Ford Focus 2.0 TDCI Titanium im Test

Gut gemacht, Ford

Seit Februar gibt es bei Ford den neuen Focus . Neu? Wer sich nicht so gut in der Kölner Modellpalette auskennt, wird den Wechsel kaum wahrgenommen haben, denn auch der aktuelle Focus ist und bleibt ein Focus. Und das ist auch gut so. Dennoch ist das Fahrzeug zu Jahresbeginn massiv überarbeitet worden. Das fällt besonders im Innenraum wohltuend auf. Aber auch von außen heben sich alte und neue Ausgabe an einigen Stellen signifikant voneinander ab. Dabei tritt der Focus nicht nur optisch dynamisch auf, wie wir im 2.0 TDCI Titanium mit 100 kW / 136 PS erfahren konnten.

Sportlich war der Focus schon immer gestylt. Mit dem Facelift hat er in diesem Punkt noch weiter zugelegt, das konsequent dem scharf gezeichneten Kinetic-Design der Kölner folgt. Am einfachsten ist die neue Version an dem deutlich größeren Kühlergrill zu erkennen, der sich nun unterhalb der Stoßstange in Form eines Haifischmauls präsentiert. Seitliche Sicken und die akzentuierter geformte Motorhaube verleihen dem Ford eine sehr selbstbewusste Form . Hinten schmücken den Focus außerdem eine neue, etwas größere und ein Stück weiter nach hinten gezogene Heckscheibe sowie geänderte Rückleuchten. Vom Mondeo wurden unter anderem das Notbremslicht und der Easy-Fuel-Tankstutzen , der eine Fehlbetankung ausschließt, übernommen.

Auch im Innenraum orientiert sich der Focus nun an Mondeo und S-Max . Neu gestaltete Instrumente, die Softtouch-Oberfläche des Armaturenbretts und der oberen Hälfte der Türverkleidungen sowie nett gesetzte Chromakzente machen den Focus mehr als behaglich. Fondpassagiere müssen wegen des abfallenden Dachs kleine Abstriche bei der Kopffreiheit hinnehmen, in der Regel reicht der Platz aber. Ungewohnt, aber praktisch sind die an den Sitzseiten angebrachten Ablagefächer für die Mitfahrer hinten. Die Topausstattung Titanium bietet zusätzlich Annehmlichkeiten wie Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz, eine ausziehbare Armlehne in der Mittelkonsole und Sportsitze vorn sowie Dreispeichen-Lederlenkrad .

Die coupéartige Dachlinie des Kompakten aus Köln passt hervorragend zu dem munteren 2-Liter-Dieselmotor mit 100 kW / 136 PS : Der Focus tritt nicht nur äußerlich dynamisch auf, er fährt sich auch so. Das Fahrwerk gehört ganz klar zu den besten, die die Kompaktklasse derzeit zu bieten hat. Der Focus liegt satt auf der Straße und zeigt in flotten Kurven beruhigende Spurstabilität. Auch bei Höchstgeschwindigkeit um die 200 km/h lässt sich der Focus nicht von Bodenwellen, Querfugen oder wechselnden Fahrbahnbelägen aus der Ruhe bringen.

Komfort und Geräuschdämmung wurden im Rahmen der Modellpflege nochmals verbessert . So sind das lauteste bei höherem Tempo die Windgeräusche an der A-Säule. Die kurzen Schaltwege des 6-Gang-Getriebes mit präziser Führung und die direkt sowie zielgenau ansprechende Lenkung lassen ab 1.800 Umdrehungen in der Minute jede Menge Fahrfreude im Ford aufkommen. Die von uns im Durchschnitt verbrauchten 8,2 Liter gehen auf das Konto sportlich orientierter Fahrweise und schneller Autobahnetappen. Ford gibt mehr als 2,5 Liter weniger an.

Erfreulicherweise geht das schnittige Design nicht zu Lasten der Zweckmäßigkeit. Mit 396 Liter Gepäckraum bietet der Focus mehr als in dieser Klasse üblich. Die Zuladungskapazität von 634 Kilogramm ist ebenso ein Wort wie die 1.500 Kilogramm Anhängelast . Gut gemacht, Ford.

auto-reporter

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