Kia Soul 1.6 CRDi - Testbericht

Das Urban Crossover Passenger Car wird im Februar 2009 nach Europa kommen

Kia hat sein neues Fahrzeug Soul in Südkoreas Hauptstadt Seoul der Presse präsentiert und es sehr genossen, dass sich die Namen von Stadt und Auto exakt gleich aussprechen. Der " Urban Crossover Passenger Car " wird im Februar 2009 auf den europäischen Markt kommen. Der Soul, dessen Namen im Englischen für Seele steht, soll auffallen, auf den städtischen Lebensstil zugeschnitten sein und so seine Nische im Fahrzeugangebot finden. Die Preise hat Kia noch nicht mitgeteilt .

Der Soul wird ausschließlich als viertürige Steilheckversion mit Heckklappe und als Frontantriebler angeboten. Auffallend an den äußeren Dimensionen sind die hohe Dachlinie und der lange Radstand . Innen bietet der Kia Soul dadurch soviel Raum, dass für Platzangst kein Anlass besteht.

Die Seitenansicht des Soul wird durch die stark hervortretenden Radläufe , die durch eine Linie verbunden sind, geprägt. Der Frontscheibenrahmen bildet den höchsten Punkt des Soul. Von hier aus fällt die Dachlinie bis zur Heckklappe hin leicht ab. Die A-, B, und C-Säulen sind schwarz verkleidet. Dadurch soll die ungewöhnliche, oben und unten scharf begrenzte Fenstergrafik hervorgehoben werden. Die Schulterlinie startet über dem vorderen Radhaus, steigt an und zieht sich um das dritte Seitenfenster, das von der D-Säule begrenzt wird. Das Heck dominieren die senkrechten Rückleuchten mit Klarglasabdeckung und einer Einfassung in Wagenfarbe.

Im Innenraum trifft man auf angenehm geformte Sitze , die auch einen ausreichenden Seitenhalt bieten. Als "Urban Crossover" ist der Soul eigentlich nicht für längere Strecken gedacht, doch können diese mit ihm wohl auch gut bewältigt werden, wie er uns auf den südkoreanischen Straßen bewiesen hat. Auch für die Hinterbänkler steht ausreichend Raum zur Verfügung. Insgesamt können fünf Personen gut in ihm Platz finden.

Die hohe Sitzposition verhilft den Insassen zu einem großzügigen Rundumblick . Für den Fahrer sind sämtliche Bedienelemente bequem zu bedienen. Die Instrumenteneinheit enthält drei Rundanzeigen. In der Mitte den Tachometer, flankiert vom Drehzahlmesser sowie einer kombinierten Kühlwassertemperatur- und Tankanzeige. Hinzu kommt am rechten Rand eine Reihe mit Warnleuchten. Die Armaturen sind alle ausnahmslos aus Hartplastik hergestellt , das aber gut verarbeitet worden ist.

Das Audiosystem und dessen Lautsprecher sind in einer Zentralkonsole untergebracht, die aus dem Armaturenbrett hervortritt. Für den Soul wurde die, im Prinzip aus dem C’eed bekannte Konsole vergrößert und umgestaltet. Sie hebt sich nun noch stärker vom Armaturenbrett ab. Oben in die Zentralkonsole integriert ist - je nach Ausstattung - ein großer Lautsprecher oder ein rundes Ablagefach. Zudem beinhaltet sie die Lüftungs- und Heizungsregelung sowie ein geschlossenes Ablagefach , dessen Klappe sich durch eine Kontrastfarbe abhebt.

Für die Motorisierung des Fronttrieblers stehen ein Diesel und ein Benziner mit Schalt- oder Automatikgetrieben zur Wahl. Die beiden Vierzylinder-Triebwerke mit 16 Ventilen basieren auf den 1,6-Liter-Motoren des Cee´d .

Die meisten Ausführungen des Soul verfügen über eine Innenausstattung in "Saturn Black" mit schwarzen Sitzbezügen . Die Instrumente werden rötlich-orange beleuchtet. Bei der Top-Ausführung besteht die Wahl zwischen den drei Konzepten. " Graphite " beinhaltet das Interieur in " Saturn Schwarz ", Sitze, die über ein selbstleuchtendes Soul-Logo verfügen und Fußmatten mit einer ebenfalls selbstleuchtenden Kante.

Beim " Retro Chic " beherrscht Beige den Innenraum - in der Armaturentafel, der Mittelkonsole, den Türverkleidungen und der Lenkradnabe. Hinzu kommen schwarz-weiße Sitzbezüge .

Als dritte Möglichkeit steht die Ausführung " Street Demon " in Rot-Schwarz zur Wahl. Armaturentafel, Mittelkonsole, Türverkleidungen und die obere Hälfte der Vorder- und Rücksitzbezüge sind rot, im unteren Bereich sind die Bezüge schwarz.

Optional kann der Soul mit vier Parksensoren im Heckstoßfänger ausgestattet werden. Zusätzliche Sicherheit kann eine Rückfahrkamera bieten, die unterhalb des Griffs für die Heckklappe montiert ist. Hinzu kann das Reifendruckkontrollsystem TPMS (Tyre Pressure Monitoring System) kommen.

Bei unserer Testfahrt durch Südkorea lernten wir das Dieselaggregat mit 93 kW / 126 PS näher kennen. Dieses leugnet zu keiner Zeit seine Antriebs-Identität. Das beste Ansprechverhalten zeigt der Motor ab einer Drehzahl von 2.000 Umdrehungen pro Minute. Aber wenn er dann erst einmal in Fahrt ist, verführt er zum Gleiten und wird in den höheren Bereichen sehr spontan.

Das Crossover-Modell ist in den westeuropäischen Märkten serienmäßig mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP ausgerüstet. Hinzukommt das integrierte Rückhaltesystem SRS (Safety Restraint System). Es beinhaltet Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags, die von vorn nach hinten durchgehen, sowie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer an den höhenverstellbaren Sicherheitsgurten vorn. Zudem sind aktive Kopfstützen vorn für alle Ausführungen erhältlich.

Kia Motors plant, jährlich bis zu 136.000 Einheiten des Soul zu produzieren. Gefertigt wird das Crossover-Modell im koreanischen Gwangju. Das Werk wurde für die Soul-Produktion grundlegend modernisiert. Allein für den europäischen Markt werden in Gwangju bis zu 15 Soul-Ausführungen produziert. Mit ihnen will der Hersteller jährlich 30.000 Einheiten abzusetzen.

Der Soul wird seine Abnehmer sicher bei den Individualisten finden. Allerdings wird er sich auf Grund seiner Abmessungen nicht gerade als " City-Flitzer " etablieren können.

auto-reporter

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