Hyundai H-1 BUSINESS VAN 2.5 CRDi im Test

Ordentlich Platz für Passagiere und Gepäck

Längst haben Klein- und Kompaktwagen aus Korea preislich an die europäische Konkurrenz aufgeschlossen. Dass dennoch immer noch die eine oder andere Preisüberraschung möglich ist, beweist in diesem Jahr Hyundai. Mit dem H-1 BUSINESS VAN steht die Kleinbusvariante ab 26.748 Euro bei den Händlern. Das ist ein unschlagbar günstiges Angebot, denn immerhin hat der koreanische Achtsitzer einen 2,5-Liter-Turbodiesel unter der Haube. Für ca. 1.000 Euro Aufpreis gibt es statt der 116 PS eine 170 PS Variante .

Die Seitenlinie des H-1 BUSINESS VAN wirkt klassentypisch wenig aufregend. Je eine geschwungene Sicke deuten aber über den Rädern Kotflügel an und lockern so die Silhouette angenehm auf. Das Heck gibt sich nüchtern-sachlich.

Bei der Serienausstattung trumpft der BUSINESS VAN nicht nur mit dem Motor auf. Zwei seitliche Schiebetüren sind ab Werk ebenso selbstverständlich wie Nebelscheinwerfer , Klimaanlage , CD-Radio und ESP mit Traktionskontrolle und Überschlagschutz . Die Lüftung lässt sich zudem für die beiden Fondreihen separat regulieren. Vermisst haben wir allerdings eine Armlehne für den Fahrer und einen Heckscheibenwischer. Einziges bestellbares Extra für die Variante mit dem stärkeren der beiden Motoren ist die Metallic-Lackierung .

Das Armaturenbrett weist im oberen Bereich PKW-typischen aufgeschäumten Kunststoff auf, präsentiert sich ansonsten aber mit schlichter Sachlichkeit auf BUSINESS VAN-Niveau . Drei klassische Rundinstrumente mit beinahe riesigen Ziffern dominieren das Cockpit mit farblich abgesetzter Mittelkonsole. Zwischen den beiden Vordersitzen bleibt ein großzügiger Durchgang.

Haltegriffe an A-und B-Säule erleichtern den Einstieg vom niedrigen Trittbrett auf die hochliegenden Sitze. Warum die Einstiegshilfe aber auf der Beifahrerseite fehlt, bleibt das Geheimnis der Konstrukteure.

Der 170-PS-Motor ist die große Stärke des Hyundai. Er zieht auch im fünften Gang bei höherem Tempo gut durch und verschafft sich erst jenseits der 140 km/h etwas stärker Gehör. Reisegeschwindigkeiten von 160 km/h auf der Autobahn stellen dennoch kein Problem dar. Gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment allerdings die doch recht schwammig ausgelegte Servolenkung. Rückwärtiges Rangieren geht dank großer Rückspiegel , der klaren Heckform und des serienmäßigen hinteren Park-Assistenten hingegen leicht von der Hand. Auch der relativ kleine Wendekreis trägt zum einfachen Umgang mit dem Riesen bei.

Bei 5,13 Meter Länge bleibt hinter der dritten Sitzreihe auch bei voller Passagierbelegung noch ordentlich Platz für Gepäck. Komfort dürfen vor allem die Mitfahrer in der mittleren Reihe genießen. Die im Verhältnis 60:40 geteilte Bank ist um eine Position verschiebbar. Für längere Reisen lassen sich zudem die Rückenlehnen in eine angenehme Ruheposition nach hinten klappen. Letzteres gilt auch für Reihe 3. Damit hat es sich dann aber leider auch. Die Lehnen lassen sich weder ganz nach vorne umlegen, noch die Sitzflächen hochklappen, geschweige denn zumindest die hintere Sitzbank ausbauen. So wird selbst die Mitnahme eines Fahrrads zum Problem . Hier haben die Koreaner eine riesige Chance vertan. Das weiß auch der heimische Importeur und hat die Konzernzentrale in Seoul bereits entsprechend darauf hingewiesen. Selbst bei 1.000 Euro oder 1.500 Euro Mehrpreis für höhere Flexibilität bliebe der H-1 ein Sonderangebot - würde aber sicher noch weit mehr Käufer überzeugen können.

auto-reporter

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