Mazda 6 2,0i - Testbericht

Die neue Generation des Mazda 6 soll noch effizienter und hochwertiger sein, dabei aber mehr Fahrspaß bieten. In unserem Test verraten wir, ob das gelingt.

Der Madza 6 ist erst vor wenigen Wochen gestartet und erfreut sich schon großer Beliebtheit. Mit seinem neuen Design spricht der Mazda 6 nicht nur Stammkunden an, sondern lockt auch Neukunden zu den Mazda-Händlern.

Die neue Designsprache passt dem Mazda 6 auch besonders gut, die Mischung aus einer sehr bulligen Frontpartie und der geschwungenen und dynamischen Linienführung macht aus der ehemals biederen Mittelklasselimousine einen richtigen Hingucker.

Mit der neuen Skyactive-Technologie soll der Mazda 6 dabei auch noch effizienter sein, dabei gleichzeitig aber auch mehr Fahrspaß bieten. Nachdem es nicht immer Diesel sein muss, haben wir uns bei unserem Test für den Basis-Benziner, den 2,0i mit 146 PS (107 kW), entschieden. In der gehobenen Attraction-Ausführung kommt die schnittige Limousine auf einen Preis von 31.590 Euro, lässt aber dann auch kaum noch Wünsche offen.

Zur Serienausstattung gehören neben ABS, ESP und sechs Airbags auch schon ein City-Notbremsassistent mit Hinderniserkennung, ein Spurwechsel-Assistent, die Spurhaltekontrolle, ein Tempomat, eine Berganfahrhilfe, Xenon-Scheinwerfer, ein Fernlichtassistent, LED-Tagfahrlicht, LED-Heckleuchten, ein Radio mit MP3-fähigem CD-Player und USB- sowie AUX-Anschluss, Lederlenkrad und Lederschnaltknauf, ein Bordcomputer, beheizbare Vordersitze, ein Regen- und Lichtsensor, eine Einparkhilfe vorne und hinten, elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel und 17"-Leichtmetallräder. Als einzige Option hatte unser Testfahrzeug eine Metallic-Lackierung, die sich mit 557 Euro zu Buche schlägt und einen Gesamtpreis von 32.147 Euro ergibt.

Der Innenraum präsentiert sich sehr hochwertig ausgeführt. Softtouch-Materialien, eine gute Verarbeitung und eine übersichtliche Gestaltung der Armaturen erfreuen den Fahrer auf Anhieb. Hinzu kommen sehr bequeme Sitze und eine einfache Bedienung aller Funktionen. Trotz seiner coupéähnlichen Linienführung bietet der Mazda 6 im Innenraum auch ein sehr großzügiges Raumangebot.

Selbst in der zweiten Reihe finden groß gewachsene Passagiere noch genug Knie- und Kopffreiheit. Das Kofferraumvolumen ist mit 489 Liter Fassungsvermögen ebenfalls ordentlich dimensioniert, wer längere Gegenstände transportieren muss, kann auch die Rücksitze umklappen.

Viele durchdachte Details, wie etwa eine zweite Steckdose neben dem USB-Anschluss im Fach unter der verschiebbaren Mittelkonsole oder kleinere Ablagen runden den positiven Gesamteindruck weiter ab. Lediglich die Ablagefächer in den Türen sind etwas klein geraten, aber das ist jetzt schon Jammern auf sehr hohem Niveau.

Die nächste Überraschung erlebt man, wenn man den Start-Knopf drückt und den 2,0 Liter Benzinmotor zum Leben erweckt. Der Motor läuft gleich vom Start weg so ruhig, dass man meinen könnte, 6 Zylinder unter der Haube zu haben. Zudem ist die Geräuschdämmung im neuen Mazda 6 sensationell, selbst bei Luxuslimousinen im Premium-Segment ist man kaum ruhiger unterwegs. Selbst bei Autobahntempo oder voller Beschleunigung bleibt es im Innenraum immer flüsterleise.

Neben der Laufruhe kann der 147 PS (107 kW) starke Benzinmotor aber auch mit sehr ansprechenden Fahrleistungen aufwarten. Sein maximales Drehmoment von 210 Nm erreicht der Benziner zwar erst bei 4.000 U/Min, dennoch hat man gleich zum Start schon viel Schubkraft zur Verfügung um gut voran zu kommen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Basis-Benziner in 9,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 km/h.

Die manuelle 6-Gang-Schaltung macht auch Schaltmuffeln viel Spaß, da sich die Gänge leicht und exakt wählen lassen. Mit einer recht kurzen Abstufung fährt man auch sehr sparsam, da man schnell in einem hohen Gang unterwegs ist. Wer die volle Leistung abrufen möchte, muss jedoch immer ein paar Gänge zurück schalten, damit die ganze Kraft entfesselt wird und Überholmanöver flott vonstatten gehen. Sonst ist man aber auch so immer noch mit genug Kraft unterwegs, um das Auto wieder souverän auf die bei uns erlaubten Höchstgeschwindigkeiten zu bringen.

Dass die Skyactive-Technologie nicht nur am Papier gut ist, zeigt sich auch in der Praxis sehr deutlich. Neben dem Motor zählen auch Lenkung, Schaltung, Fahrwerk und die Karosserie, die zwar sehr stabil, aber auch leicht ist, zu den Skyactive-Merkmalen des Mazda 6. Mit einem Gesamtgewicht von 1.372 Kilogramm ist der Mazda 6 für ein Auto seiner Klasse mittlerweile recht leicht.

Dabei lässt sich der 486,5 cm lange Mazda auch sehr dynamisch bewegen, was nicht nur der direkten Lenkung zu verdanken ist, sondern auch der perfekten Abstimmung von Fahrwerk und Federung. Der Mazda 6 verbindet Komfort und Sportlichkeit in einem Umfang, wie man es bislang nur von deutschen Premium-Herstellern gewohnt war.

Selbst in flott gefahrenen Kurven folgt der Mazda brav der vom Fahrer gewählten Spur und verfügt über hohe Sicherheitsreserven. Wer möchte, kann den Mazda 6 als Sportlimousine ebenso einsetzen wie als gemütliche Reiselimousine für die ganze Familie.

Überrascht hat uns dann auch der Verbrauch. Laut Werk soll sich der Mazda 6 mit nur 5,5 Liter Benzin pro 100 Kilometer begnügen. Ein Wert, den man vorab so kaum glauben kann, der in der Praxis aber sicher erreichbar ist. Bei unserem Test hat sich die sportliche Limousine nämlich mit 6,4 Liter begnügt, was für ein Auto dieser Größe und Leistung mit Benzinmotor schon ein sehr guter Wert ist. Unser Testfahrzeug hatte bei der Übernahme aber erst jungfräuliche 18 Kilometer am Tacho und war somit noch gar nicht eingefahren, wodurch der Verbrauch rund einen Liter über dem Wert liegt, der in eingefahrenem Zustand realisierbar ist.

Mit dem neuen Mazda 6 ist Mazda auf jeden Fall ein großer Wurf gelungen. Der Mazda 6 bietet Oberklasse-Format zum Mittelklasse-Preis. Eine überkomplette Ausstattung, eine sensationelle Geräuschdämmung und Verarbeitung, sowie ein sparsamer Motor, der dennoch viel Fahrspaß bietet, machen den Mazda 6 zum Siegertypen.

Was uns gefällt:

die überkomplette Ausstattung, das Platzangebot, der sparsame Motor, die Geräuschdämmung, die Verarbeitung

Was uns nicht gefällt:

die Ablagefächer in den Türen könnten größer sein

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 2

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