Testbericht: DS 3 Crossback

Mit dem neuen DS 3 Crossback bietet die Nobelmarke aus Frankreich nun auch im City-SUV-Segment ein schnittiges Modell an. Wir haben die Spaß-Version mit 155 PS getestet.

Im PSA-Konzern ist die Marke DS für Individualität und Luxus zuständig. Mit dem neuen DS 3 Crossback bieten die Franzosen nun erstmals auch einen City-SUV an. Das Design zeigt sich gewohnt extravagant und gefällt mit sehr markanten Linien und auffälliger Gestaltung von Scheinwerfern und Heckleuchten. Besonders gut steht dem DS 3 Crossback die "Millenium Blau" Metallic-Lackierung, die ihm einen noch exklusiveren Touch verleiht.

Für unseren Test haben wir den DS 3 Crossback in der Basisvariante "So Chic" in Kombination mit der derzeit stärksten Motorisierung sowie 8-Gang-Automatik gewählt. Der Listenpreis liegt bei 33.680 Euro und unterstreicht den Premium-Anspruch des DS 3 Crossback. Dafür gibt es aber auch schon eine sehr gute Basisausstattung. Unter anderem verfügt er über das Safety-Paket, 17"-Alufelgen, Klimaautomatik, das DS Connect Radio mit 7"-Touchscreen, eine Einparkhilfe hinten und noch vieles mehr.

So richtig luxuriös ist unser Testfahrzeug aber noch mit einer Fülle an Extras geworden. Neben der schönen Lackierung hatten wir noch das "DS Inspiration OPERA"-Paket mit Nappaleder bezogenen Sitzen, eine Einparkhilfe vorne + Rückfahrkamera, eine induktive Ladestation, das DS Sensorial Drive, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz inkl. Massagefunktion, das Fahrassistenz-Paket sowie 18"-Alufelgen mit an Bord. Der Gesamtpreis knackt mit 40.792 Euro knapp die 40.000-Euro-Marke, lässt aber auch kaum noch Wünsche unerfüllt.

Im Innenraum zeigt sich der DS 3 Crossback genauso extravant wie beim Außendesign. Schon auf den ersten Blick gefällt der hochwertige Eindruck, den die gewählten Materialien hinterlassen, und der Mix aus Leder und Alu-Dekorelementen bietet bei aller Eleganz auch einen sportlichen Touch. Die Designer haben bewusst jedes Element so gestaltet, dass man es garantiert in keinem anderen Auto so vorfindet, außer in anderen DS-Modellen. Egal ob Luftausströmer, Boxen in der A-Säule oder Tastenfeld für Steuerelemente, alle Elemente sind in Form einer Raute gestaltet.

Zudem sind die Schalter für die Fensterheber in die Mittelkonsole gewandert, so wie es für DS-Autos Standard ist. Es ist schön, dass es noch Hersteller gibt, die ihre eigenen Trends setzen und sich von der breiten Masse abheben. Die Bedienung ist dabei trotz aller Extravaganz sehr einfach, und alles ist logisch angeordnet. Der Touchscreen gefällt zudem mit einer schönen Darstellung und einer ebenfalls sehr einfachen Bedienung. Ein Highlight ist auch der Digitaltacho, die Geschwindigkeitsanzeige imitiert dabei den von Citroen berühmten Lupentacho, womit der DS 3 Crossback eine Brücke zwischen Oldtimer-Feeling und modernster Technik schlägt.

Großzügige Ablagen und viel Platz für Fahrer und Beifahrer runden den positiven Eindruck weiter ab. Nicht ganz so rosig steht es um das Platzangebot im Fond, wo es doch sehr eng zugeht. Bei einer Länge von nur 411 cm muss man aber nun einmal auch mit Kompromissen rechnen. Das Kofferraumvolumen zeigt sich mit 350 bis 1.050 Litern Fassungsvermögen aber wieder sehr großzügig.

Für genug Fahrspaß sorgt auch der 1,2 Liter-PureTech-Benzinmotor mit einer Leistung von 155 PS (114 kW), der bei 1.750 U/Min ein maximales Drehmoment von 240 Nm liefert. Dass es sich nur um ein 3-Zylinder-Triebwerk handelt, merkt man nur bei voller Beschleunigung. Hier entwickelt der Motor einen etwas kernigeren Klang, wie man ihn von 3-Zylinder-Motoren kennt. Dank der sehr guten Geräuschdämmung dringt das Motorgeräusch aber nur sehr dezent in den Innenraum vor, und selbst bei Autobahntempo zeigt sich das Geräuschlevel im Innenraum auf Premium-Niveau.

Hervorragend harmoniert der Motor auch mit der fein und schnell schaltenden 8-Gang-Automatik. So hat man schon im Normal-Modus viel Spaß und erlebt sehr ansprechende Fahrleistungen. Dank der kompakten Abmessung ist der DS 3 Crossback sehr wendig zu bewegen und gefällt mit einer straffen und zugleich komfortablen Abstimmung. Man kann mit dem kleinen Crossover bequem weite Strecken absolvieren, hat aber dennoch immer eine perfekte Straßenlage und viel Spaß auf kurvenreichen Bergstraßen.

Wer in den Sport-Modus schaltet, erlebt eine nochmals geschärfte Abstimmung, und man sprintet in nur 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 km/h. Der Motor bringt die Kraft auch jederzeit gut auf die Vorderachse, lediglich bei nasser Straße merkt man, wie die Elektronik zu tun hat, um die Leistung auch auf die Straße zu bringen.

Beim Verbrauch zeigt sich der DS 3 Sportback dafür recht zurückhaltend. Wer es gemächlich angeht, kann die 5,5 Liter, die vom Werk angegeben sind, durchaus in greifbarer Nähe haben. Wir haben im Schnitt 7,1 Liter verbraucht, was uns in Bezug auf den gebotenen Fahrspaß und die Leistung aber auch nicht schreckt.

Von seiner besten Seite zeigt sich der DS 3 Crossback wenn es um das Thema Sicherheit geht. Der kleine SUV hat alles an Bord, was man auch in höheren Klassen vorfindet. Vom Toten-Winkel-Warner bis zum adaptiven Tempomat mit Stauassistent verwöhnt der DS 3 Crossback mit allem, was man sich nur wünschen kann. Durch das extravagante Design leidet aber die Rundumsicht, vor allem der hoch gezogene Karosserieteil hinter der B-Säule verdeckt einen großen Bereich des hinteren Fensters, der beim Blick nach hinten wichtig wäre.

In der Summe der Eigenschaften gibt es beim neuen DS 3 Crossback aber nur sehr wenig zu meckern, dafür sehr viele Dinge, über die man sich im täglichen Leben freut. Vor allem der luxuriöse und extravagante Auftritt spricht für den DS 3 Crossback. Damit hebt er sich von der großen Konkurrenz deutlich ab. Dem Preis entsprechend ist auch das Ambiente auf dem Niveau der Premium-Liga.

Abgerundet wird das Ganze noch von einem sehr agilen Antrieb, der in jeder Situation viel Fahrspaß bietet und auch auf weiten Etappen eine gute Figur macht. Wer es noch sparsamer möchte, sollte aber noch bis Frühling 2020 warten, dann kommt der kleine City-SUV mit Luxus-Ambiente auch als Elektro-Version auf den Markt.

Was uns gefällt:

Das Design, der Innenraum, die Extravaganz innen und außen, der Antrieb, der Fahrspaß, die Automatik

Was uns nicht gefällt:

Das Platzangebot im Fond, die Rundumsicht

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 4