Kia Ceed Modell 2010 im Test

Koreas Bestseller

Ende 2006 ist Kia mit der Einführung des Cee´d der Durchbruch im Kompaktwagen -Segment geglückt. Der Cee´d ist der erste Kia, der ausschließlich für den europäischen Markt entwickelt wurde, und er hat sich, vor allem in Österreich und den Ostmärkten, zum Bestseller entwickelt. Bis Ende Juli 2009 war der Cee´d der meistverkaufte Koreaner in Österreich und lag in der Zulassungsstatistik in seiner Klasse auf Platz 3 hinter VW Golf und Audi A3.

Damit diese Erfolgssträhne anhält, spendierte Kia schon nach relativ kurzer Zeit ein Facelift mit vielen technischen Neuerungen . Optisch ist der kompakte Koreaner vor allem an der neuen Front und der überarbeiteten Heckschürze zu erkennen. Die neuen Scheinwerfer sind dabei das markanteste Erkennungszeichen, bleiben aber dem Kombi "SW" und dem 5-türigen Cee´d vorbehalten, der Pro Cee´d erhält erst in einem Jahr die neue Optik. Die technischen Neuerungen und der neue Innenraum sind aber schon bei allen drei Modellen zu finden.

Highlight der neuen Modelle ist das "Eco Dynamics"-Paket , das die ISG Start & Go Automatik, die Michelin Leichtlaufreifen und eine geänderte Motorsteuerung beinhaltet und für die 1,4 und 1,6 Liter Modelle ohne Automatikgetriebe verfügbar ist. Dieses Paket soll den Verbrauch und CO2-Ausstoß um bis zu 10 % verringern. Der 1,6 Liter Dieselmotor mit 90 bzw. 115 PS kommt so auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,0 Liter bzw. einen CO2-Ausstoß von 115g pro Kilometer. Der Kunde kann beim neuen Cee´d aus drei Benzin- und zwei Dieselmotoren wählen. Die Leistung reicht dabei von 90 bis 143 PS für die Benziner und von 90 bis 140 PS für die Dieselmodelle.

Bei der Ausstattung stehen fünf verschiedene Linien bereit (Cool, Motion, Active, Active Pro und xR), wobei schon die Basisversion überkomplett ausgestattet ist.
Das überarbeitete Armaturenbrett ist in allen Modellen ebenso dabei wie das komplett neu gestaltete Lenkrad, über das man bei allen Modellen die Audioanlage, den Bordcomputer und die Bluetooth-Freisprecheinrichtung bedienen kann. Ebenso verfügt schon das Basismodell über eine Klimaanlage, i-Pod und USB-Anschluss, sowie ABS, 6 Airbags, ESP (welches bei Kia "ESC" genannt wird) und einen Berganfahrassistenten.

Für einen direkten Vergleich haben wir den 1,6 Liter Benzinmotor und den 1,6 Liter Dieselmotor , beide mit 115 PS und Eco-Dynamic Paket, gewählt. Der Vorteil des Dieselmotors liegt eindeutig im niedrigeren Verbrauch, immerhin sind wir trotz Autobahn und flotter Landstraßenpassagen auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,2 Liter gekommen. Beim Benzinmotor muss man schon mit zwei Liter mehr pro 100 Kilometer rechnen.

Bei der Leistung sind sich beide Triebwerke recht ähnlich. Während der Benziner schneller im Sprint ist (10,8 zu 11,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h), überzeugt der Diesel dank des höheren Drehmoments (255 Nm zwischen 1.900 und 2.750 U/min zu 154 Nm bei 5.200 U/min) mehr beim Durchzug. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 188 km/h bei beiden Modellen gleich.

Für Vielfahrer ist eindeutig der Diesel die bessere Wahl. Wer nur Kurzstrecken zurücklegt und kein Kilometerfresser ist, ist auf jeden Fall mit dem Benziner besser bedient. Vom Fahrkomfort sind sich zudem beide Modelle gleich.

Der Cee´d ist perfekt für den europäischen Geschmack abgestimmt und liegt gut in den Kurven, ohne dabei über ein zu hartes Fahrwerk zu verfügen. Im Innenraum fühlt man sich auf Anhieb wohl, es ist schnell eine passende Sitzposition gefunden, und die verwendeten Materialien wirken sehr hochwertig. Das neue Lenkrad liegt zudem sehr gut in der Hand, und die Steuerung für Radio und Tempomat ist auch intuitiv zu bedienen.

Große Trümpfe des Cee´d sind aber natürlich auch sein Preis und die 7-Jahre Garantie auf den Antriebsstrang. Das günstigste Modell, der Pro Cee´d Cool 1,4 CVVT Eco Dynamics, kommt auf 15.490 Euro, das Topmodell, der Cee´d SW xR 2.0 CRDi, wechselt für 25.690 Euro den Besitzer. Erhältlich ist der neue Cee´d ab Ende September.

Kommentare