Kia Sportage 2,0 CRDi AWD - Testbericht

Der frisch geliftete Kia Sportage zeigt sich in unserem Test von einer sehr luxuriösen und komfortablen Seite.

Mit dem Sportage hat Kia einen sportlich geschnittenen Kompakt-SUV im Programm. Zu erkennen ist der neue Modelljahrgang vor allem am geänderten Kühlergrill und den neuen Heckleuchten, die auch in LED-Optik glänzen. Der Sportage wurde aber auch im Detail verfeinert und präsentiert sich noch luxuriöser. Mit dem Facelift hat der Sportage auch die neuen Ausstattungslinien von Kia übernommen, die in Titan, Silber, Gold und Platin unterteilt sind.

Für unseren Test haben wir die teuerste Version des Sportage gewählt, den 2,0 CRDi mit 184 PS in Kombination mit Automatik und Platin-Ausstattung. Zum Listenpreis von 38.690 Euro zeigt sich der Sportage dann schon extrem gut ausgestattet und lässt bis auf eine Metallic-Lackierung und ein elektrisches Panorama-Glasschiebedach keine Wünsche mehr offen. Inkl. der beiden Optionen kommt der Sportage dann auf 40.490 Euro.

Im Preis enthalten sind unter anderem schon ABS, ESP, sechs Airbags, ein Bergabfahrassistent, ein Berganfahrassistent, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Allradantrieb, Tempomat, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Ledersitze mit elektrischer Verstellung vorne, eine Lenkradheizung, Sitzheizung vorne und hinten, eine Einparkhilfe hinten, ein Audio- und Navigationssystem, eine Rückfahrkamera, Xenon-Licht, 18"-Leichtmetallfelgen und noch vieles mehr.

Die Ausstattungsliste ist dabei nicht nur sehr umfangreich, der Sportage präsentiert sich auch sehr hochwertig ausgeführt, und der Innenraum zeigt sich nicht nur luxuriös, sondern auch von einer sportlichen Seite. Armatureneinheit und Mittelkonsole sind sehr dynamisch geformt, bieten dabei aber beste Übersichtlichkeit und eine leichte Bedienbarkeit aller Funktionen. Der Mix aus zweifarbigem Kunststoff und Leder in Kombination mit vielen Chrom-Zierelementen verleiht dem Innenraum zudem einen sehr wohnlichen Touch.

Der Sportage verwöhnt dabei mit jeder Menge Luxus und bietet auch sehr bequeme Ledersitze sowie eine gute Verstellbarkeit von Lenkrad und Fahrersitz. Beachtlich ist auch das Raumangebot des 444 cm langen SUV. Der Sportage wirkt wesentlich größer als er ist und bietet auch mehr Raum, als es seine tatsächliche Länge vermuten lassen würde.

Alle Passagiere finden bequem Platz, ohne dass es irgendwo eng wird, selbst das Panoramaglas- schiebedach schränkt die Kopffreiheit im Fond nicht sonderlich ein. Sehr großzügig bemessen wurde auch der Kofferraum, der schon standardmäßig 564 Liter Fassungsvermögen vorzuweisen hat. Durch Umklappen der Rücksitze werden es sogar noch bis zu 1.353 Liter, die man im Sportage verstauen kann. Für die Passagiere stehen dann auch noch viele Ablagen und Getränkehalter zur Verfügung, daran erkennt man gut, dass der Sportage auch für den US-Markt konzipiert wurde.

Bei der Motorisierung hat man mit dem Topmodell auch ein sehr ansprechendes Aggregat im Programm. Der 2,0 Liter Common Rail Turbodiesel verfügt über eine Leistung von 184 PS (135 kW) und ein maximales Drehmoment von 392 Nm, welches zwischen 2.000 und 2.500 U/Min bereit steht. Geschaltet wird über eine 6-Gang-Automatik, welche sehr harmonisch abgestuft ist, die Gänge aber durchaus spürbar und nicht sehr schnell wechselt. Dennoch sprintet der Kia Sportage in nur 9,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 195 km/h schnell. Die Durchzugskraft ist auch schon unter 2.000 U/Min in Ordnung.

Gleich nach dem Start und bei voller Beschleunigung verrichtet der Diesel seine Arbeit zwar etwas brummig, einmal in Schwung wird es im Innenraum aber wieder recht leise - zumindest bis Tempo 110 km/h, danach steigen die Wind- und Abrollgeräusche an. Auch hier zeigt sich die Konzeption für den US-Markt.

Ganz auf den europäischen Geschmack hin abgestimmt sind Fahrwerk und Federung, die sich als sehr straff, aber dennoch komfortabel genug erweisen. Bei der Lenkung hat der Fahrer die Wahl zwischen drei verschiedenen Modi, die für jedes Einsatzgebiet die passende Lenkabstimmung bieten. Im Normal-Modus ist die Lenkung durchaus schon sehr angenehm und direkt genug. Wer in den Comfort-Modus schaltet, wird sich vor allem in der Stadt über die Leichtgängigkeit der Lenkung freuen, und sportlich orientierte Fahrer werden mit der etwas härteren Lenkung im Sport-Modus ihre Freude haben. Dann wird die Lenkung nämlich etwas härter, aber noch eine Spur direkter, und man kann den Sportage recht beherzt um enge Kurven treiben.

Nicht so gut ist das Ganze dann für den Verbrauch, der sich relativ rasch nach oben katapultieren lässt. Die vom Werk angegebenen 7,2 Liter waren bei unserem Test stets in ferner Weite. Bewegt man den Sportage ganz normal, sollte man rund 8,5 Liter einkalkulieren, wer es öfters flotter angeht, sollte mit über 9 Liter kalkulieren. Damit zählt der Sportage auf keinen Fall mehr zu den Sparmeistern seiner Klasse, dafür kann er aber mit anderen Vorzügen auftrumpfen.

Sehr gut ist zum Beispiel auch die Übersichtlichkeit, die man durch die hohe Sitzposition hat. Die breite C-Säule schränkt zwar etwas die Sicht nach schräg hinten ein, dafür gibt es aber auch serienmäßig eine Einparkhilfe hinten und eine Rückfahrkamera, wodurch man auch das Geschehen hinter dem Fahrzeug beim Einparken perfekt überblicken kann.

Das Facelift hat dem sportlichen SUV auf jeden Fall gut getan, und der Sportage präsentiert sich hochwertiger und im Detail verfeinert. Die überkomplette Ausstattung und ein sehr agiler Motor sprechen ebenfalls für den geräumigen Koreaner.

Was uns gefällt:

das Platzangebot, das Design, das Preis/Leistungsverhältnis

Was uns nicht gefällt:

der Verbrauch

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1

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