Kia Sportage 1,6 T-GDI Plug-in-Hybrid GT-Line AWD – Testbericht

Die neue Generation des Kia Sportage ist erstmals auch in einer Plug-in-Hybrid-Version erhältlich. Wie sparsam der Sportage mit diesem Antrieb wirklich ist, verraten wir in unserem Test.

Mit dem neuen Sportage hat Kia seinen beliebten Kompakt-SUV noch attraktiver gemacht. Das Design zeigt sich so extravagant und modern wie nie zuvor.

Egal von welcher Seite man den Sportage betrachtet, er wirkt sehr harmonisch und mit seinen geschärften Kanten auch überaus dynamisch.

Neben der Optik sollen aber auch die gewohnt gute Ausstattung und ein faires Preis/Leistungsverhältnis für den Koreaner sprechen.

Wir haben uns diesmal für den Plug-in-Hybrid in GT-Line Ausstattung entschieden, der mit 55.390,- Euro sehr attraktiv ausgepreist ist. Der Plug-in-Hybrid ist damit nur um 400,- Euro teurer als der 136 PS starke Diesel mit gleicher Ausstattung.

Natürlich ist der Preis auch kein Pappenstiel mehr, aber im Vergleich zur Konkurrenz dennoch günstiger. Immerhin gibt es als einzige Option nur noch die Metallic-Lackierung um 650,- Euro Aufpreis.

Wählt man seinen Sportage in der Orange Fusion-Lackierung, bringt man frische Farbe in den grauen Alltag. Es ist wirklich schön, dass Kia noch bunte Farben im Sortiment hat und nicht nur das sonst in dieser Klasse gewohnte Einheitsgrau.

Die Liste der Serienausstattung liest sich wie die Ingredienzien, die man für gewöhnlich nur aus der Luxusklasse kennt – oder sonst gegen Aufpreis geboten bekommt.

Überkomplette Serienausstattung

Unter anderem gibt es Voll-LED-Scheinwerfer, ein Infotainmentsystem mit 12,3“-Touchscreen und Navi, ein Harman Kardon Soundsystem, klimatisierte Kunstledersitze mit elektrischer Verstellung und Memory für den Fahrer, ein Keyless-System, ein Panorama Glasschiebe-/Hubdach, eine elektrische Heckklappe und ein umfangreiches Assistenzpaket inklusive adaptivem Tempomat.

Der Innenraum zeigt sich zudem sehr hochwertig ausgeführt und perfekt verarbeitet. Auch beim Design hat man sich was einfallen lassen, sowohl das digitale Cockpit mit den zwei Monitoren und den markant gestalteten Lüftungsdüsen, als auch die Gestaltung der Konsole zwischen Fahrer und Beifahrer sind optisch sehr gelungen.

Die Bedienung aller Funktionen ist sehr intuitiv, lediglich die Umschaltung zwischen Klimasteuerung und Schnellwahltasten für den Touchscreen ist nicht ganz optimal gelöst. So ist ein Drehregler sowohl für die Steuerung der Temperatur als auch für die Lautstärke zuständig, wobei nach einer gewissen Zeit immer automatisch auf das Schnellwahltastenmenü geswitcht wird.

Grandios sind dafür die zahlreichen und großzügig dimensionierten Ablagen, und auch das Platzangebot kann sich sehen lassen. Selbst in der zweiten Reihe gibt es in jede Richtung viel Raum für die Passagiere.

Sehr bequem sind auch alle Sitze, Fahrer und Beifahrer können sich sowohl über eine Sitzheizung als auch eine Sitzkühlung freuen, die Fondpassagiere immerhin noch über eine Sitzheizung.

Trotz Plug-in-Hybrid-Antrieb gibt es auch noch einen sehr großen Kofferraum, das Fassungsvermögen liegt zwischen 540 und 1.715 Litern.

Beim Antrieb verspricht Kia mit der Kombination aus 4-Zylinder-Benzinmotor und Elektromotor viel Fahrspaß bei einem Höchstmaß an Effizienz.

Kraftvolle Motorisierung

Der 1,6-Liter-T-GDI-Benziner verfügt über eine Leistung von 180 PS (132 kW) und liefert zwischen 1.500 und 4.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 265 Nm.

Ein 91 PS (67 kW) starker Elektromotor liefert zusätzliche 304 Nm Drehmoment, die Systemleistung liegt bei 265 PS (195 kW) und das Systemdrehmoment bei 350 U/Min, die zwischen 1.500 und 4.500 U/Min bereitgestellt werden.

Geschaltet wird über eine 6-Gang-Automatik, die gewünschte Fahrstufe wird dabei über einen praktischen Drehregler auf der Konsole zwischen Fahrer und Beifahrer gewählt. Dort hat man auch die Möglichkeit, zwischen zwei Fahrmodi für die Straße und verschiedenen Offroad-Fahrmodi zu wählen.

Durch den elektrischen Allradantrieb und die Offroad-Fahrmodi kann der Sportage auch abseits befestigter Straßen noch gut voran kommen.

Eine 13,8 kWh große Batterie soll zudem für eine rein elektrische Reichweite von bis zu 70 Kilometern sorgen. Wer vor allem in der Stadt unterwegs ist, wird dies vielleicht auch schaffen, wir sind auf eine E-Reichweite von immer noch sehr guten 55 Kilometern gekommen.

Auch wenn wir nicht die vom Werk angegebenen 1,1 Liter für die ersten 100 Kilometer geschafft haben, ist der von uns erzielte Verbrauch von 3,0 Litern ein fantastischer Wert.

Sehr sparsam

Zumal man auch danach noch im Hybrid-Modus sehr oft rein elektrisch unterwegs ist. Nach ein paar hundert Kilometern ohne die Akkus aufzuladen hatten wir einen Durchschnittsverbrauch von 5,6 Litern, womit der Plug-in-Hybrid wirklich sehr sparsam ist.

Zumal wir dabei nicht auf den gebotenen Fahrspaß und Autobahnetappen mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit verzichtet haben.

Im Sport-Modus zeigt sich der Sportage nochmals eine Spur dynamischer, und die Kraft beider Antriebsquellen sorgt für viel Fahrspaß.

Ruft man die volle Leistung ab, sprintet man in nur 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 191 km/h.

Sehr kraftvoll zeigt sich der Sportage auch beim Zwischensprint, Überholmanöver sind rasch erledigt, und man kann auf Wunsch auch via Schaltwippen die Gänge selbst sortieren.

Auch bei Fahrwerk und Federung hat Kia ordentliche Arbeit geleistet, trotz sportlicher GT Line-Ausstattung ist der Sportage noch sehr komfortabel, liegt aber dennoch perfekt auf der Straße. Die Kraft wird zudem immer ohne Verluste auf die Straße gebracht, die Elektronik kann perfekt mit der Schubkraft umgehen und diese gekonnt so regeln, dass man nie den Kontakt zur Straße verliert.

Tolle Sicherheitsausstattung

Abgerundet wird das Ganze noch mit einer Sicherheitsausstattung, die sich vor Autos der Premium-Klasse nicht verstecken muss. Egal ob aktiver Querverkehrassistent, aktiver Totwinkelassistent oder adaptiver Tempomat, der Sportage hat alles an Bord, was das Autofahrerleben sicherer machen soll.

Der neue Kia Sportage ist damit ein rundum gelungenes Auto, welches unseren Test mit Bravour bestanden hat.

Trotz einer Fülle an Technik kennt man sich sofort aus und kann alles intuitiv bedienen, fühlt sich sehr wohl und gut aufgehoben und hat viele praktische Ablagen zur Verfügung. Mit dem Plug-in-Hybrid-Antrieb wird der Sportage zudem zum absoluten Geheimtipp. Er kostet kaum mehr als der Diesel, liefert aber deutlich mehr Fahrspaß und ist dabei noch effizienter zu bewegen.

Was uns gefällt:

Das Design, der Innenraum, die klimatisierten Sitze, Fahrwerk und Federung, Straßenlage, der Motor, die E-Reichweite

Was uns nicht gefällt:

Die Umschaltung zwischen Klimasteuerung und Schnellwahltasten

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

Technische Daten Kia Sportage Plug-in-Hybrid:

Kia Sportage 1,6 T-GDI PHEV AWD GT Line
Testwagenpreis ohne Extras € 55.390,00
Testwagenpreis mit Extras € 56.040,00
davon Steuern € 9.340,00
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.598
Leistung PS/KW 180/132
Systemleistung PS/KW 265/195
Systemdrehmoment Nm/bei U/min 350/1.500 – 4.500
Getriebe 6 Gang Automatik
Antriebsart Allradantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 8,1
Höchstgeschwindigkeit in km/h 193
Durchschnittsverbrauch in Liter 1,1
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 25
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 451,5
Breite in cm 186,5
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 165,0
Radstand in cm 268,0
Kofferraumvolumen in Liter 540 – 1.715
Tankinhalt in Liter 42
Leergewicht in kg 1.922
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.415
Max. Zuladung in kg 493