Honda Jazz Sport - Fahrbericht

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Äußerlich modisch-auffällig mit markantem Frontteil, innen in Relation zu den Abmessungen erstaunlich geräumig - so präsentiert sich gegenwärtig die Spitzengruppe der Kleinwagen, die in Europa immerhin 25 Prozent aller Auto-Verkäufe ausmachen. Zu dieser Phalanx geräumiger Stadtflitzer gehört auch der Ende letzten Jahres überarbeitete Honda Jazz , der mit seinem variablen Innenraumkonzept und drehfreudigen Motoren sowohl Familienkutsche als auch begehrtes Fortbewegungsmittel für Junggebliebene und jüngere Menschen sein will. Eine besondere Spezie ist die Top-Version 1,4i ES Sport , die vor allem diejenigen Kunden in ihren Bann ziehen will, die sich manchmal auch nur aus Freude am Fahren hinters Steuer setzen.

Äußerlich ein Hingucker, hat der nur 3,83 Meter lange Honda Jazz dennoch seine hervorstechenden Vorzüge innen und vor allem unterm Blech. Mit einem ausgeklügelten Nutzungskonzept samt üppigem Platzangebot kommt er beispielsweise jungen Müttern entgegen. Doch auch andere Fahrer und Insassen werden sicher nichts gegen das großzügige Raumgefühl mit viel Kopf-, Bein- und Ellenbogenfreiheit , die straff  ausgelegten aber dennoch komfortablen Sitze, eine Vielzahl von praktischen Ablagen sowie die hochwertig wirkenden Materialien und die saubere Verarbeitung haben. Das höhenverstellbare Lenkrad und der Schalthebel liegen gut zur Hand, die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf und die Instrumente sind auch bei Gegenlicht ohne Mühe ablesbar.

Einen besonderen Pluspunkt verdient sich der Honda Jazz durch sein Kofferraum-volumen von 380 Litern, die gute Zugänglichkeit und vor allem die Kofferraum-Variabilität . Die geteilte Rückbank lässt sich mit einem Handgriff in den Boden versenken, so dass ein völlig ebener Ladeboden entsteht. Das ist inzwischen zwar nicht mehr einzigartig, aber die Leichtigkeit, mit der man den Jazz blitzschnell in einen Klein-Lieferwagen mit dann 1323 Liter Volumen bei einer Zuladung von 415 Kilogramm Zuladung verwandeln kann, beeindruckt immer wieder.

Das 1,4-Liter-Triebwerk mit 83 PS / 61 kW und einem maximalen Drehmoment von 119 Newtonmetern bei 5700 Umdrehungen, einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h sowie einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 13 Sekunden verrät auf dem Papier nicht, was der Motor wirklich leisten kann. Drehfreudig und mit erstaunlicher Durchzugskraft auch im unteren und vor allem mittleren Drehzahlbereich entpuppt sich der Jazz wenn man will als kleine Rennziege. Möglich macht das auch das straffe Fahrwerk, das untersteuernd ausgelegt ist und damit auch weniger geübten Fahrern keine Schwierigkeiten bereitet. In Verbindung mit der präzisen und leichtgängigen Schaltung sowie dem kurz abgestuften Fünfgang-Getriebe ist der Jazz zweifelsohne ein Fahrerauto. Lediglich die Lenkung könnte bei strammem Vorwärtsdrang mehr und damit besseren Fahrbahnkontakt vermitteln.

Das serienmäßige Elektronische Stabilitäts-Programm, das bei Honda VSA (Vehicle Stability Assist) heißt, greift relativ spät ein. Doch ist im Falle eines Falles gut zu wissen, dass man auf diese "Hilfskraft" zurückgreifen kann. ABS, Airbags für Fahrer- und Beifahrer und Seiten-Airbags vorne komplettieren die Sicherheitsausstattung . Dank umfangreicher Komfort-Ausstattung und realistischem Benzinverbrauch - trotz zügiger Fahrweise - von knapp sieben Liter Super, wartet der Honda Jazz Sport mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auf. An Extras sind auf Wunsch eine Metallic-Lackierung, ein elektrisches Glas-Hub-Schiebedach und ein DVD-Navigationssystem erhältlich.

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