangenheit so manche Kinderkrankheiten mit sich: Elektronikprobleme, klappernde Plastikteile oder einige undichte Türen wurden gelegentlich moniert, ein Rückruf betraf den Airbag. Mittlerweile scheint der C8 in Ruhe gereift.

Im Testwagen klapperte nichts, die elektrisch betriebenen Schiebetüren waren nicht nur ausgesprochen praktisch, sondern versagten auch nie ihren Dienst. Die hinteren Sitze ließen sich mit ein wenig Übung relativ flott aus- und wieder einbauen, dann ist reichlich Raum für den Umzug oder den Großeinkauf vorhanden. 1160 Liter Stauvolumen sind es inklusive der zweiten Sitzreihe; wird diese ausgebaut, steigt das Ladevolumen gar auf 2948 Liter. Die Daten nach VDA-Norm gibt Citroen leider nicht an. Die Zuladung von fast 700 Kilogramm ist für einen Van mustergültig. Die Länge von 4,74 Meter macht die Parkplatzsuche im Großstadtdschungel gerade noch erträglich.

Der Innenraum des C8 mutet auch nach fünf Jahren noch recht futuristisch an. Die mittig platzierten Instrumente sind Gewohnheitssache, sie lassen sich auf jeden Fall gut ablesen. Der Schalthebel ist griffgünstig ins Armaturenbrett integriert, was aber die Bedienung des Radios und anderer Funktionen über den daneben sitzenden Drehregler erschwert, der ein wenig an das MMI von Audi erinnert. Der Durchgang nach hinten bleibt frei, weil der Handbremshebel zwischen Fahrersitz und Tür gerückt ist.

Der Begriff vom rollenden Wohnzimmer passt gut zum C8. Vorn nehmen die Passagiere auf bequemen Sitzen Platz, alles wirkt ein wenig plüschig. Hinten stehen drei Einzelsitze, die sich je nach Platzbedarf verschieben lassen. Für kleine Beifahrer sind auch diese Sitze bequem, große Mitfahrer klagten wegen der geringen Sitzhöhe über stark angewinkelte Beine, die auf langen Strecken Rückenschmerzen verursachten.

Auf Langstrecken ist der große Franzose ein angenehmer Begleiter. Insbesondere mit dem 2,0-Liter HDi 6-Gang mit 100 kW / 136 PS ist der C8 nicht langsam und dennoch sparsam. 8,5 Liter im Schnitt bei hohem Tempo sind ein guter Wert. Die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h reicht völlig, der Spurt auf Tempo 100 gelingt in 12,5 Sekunden, das Drehmoment von 320 Nm reicht auch für schnelle Überholvorgänge. Dazu kommt die weiche, aber nicht schwammige Federung , die zum entspannten Gleiten anregt. Schnelle und enge Kurven sind nicht das Revier des Franzosen, dann knickt er kräftig ein.

38.780 Euro kostet der C8 in der üppigen "Exclusive"-Ausstattung in Verbindung mit dem wirklich angenehmen Diesel, der wie bei Citroen üblich einen Rußpartikelfilter an Bord hat. Das Sicherheitspaket ist mit Fahrer- und Beifahrerairbag, Kopfairbags für alle drei Reihen, Seitenairbags vorne, ESP, ABS und Bremsassistent komplett. Familien freuen sich über die Klapptische an den Rückenlehnen der Vordersitze oder ein gekühltes Ablagefach . Und natürlich über das üppige Raumangebot. Und bei einer der vielen Citroen-Aktionen lässt sich beim Kaufpreis oft noch der eine oder andere Tausender einsparen.

auto-reporter

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