Citroen DS3 - Testbericht

Ein Citroen als Konkurrent für den Mini? Worüber man früher milde gelächelt hätte, zeigt sich im Test als echte Alternative, noch dazu bei diesem Preis!

Der Mini genießt in der Autowelt Kultstatus, und das natürlich nicht erst seit der Wiederbelebung durch BMW. Dennoch haben es die Bayern geschafft, den Mini als Premium-Kleinwagen zu etablieren. Lange Zeit war er allein auf weiter Flur, 2010 bekommt er aber gleich zwei ernsthafte Gegner. In Kürze startet der Audi A1 einen Großangriff auf das Segment, seit einigen Wochen ist bereits der Citroen DS3 auf dem Markt.

Und da ist es wieder. Dieses Lächeln jener Skeptiker, die es Citroen nicht zutrauen, sich gegenüber den bayerischen Premium-Marken zu behaupten. Zugegeben, bis dato gab es kaum Klassen, in denen die beiden Hersteller einander in die Quere kamen. Das hat sich nun aber grundlegend geändert. Während Mini voll auf Retro setzt, hat sich Citroen den Slogan "Anti-Retro" auf die Fahnen geheftet. Der Name DS ist zwar durchaus traditionsbehaftet, steht ab sofort aber für die besonders edlen Autos der jeweiligen Baureihe. Und so basiert der DS3 zwar auf dem C3, unterscheidet sich aber dennoch deutlich. Egal aus welchem Blickwinkel, der DS3 wirkt rundum chic und trendig. Der Erfolg der unzähligen Individualisierungsmöglichkeiten des Mini hat auch Citroen inspiriert. So gibt es eine breite Palette an Farben, die zudem mit unterschiedlich lackierten Dächern kombiniert werden können.

Die Frontansicht zeigt einen der aggresivsten Citroen-Blicke aller Zeiten. Ein weit aufgerissenes Maul und die schicken LED-Tagfahrlichter garantieren großes Überholprestige und bewundernde Blicke. Interessant: Was die Motorenpalette betrifft, kämpfen Mini und DS3 mit ähnlichen Waffen, zumindest bei den Benzinern. Denn die stammen aus einer Co-Produktion von PSA und BMW. Die Preisliste des Citroen DS3 startet bei relativ humanen 15.990 Euro für den 95 PS starken 1,6 Liter-Benziner in "Chic" Ausstattung. Unser Testwagen markiert das obere Ende der Fahnenstange, der 156 PS starke DS3 "Sport Chic" kommt auf 20.590 Euro. Einzig der 112 PS Diesel ist mit 21.590 Euro noch einen Tausender teurer.

Zurück zum Testauto: Über 20 Tausender sind für einen Kleinwagen kein Schnäppchen, wer die Mini-Preisliste kennt und sich auch bereits mit dem Audi A1 beschäftigt hat weiß aber, dass man dort auch nicht vor 30 und mehr Tausendern zurückschrecken darf. Die Topausstattung "Sport Chic" enthält bereits viele Goodies, für die die deutschen Hersteller extra die Hand aufhalten: Zu nennen sind 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Tempomat, Klimaautomatik, HiFi-System inkl. Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Stoff-/Alcantara-Polsterung, Sportsitze und einiges mehr. Das Lederpaket inklusive beheizbarer Sitze für 900 Euro ist ebenso empfehlenswert wie das ebenfalls 900 Euro teure Navigationssystem samt großem Bildschirm. Verhältnismäßig teuer fallen die verschiedensten Klebefolien für das Dach aus, 400 Euro verlangt Citroen dafür.

Ob sich der DS3 auch so knackig fährt wie er aussieht und mit wieviel Platz der Innenraum aufwartet, lesen Sie in den weiteren Testkapiteln:

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