Kia pro ceed 2.0 CRDi im Test

Kompakt, eigenständig, sportlich

Kia hatte mit seinem Modell Cee’d einen koreanischen Golf-Konkurrenten auf den Markt gebracht. Zusätzlich zu der fünftürigen Variante und dem Kombi Sporty Wagon hat der Autobauer kurze Zeit später auch eine dreitürige Variante präsentiert und ihr einen eigenen Namen gegeben, den Pro_Cee’d . Wie die anderen Modelle der Familie wird auch der Dreitürer im slowakischen Werk in Zillina gebaut.

Der sportliche dreitürige Kompaktwagen ist flacher und leichter als der Fünftürer und die Ähnlichkeit mit seinen Geschwistern Cee’d und Cee’d Sporty Wagon ist sofort ersichtlich, trotzdem verfügt er über ein eigenständiges Design . Vom Fünftürer wurden die Motorhaube und die vorderen Kotflügel übernommen. Für das sportlichere Auftreten des Koreaners sorgen der flachere Kühlergrill, die neuen Scheinwerfer, der breitere, niedrigere Stoßfänger, die markante Spoilerlippe , der trapezförmige Lufteinlass, die größeren Nebelscheinwerfer und die verlängerte Fahrzeugfront.

Im Innenraum erwartet den Fahrer ein sehr angenehmes und übersichtliches Ambiente . Die wertigen Materialien sind gut verarbeitet. Die Anzeigen sind zentral hinter dem Lenkrad angebracht und lassen sich gut und eindeutig ablesen. Die Klimaanlage und das Radio befinden sich auf einer zum Fahrer hin geneigten Zentralkonsole, lassen sich aber auch vom Beifahrer bedienen.

Die Frontsitze sind sehr bequem und bieten auch bei sportlicher Fahrweise sehr guten Seitenhalt . Auch längere Distanzen sind auf ihnen problemlos zu absolvieren. Der Zugang zum Fond wird den Passagieren durch die"Easy-Entry"-Funktion erleichtert. Die Vordersitze haben eine Semi-Memoryfunktion, das bedeutet, dass nach dem Vorklappen des Sitzes die Lehnenneigung erhalten bleibt. Der gewünschte Lenkradabstand muss dann allerdings durch Schieben wieder hergestellt werden.

Der Kofferraum bietet ausreichend Platz für Gepäck und auch etwas größere Einkäufe. Der Laderaum lässt sich durch Umklappen der Rückbank bis auf 1210 Liter vergrößern.

Wir fuhren den großen Selbstzünder, den 2.0 Liter CRDi mit 103 kW / 140 PS und einem Sechsgang-Schaltgetriebe . Der sportliche Kia lässt sich flott bewegen. Er ermöglicht es dem Fahrer nicht nur im Verkehr mit zu schwimmen, sondern auch einmal mit einem schnellen Spurt auf der Landstraße zu überholen. Bei schnellerer Fahrt ist der Pro_Cee’d immer noch so leise , dass auch Gespräche mit den Mitfahrern möglich sind. Der Geradeauslauf des Fahrzeugs ist gut, so dass auch längere Autobahnfahrten den Fahrer nicht aus der Ruhe bringen. Dabei hilft dem Fahrer auch der angenehm zuverlässige Tempomat.

Der Pro_Cee’d hat sich mit der Golf-Klasse ein hart umkämpftes Segment auf dem Markt ausgesucht. Aber er kann sich durchaus sehen lassen und findet mit seinem etwas anderen Auftreten sicher viele Freunde.

auto-reporter

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