Dacia Jogger Hybrid 140 Extreme im Test

Erstmals bietet Dacia jetzt mit dem Jogger auch ein Hybrid-Fahrzeug an. In unserem Testbericht verraten wir, wie diese Motorisierung zum praktischen Jogger passt.

Mit dem Jogger hat Dacia ein sehr interessantes Crossover-Modell mit Platz für bis zu sieben Personen im Programm.

Die Mischung aus Kombi, SUV und Van gefällt nicht nur mit einem sehr modernen und gefälligen Design, der Jogger soll auch eine mehr als vernünftige Art der Fortbewegung darstellen.

Der große Erfolg von Dacia liegt vermutlich genau darin, dass man Autos noch Autos sein lässt und nicht fahrende Computer auf die Räder stellt, die durch ihre Technik für die meisten ohnedies unerschwinglich werden, ohne dass sie auch nur einen einzigen Mehrwert bieten.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass der Jogger nicht ein durch und durch modernes Auto ist, welches mit einigen technischen Highlights aufwarten kann. Nur sind diese Highlights genau so dosiert, dass man sie mag, und sich nicht als Fahrer entmachtet sieht.

Als sehr moderne Ingredienzien hat unser Testfahrzeug den Hybrid-Antrieb unter der Haube und die Extreme-Ausstattung, die den Offroad-Charakter, der gerade so hip ist, nochmals unterstreicht.

In Kombination mit sieben Sitzplätzen kommt der Jogger damit auf einen Listenpreis von fair kalkulierten 26.890,- Euro, günstiger ist man sonst mit sieben Personen nur noch mit einem Gebrauchtwagen unterwegs.

Dabei ist schon eine durchaus komfortable Serienausstattung an Bord, unter anderem gibt es ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Multimediasystem mit 8“-Touchscreen, eine Rückfahrkamera, 16“-Alufelgen, eine Klimaautomatik und elektrische Fensterheber vorne und hinten.

Preislich sehr attraktiv

Optional hatten wir noch die Metallic-Lackierung, das Media-Nav-Navigationssystem, das City-Paket und die Sitzheizung für die Vordersitze an Bord.

Der Gesamtpreis liegt mit diesen Extras bei 28.689,50 Euro und somit noch immer unter der 30.000,- Euro-Marke, die mittlerweile schon von einigen Kleinwagen mit dieser Ausstattung durchbrochen wird.

Im Innenraum setzt sich der robuste und ehrliche Charakter des Jogger weiter fort. Von früheren Tagen sind zwar noch die etwas billig wirkenden Plastikflächen geblieben, diese sind aber mit schönem Stoffdekor versehen.

Das Cockpit mit den Stoffstreifen wirkt auf jeden Fall sehr ansprechend, und auch sonst fühlt man sich auf Anhieb sehr wohl. Uns gefällt dabei die Einfachheit – man hat alles was man braucht und findet sich schnell zurecht.

Auch der 8“-Touchscreen ist zwar in Bezug auf Darstellung und Navi-Karten recht einfach gestrickt, nur finden wir ihn deutlich angenehmer als manchen überdimensionierten Touchscreen, bei dem man sich gefühlt drei Stunden durch unzähliche Ebenen hanteln muss, um eine Kleinigkeit zu verstellen.

Bestens bedienbar sind auch Klimaanlage und andere wichtige Funktionen. Gepaart ist das Ganze noch mit vielen Ablagen und jeder Menge Platz.

Geräumiger Innenraum

Fahrer und Beifahrer können sich dabei natürlich über den meisten Raum freuen. Die Sitze sind sehr komfortabel, der Beifahrersitz aber etwas hoch positioniert und nicht in der Höhe verstellbar.

Zur großen Überraschung haben die Gäste in der zweiten und dritten Reihe in etwa gleich viel Platz für Knie und Kopf. Wer mit voller Besatzung unterwegs ist, hat noch 160 Liter Stauraum zur Verüfgung.

Der Fünfsitzer kommt auf 607 Liter Kofferraumvolumen, bei beiden Versionen stehen bei nur zwei Personen an Bord bis zu 1.819 Liter Stauraum zur Verfügung.

Um auch sparsam ans Ziel zu kommen, trifft man mit dem Jogger Hybrid wohl auch eine gute Wahl. Ein 1,6-Liter-Benziner mit 94 PS (69 kW) wird von einem 47 PS (35 kW) starken E-Motor unterstützt.

Die Systemleistung liegt bei 141 PS (104 kW), und vor allem von unten heraus wirkt der Jogger durch die Kombination von Verbrennungs- und E-Motor sehr spritzig.

Der Benziner liefert bei 3.200 U/Min ein maximales Drehmoment von 148 Nm, der E-Motor steuert nochmals 205 Nm vom Start weg dazu.

Sparsamer Begleiter

Wie bei den Konzernbrüdern von Renault und Mitsubishi kommt auch im Jogger das Multi-Mode-Automatikgetriebe zum Einsatz.

Das Getriebe zählt mit Sicherheit nicht zu den harmonischsten Möglichkeiten, die Gänge zu sortieren, im Dacia fühlt es sich aber dennoch etwas feinfühliger an als bei anderen bisher getesteten Fahrzeugen mit diesem Getriebe.

Der Wechsel zwischen E- und Verbrennermodus ist zwar spür- und hörbar, aber in der Summe der Eigenschaften wird die Arbeit sehr gut erledigt.

Man ist recht oft im reinen E-Modus unterwegs, und somit ist der Jogger Hybrid wirklich ein sparsamer Begleiter.

Die vom Werk angegebenen 4,7 bis 5,1 Liter sind durchaus realisierbar, wir sind bei unserem Test auf 5,2 Liter pro 100 Kilometern gekommen. Damit ist der Jogger Hybrid wohl auch eine der sparsamsten Möglichkeiten, sieben Personen zu transportieren.

Dank des 50 Liter-Tanks kommt man zudem fast 1.000 Kilometer weit, ohne einen einzigen Tankstopp – ein Wert, von dem E-Auto-Fahrer noch lange träumen können.

Bei den Fahrleistungen zeigt sich der Jogger Hybrid auch durchaus flott, für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 10 Sekunden, der Fünfsitzer schafft die gleiche Aufgabe sogar in 9,8 Sekunden.

Komfortable Abstimmung

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 167 km/h und sollte somit auch ausreichend sein. Der Jogger Hybrid ist auch sehr komfortabel gefedert, wodurch man weite Strecken gerne absolviert.

Dank des durch den Hybrid-Antrieb niedrigeren Schwerpunkts liegt der Jogger gut auf der Straße, wenngleich er dem Fahrer nicht immer dieses Gefühl vermittelt.

Auch bei der Sicherheitsausstattung ist alles grundlegend Wichtige an Bord, der praktische Crossover hat unter anderem einen Tempomat, einen Toten-Winkel-Warner und ein Kollisionswarnsystem.

Auf jeden Fall hat sich der Dacia Jogger Hybrid gut in unserem Test geschlagen. Er ist einfach sympathisch und kann neben seinem modernen Look auch mit viel Platz und einer ansprechenden Ausstattung aufwarten.

Der Dacia Jogger bietet alles, was man von einem Auto erwartet und bleibt in jede Richtung ein vernünftiges Fortbewegungsmittel. Er ist angenehm zu fahren und dank des Hybrid-Antriebs auch sehr sparsam zu bewegen.

Kein Wunder also, dass die Marke Dacia immer beliebter wird, der Jogger hebt sich auf jeden Fall positiv von den übertechnisierten Autos unserer Zeit ab und ist ein fairer Begleiter auf allen Wegen.

Was uns gefällt:

Das Design, der Fahrkomfort, die Ausstattung,  das Preis/Leistungsverhältnis, der spritzige und sparsame Hybridantrieb

Was uns nicht gefällt:

Das Multi-Mode-Automatikgetriebe könnte etwas harmonischer abgestimmt sein

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 3
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 2
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

Weitere Infos zu Dacia finden Sie unter www.dacia.at

Technische Daten Dacia Jogger:

Dacia Jogger Hybrid 140 Extreme
Testwagenpreis ohne Extras € 26.890,00
Testwagenpreis mit Extras € 28.689,50
davon Steuern € 5.173,51
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.598
Leistung PS/KW 94/69
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 148/3.200
Systemleistung PS/KW 141/104
Getriebe Multi-Mode-Automatik
Antriebsart Frontantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 10,0
Höchstgeschwindigkeit in km/h 167
Durchschnittsverbrauch in Liter 4,7 – 5,1
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 106 – 115
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 454,7
Breite in cm 178,4
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 169,1
Radstand in cm 289,7
Kofferraumvolumen in Liter 160 – 1.819
Tankinhalt in Liter 50
Leergewicht in kg 1.406
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 1.995
Max. Zuladung in kg 589