Kia Cee'd SW 1.6 CRDi xR - im Test

Fein-Justierung: Nach knapp drei Jahren verpasst Kia seinem Erfolgsmodell Cee’d ein Facelift und spendiert ihm ein umweltfreundliches Start-Stop-System.

Binnen weniger Jahre hat sich Kia (noch schneller als Konzernmutter Hyundai) auf dem österreichischen Markt festgesetzt. Zuerst verkauften sich die Koreaner ausschließlich über ihren günstigen Preis , doch spätestens mit der Etablierung eines starken Europa-Stützpunktes schlug man bei uns voll ein.

Mit guter Qualität, moderner Technik , europäischem Design , europäischer Fertigung und nach wie vor fairen Preisen ließen Hyundai/Kia die jüngste Automobilkrise an sich abperlen wie eine Gore-Tex-Jacke die Regentropfen. Das Facelift am „SW“ oder „Sporty Wagon “ genannten Kombi war kein wirklich erzwungenes, man justierte bloß ein wenig die Zeitgeist-Schraube. Zunächst gestaltete man die Front strenger und linearer . Wo früher freundliche Rundungen dominierten, herrscht nun das neuerdings moderne Lineal. VW macht das schließlich nicht anders.

Auch der Innenraum wurde in Richtung moderner und hochwertiger getrimmt: Das Lenkrad erhielt einen kompakteren Pralltopf sowie als dritte Strebe eine elegante Alu-Einlage plus zahlreiche Fernbedien-Funktionen. Die Mittelkonsole wird künftig von einem runden Steuerelement dominiert – gleichermaßen logisch wie elegant.

Motorisch änderte sich im Prinzip nicht viel: Der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner wurde von 105 PS auf 90 PS reduziert, die weiteren Benziner blieben mit 115 (auch mit Automatik erhältlich) und 143 PS gleich. Dieselseitig das gewohnte Bild: 90, 115 und 140 PS. Die große technische Neuerung ist der Schritt hin zu mehr Umweltfreundlichkeit .

Denn: Hinter dem Namen „ecoDynamics “ versteckt sich ein Paket aus einem Start-Stop-System , bei Kia „ISG“ (intelligent stop & go) genannt, einem Gaspedal, das Vollgas nur erschwert zulässt (ähnlich dem Kickdown“ bei Automatik-Getrieben) und Michelin-Leichtlaufreifen .

Wir testen den Diesel-Kombi mit 115 PS. Preislich schlägt sich unser Testwagen in der Topausstattung xR mit 24.190,- Euro zu Buche. xR-typisch sind Ausstattungsdetails wie Glasschiebedach , 17-Zöller (diesfalls nicht als Leichtlaufreifen), Teilledersitze , Chrompedale und abgedunkelte Seitenscheiben. Zweizonen-Klima, Tempomat, Sitzheizung, Bluetooth-Freispreicheinrichtung, USB-Anschluss etc. sind sowieso an Bord. Darunter gibt es vier weitere Ausstattungsvarianten: „Cool “, „Motion “, Active “ und „Active pro “. Den 115-PS-Diesel erhält man zumindest als „Motion“ (gegenüber dem „Cool“ unter anderem um Klimaautomatik und hintere Fensterheber reicher) um 21.090,- Euro. Auch dieser ist keineswegs ein spartanisches Angebot. Die Extras halten sich dagegen in Grenzen: Metallic-Lack (400,- Euro), Einparkhilfe (400,- Euro) und Navigationssystem (800,- Euro), das war’s auch schon.

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