Hyundai i10 1.1 CRDi - Testbericht

2009 soll eine i-blue-Version mit weniger als 100 g/km CO2 auf den Markt kommen

Der Hyundai Atos gilt als praktischer, aber wenig aufregender Mini-Van für den Stadtverkehr. Der Nachfolger heißt i10 , macht Schluss mit dem eckigen Design und soll auch auf längeren Strecken bequemes Autofahren bieten. Erstmals bekommt Hyundais kleinstes Modell auch einen Dieselmotor spendiert.

Keine Frage, der Designwandel vom Eckigen zum Runden ist gelungen. Herausgekommen ist ein cW-Wert von immerhin 0,32. Die Front orientiert sich mit der markanten Chromleiste ein wenig am Auftritt des i30, dem ersten Modell mit der neuen Nomenklatur bei Hyundai. Gleiches gilt für die Rückleuchten. Insgesamt ist der i10 eine freundliche Erscheinung. Die 3,57 Meter Fahrzeuglänge schlagen sich nicht in beengten Innenraumverhältnissen nieder. Der i10 legte hier bei nahezu allen wichtigen Maßen gegenüber dem Atos zu. Große Fensterflächen , leicht erhöhte Sitze und vor allem mehr als ausreichend Kopffreiheit sorgen für ein großzügiges Raumgefühl. Die Sitze sind angenehm straff gepolstert und lassen auf eine gewisse Langstreckentauglichkeit schließen. Der Schaltheber ist angenehm hoch platziert.

Auch hinten gehen Bein- und Kopffreiheit für ein Fahrzeug des wachsenden A-Segments in Ordnung. Nur wenn auch noch ein dritter Mitfahrer im Fond Platz nimmt, wird es etwas eng. Der Kofferraum liegt mit 225 Litern Gepäckvolumen über dem Klassendurchschnitt . Durch Umlegen der im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzbank vergrößert sich die Ladekapazität auf 910 Liter. Schade nur, dass trotz hochklappbarer Sitzfläche die Lehne eine Stufe hinterlässt.

Innen dominiert schwarzes Hartplastik , das aber keineswegs unangenehm wirkt. Bereits ab der Basisversion ist ein CD-Radio mit MP3-Funktion und zusätzlichem AUX-Anschluss für ein externes Gerät mit an Bord.

Der Dreizylinder-Diesel im 1.1 CRDi wurde in Deutschland entwickelt. Er ist mit 55 kW / 75 PS ausreichend stark, verlangt aber deutlich nach Drehzahl. Im Stadtverkehr belässt es der Fahrer am besten maximal beim 3. Gang und auf verwinkelten Landstraßen sollte selten über den 4. Gang hinausgegangen werden. Der Motor überzeugt mit annehmbarem Durchzug und ringt bei Beschleunigung zwischen 60 und 100 km/h dem schwächer motorisierten Benziner über drei Sekunden ab. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 163 km/h ebenfalls spürbar höher. Nur im Sprint von null auf 100 km/h muss sich der Selbstzünder mit 15,8 Sekunden dem Benziner knapp geschlagen geben. Der i10 neigt in flott angegangenen Kurven zu leichtem Übersteuern, bleibt aber stets gut beherrschbar. ESP kostet 525 Euro extra .

Rund fünf, maximal zehn Prozent der i10-Käufer werden nach Einschätzung von Hyundai zum sparsamen Diesel greifen, der auf Überlandfahrten nach EU-Norm mit 3,8 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer und 114 Gramm CO2 pro Kilometer auskommen soll. Er soll vor allem bei Flottenkunden seine Abnehmer finden und wird leider nur in der teureren Ausstattung Cool und Comfort angeboten. Sie umfasst zusätzlich Seitenairbags für Fahrer- und Beifahrer, elektrische Fensterheber und einen höhenverstellbaren Fahrersitz sowie Drehzahlmesser, Alarmanlage, mehr Ablagemöglichkeiten und einige farbliche Akzente.

Der 1,1-Liter-Benziner mobilisiert 49 kW / 67 PS und lässt sich deutlich schaltfauler fahren. Es mangelt ihm aber an Durchzug. Abhilfe könnte der für Herbst angekündigte neue 1,2-Liter-Motor schaffen, für den es dann auch ESP geben wird. Der Durchschnittsverbrauch beträgt rund 5 Liter pro 100 Kilometer, was einen CO2-Ausstoß von um die 120 Gramm je Kilometer bedeutet. Für 2009 kündigt Hyundai eine verbrauchsoptimierte i-blue-Version mit weniger als 100 g/km CO2 an.

auto-reporter

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