Der neue Kia Sorento im Test

Größer, stärker, sparsamer

Der neue Sorento ist eine komplette Neuentwicklung , außer dem Namen teilt sich der Offroader nicht mehr viel mit seinem Vorgänger. Bei den Abmessungen hat der Koreaner um 9,5 Zentimeter zugelegt und kommt nun auf eine Außenlänge von 468,5 Zentimeter, dafür ist der Sorento nun auch als 7-Sitzer erhältlich.

Leistungsmäßig hat das neue Modell ebenfalls ordentlich zugelegt. Statt des 2,5 Liter Dieselmotors mit 170 PS gibt es nun einen 2,2 Liter Diesel mit 197 PS . Der Verbrauch konnte dennoch auf 6,5 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden, was nicht nur der neuesten Motortechnik zu verdanken ist, sondern auch der Gewichtseinsparung gegenüber dem Vorgänger von bis zu 215 kg und einem von 0,42 auf 0,38 verbesserten CW-Wert. Zusätzliches Sparpotential beim Verbrauch hat der Verzicht auf den Allradantrieb gebracht, der Sorento ist nun nämlich auch in einer 2WD Variante mit Frontantrieb erhältlich.

Neben dem Dieselmotor steht noch ein 2,4 Liter Benzinmotor mit 174 PS zur Verfügung, der in Österreich aber sicher ein Schattendasein führen wird.
Beide Motoren sind sowohl mit 6-Gang Schaltgetriebe als auch mit 6-Gang Automatik verfügbar. Bei der Ausstattung kann der Kunde zwischen den Linien "Cool", "Active" und "Active Pro" wählen. Serienmäßig haben alle Sorento unter anderem ABS, ESP, 6 Airbags, Klimaanlage, Radio mit CD/MP3-Player und I-Pod/USB-Anschluss sowie Leichtmetallfelgen an Bord.

Preislich startet der Sorento als 2,4 Liter Benziner 2WD "Cool" um 30.990 Euro, das Topmodell 2,2 CRDI Diesel 4WD "Active Pro" kommt auf 42.990 Euro.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir sowohl dem Diesel, als auch dem Benziner etwas auf den Zahn fühlen. Schon nach wenigen Metern Vergleichs-möglichkeit kann man dabei den Diesel zum Sieger dieses internen Duells wählen, der in allen relevanten Punkten überzeugen kann. Neben den guten Beschleunigungswerten (0 auf 100 km/h in 10,0 Sekunden) kann der Dieselmotor vor allem beim Zwischenspurt überzeugen, da er immer gut am Gas hängt. In der 6-Gang-Automatik hat der Motor zudem den perfekten Partner gefunden, die Schaltvorgänge passieren ruckfrei und schnell. Mit einem erzielten Durchschnittsverbrauch von 8,5 Liter auf 100 Kilometer ist der Diesel zudem auch noch um fast 4 Liter sparsamer als sein Benzinkollege.

Das Fahrwerk wurde zwar für den europäischen Markt adaptiert, kann seine Gene aus der US-Fertigung aber nicht leugnen. In flott gefahrenen Kurven wirkt der große Geländewagen etwas schwammig, bietet aber trotzdem genügend Sicherheitsreserven.

Im Innenraum kann der Sorento dann wieder voll überzeugen. Auf den ersten beiden Reihen genießt man vorzügliche Platzverhältnisse, die dritte Reihe ist jedoch nur für Kinder gut geeignet. Das Kofferraumvolumen reicht beim 5-Sitzer von 531 bis 1.546 Liter und ist im Vergleich zum Vorgänger auch ordentlich gewachsen.
Aber auch in Punkto Innenraumdesign hat der Sorento ordentlich zugelegt. Die Armaturen wirken sehr modern, sind gut ablesbar, und die Mittelkonsole ist sehr übersichtlich gestaltet. Zudem gibt es jede Menge Ablagemöglichkeiten, und unter der vorderen Mittelarmlehne findet sich ein Ablagefach, das es beinahe mit so manchem Kofferraumvolumen eines Kleinwagen aufnehmen könnte.

Wer sich selbst vom neuen Kia Sorento überzeugen möchte, kann dies ab Ende September tun, das neue Modell nämlich auch in Österreich verfügbar.

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