Infiniti FX 30d S Premium Black and White Edition - Testbericht

Speziell für Europa hat Infiniti das auf 500 Stück limitierte Sondermodell FX Black & White Edition aufgelegt. Wir haben den noblen Japaner getestet.

Der Infiniti FX hat auch nach einigen Jahren noch nichts von seiner Anziehung verloren und wirkt auch nach fünf Produktionsjahren noch frisch wie am ersten Tag. Die Mischung aus bulligem Auftritt, sportlicher Form und luxuriösem Ambiente wird jetzt mit dem Sondermodell Black & White Edition noch weiter hervor gehoben.

Das auf 500 Stück limitierte Sondermodell hat den bewährten 3,0 Liter V6 Dieselmotor unter der Haube und basiert auf der Top-Ausstattungslinie S Premium. Beim Listenpreis von 77.686 Euro bleiben dann auch keinerlei Wünsche offen, und die Sonderedition hat schon serienmäßig an Bord, was bei anderen Premium-Herstellern noch immer aufpreispflichtig ist.

Neben ABS, ESP und 6 Airbags sind auch noch Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein Auffahrwarnsystem, ein intelligenter Bremsassistent, ein Spurhalteassistent mit Spurverlassenswarner, ein adaptiver Tempomat, eine aktive Hinterradlenkung, ein Fahrwerk mit elektronischem Dämpfungsregler, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, eine elektrische Heckklappe, das Connectiviti+ System inkl. Navi, ein Bose Premium-Soundsystem mit 11 Lautsprechern, Regen- und Lichtsensor, Ledersitze inkl. Klimatisierung vorne, ein elektrisches Glasschiebedach und ein Rundumsicht-Monitor inkl. Parksensoren mit an Bord.

Das Sondermodell, welches nur in Obsidian Black oder Moonlight White erhältlich ist, verfügt zudem noch über 21"-Leichtmetallfelgen im Turbinenlook, Klavierlack- und Aluminiumeinlagen im Innenraum sowie die Ledersitze in Graphite mit Kontrastnähten.

Die für unseren Test gewählte Black Edition erstrahlt somit schwarz wie die Nacht, lediglich die feinen Aluminium-Zierelemente verleihen dem Innenraum einen noblen Kontrast. Infiniti hat sich dabei sehr angestrengt, damit alles harmonisch abgestimmt ist und der Innenraum nach wie vor einen sehr eleganten Eindruck vermittelt. Alle gewählten Materialien wirken sehr hochwertig, und das sportliche Design der Armaturen gefällt ebenfalls noch nach vielen Jahren.

Die bequemen Sitze lassen sich zudem vielfach verstellen und bieten somit Fahrern jeder Größe eine ideale Sitzposition. Sehr angenehm ist auch die Sitzklimatisierung, die im Sommer das Leder kühlt und im Winter wärmt. Lediglich die kleinen Drehknöpfe in der Mittelkonsole, über die die Klimatisierung der Sitze gesteuert wird, könnten etwas übersichtlicher sein, da man kaum erkennt, was gerade ein- oder ausgeschaltet ist.

Das Platzangebot ist der sportlichen Optik entsprechend recht knapp bemessen. Während Fahrer und Beifahrer fürstliche Platzverhältnisse vorfinden, wird es im Fond etwas enger, und auch der Kofferraum ist mit 410 Liter Fassungsvermögen nicht gerade von der größten Sorte. Durch Umklappen der Rücksitze erreicht man dann noch ein Volumen von 1.305 Liter. Zudem bietet der FX viele praktische Ablagen und Getränkehalter.

Bei der Motorisierung ist alles beim Alten, der 3,0 Liter V6 Turbodiesel mit einer Leistung von 238 PS (175 kW) erfreut mit einem ruhigen Lauf und kraftvollen Antritt. Sein maximales Drehmoment von 550 Nm liefert der Motor bereits bei 1.750 U/Min, doch schon darunter bietet der FX Diesel viel Kraft.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgt in 8,2 Sekunden, und man ist bis zu 212 km/h schnell unterwegs. Geschaltet wird über eine 7-Gang-Automatik. Die Gänge werden schnell und sanft sortiert, auf Wunsch kann man diese auch via Schaltwippen am Lenkrad wechseln.

Schon im Normal-Modus lässt sich der FX sehr sportlich bewegen, hier merkt man nicht, dass er eigentlich für den US-Markt konzipiert wurde. Der FX liegt satt auf der Straße und bleibt dennoch sehr komfortabel. Die Lenkung ist dabei sehr leichtgängig, könnte aber noch eine Spur direkter sein. Wer auf noch mehr Sportlichkeit Wert legt, kann in den Sport-Modus wechseln, wo die Abstimmung noch eine Spur straffer wird. Die Harmonie leidet darunter kaum, und man hat das Gefühl, dass der FX im Sport-Modus noch einen Tick besser auf der Straße liegt, als er es ohnedies schon tut. Dank dem serienmäßigen Allradantrieb wird die Kraft immer perfekt dort hin geleitet, wo sie benötigt wird.

Auch wenn der FX natürlich kein Offroader der alten Schule ist, so kommt man auch abseits der befestigten Straßen gut voran und das auf alle Fälle auch im Winter, wenn es zum Schifahren in die Berge geht. Seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen den FX zu einem idealen Begleiter auf allen Straßen. Selbst in der Stadt verliert seine gewaltige Größe an Schrecken, da er mit dem 360 Grad-Monitor auch beim Einparken die der sportlichen Optik geopferte Übersichtlichkeit perfekt kaschieren kann.

Überhaupt wird das Thema "Sicherheit" beim Infiniti FX groß geschrieben. Der adaptive Tempomat mit seiner "Low-Speed-Following-Funktion" konnte in unserm Test ebenso überzeugen wie das Auffahrwarnsystem oder der intelligente Bremsassistent.

Auch der Spurhalteassistent bietet im Notfall viele Vorteile, der Spurverlassenswarner neigt aber dazu, den Fahrer etwas zu nerven - vor allem auf schmalen Straßen, wo die Breite des Fahrzeugs eine Rolle spielt, ist man schließlich öfters bewusst schon auf der Linie unterwegs. Bei diesem System merkt man dann doch, dass der FX für die breiten Straßen und Parkplätze in Nordamerika konzipiert ist. Auf typischen US-Parkplätzen verschwindet der FX in etwa so wie bei uns ein Smart, bei uns merkt man die Größe des Fahrzeugs aber deutlich.

Dass das über 2 Tonnen schwere SUV dann auch bei der Sparsamkeit nicht gerade ein Musterschüler ist, seih ihm daher verziehen. Die vom Werk angegebenen 9,0 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer sind aber durchaus im Bereich des Möglichen, in unserem Test hat sich der FX mit 9,5 Liter begnügt - trotz sehr zügiger Fahrweise und ohne Scheu vor Überholmanövern auf der Landstraße.

Auf jeden Fall bietet Infiniti mit dem FX nach wie vor ein SUV, welcher sich wohltuend von der breiten Masse abhebt und hervorsticht. Dabei ist vor allem die noble Black and White Edition nochmals eleganter und hochwertiger, wodurch der FX hier seinen Anspruch, in der Premium-Liga zu spielen, deutlich unterstreicht. Eine Top-Verarbeitung, hochwertige Materialien und eine gute Sicherheitsausstattung runden den positiven Eindruck weiter ab.

Was uns gefällt:

das Design, die überkomplette Ausstattung, das noble Ambiente, die Sicherheitsausstattung, der kraftvolle Motor

Was uns nicht gefällt:

der recht kleine Kofferraum

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 3
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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