Testbericht: Mazda CX-3 Benziner mit 150 PS und Allrad

Das 2018er Update des beliebten Kompakt-SUV kommt zwar nur mit dezenten Neuerungen, ist aber trotzdem einen genaueren Blick wert. Womit uns der Mazda CX-3 überzeugen kann, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Der Hersteller verspricht für das Facelift neben einigen optischen Veränderungen zusätzliche Assistenzsysteme, einen verbesserten Komfort und eine überarbeitete Motorenpalette. Deshalb haben wir den stärksten Benziner mit Allradantrieb und manuellem Schaltgetriebe zum Test geladen. Den neuen Mazda CX-3 gibt es in sieben Ausstattungsvarianten. In Kombination mit Motor und Getriebe steht jedoch nur die Revolution Top zur Verfügung. Preislich startet man hier bei 30.290 Euro. Wie bei Mazda üblich, bleibt die Optionsliste übersichtlich gering und beschränkt sich in unserem Fall lediglich auf das sündig rote Soul-Red, welches den Gesamtwert auf 31.030 Euro erhöht.

Von außen fallen beim 2018er Jahrgang gegenüber dem Vorgängermodell nur kleine Unterschiede auf. Das ist im Prinzip gut so, stach der ursprüngliche CX-3 ohnehin durch seine gelungene dynamische Karosserieform heraus. Daher hat man die Silhouette auch nicht angegriffen, lediglich der Kühlergrill wurde etwas modifiziert, und Käufer ab der Revolution Ausstattung können sich wie bei unserem Testfahrzeug über Chromakzente in den Stoßfängern vorne und auf den Seitenschwellern freuen. Schwarz glänzende B-Säulen und die Einfassungen der LED-Nebelscheinwerfer machen den CX-3 zu einem wirklich elegant aussehenden Begleiter. Perfekt dazu passt sein neues 18-Zoll-Schuhwerk.

Mit einer Gesamtlänge von 4,28 m passt der kompakte Japaner in nahezu jede Parklücke. Trotzdem wirkt das Interieur alles andere als beengend. Hier merkt man gleich, dass sich etwas getan hat. Mazda verzichtet auf eine manuelle Feststellbremse, ersetzt sie durch eine moderne elektronische Version und schafft so Platz für eine noch größere Ablage mit Mittelarmlehne.

Teil der Revolution Top-Ausstattung sind die schwarzen Ledersitze, die in unserem Fall fahrerseitig elektrisch verstellbar mit Memoryfunktion sind. So kann man seine persönliche Einstellung problemlos abspeichern und jederzeit wieder abrufen. Überdies lässt sich der Fahrersitz 26 cm in der Länge und bis zu 4 cm in der Höhe verstellen. Damit finden sowohl langbeinige Fahrer/innen wie auch jene, die gerne den Überblick haben, den besten Platz hinter dem Lenkrad. Der Sitzkomfort allgemein ist sehr bequem, und es lassen sich darin ohne Einschränkungen lange Distanzen zurücklegen. Gerade für die kalten Jahreszeiten leisten die dreistufige Sitzheizung sowie eine Lenkradheizung gute Dienste, bis die Klimaautomatik den Innenraum auf eine angenehme Temperatur erwärmt hat.

In Sachen Platzangebot haben die Ingenieure alles aus dem Mazda CX-3 herausgeholt, was möglich ist. Vorne gibt es überhaupt keine wirklichen Einschränkungen im Kopf- und Schulterbereich. Aber auch im Fond gibt es für ein Fahrzeug in dieser Kategorie ausreichend Platz. Rückt der Fahrersitz ganz nach hinten, wird es mit der Beinfreiheit dahinter zwar etwas knapp, jedoch lassen sich hier Kompromisse finden. Im Notfall ist eine Dreierbelegung hinten möglich. Richtig komfortabel wird es aber, wenn man einen Teil der mittleren Rückenlehne in eine Armlehne mit integriertem Becherhalter verwandelt.

Kleiner Wermutstropfen ist die Innenbeleuchtung. Zwar verfügt der CX-3 über zwei Leuchten (eine vorne, eine in der Mitte) aber nicht über Leseleuchten im Fond. Die Mittelleuchte wird auch über jene vorne angesteuert, sprich - sollte hinten aus irgendwelchen Gründen während der Fahrt Licht benötigt werden, so hat man entweder eine Flutlichtbeleuchtung im ganzen Fahrzeug oder eben keine. Zum Glück sind solche Fälle aber eher selten, sodass man dies in der Kategorie "Jammern auf hohem Niveau" ablegen kann. In Sachen Ladekapazität gehört der Mazda CX-3 aufgrund seiner dynamischen Linie und dem doch guten Platzangebot innen eher zu den Sparmeistern. 350 Liter sind es grundsätzlich und damit genug für einen kleinen Wochenendtrip oder den täglichen Einkauf. Bis zu 1.260 Liter sind bei umgeklappten Sitzen möglich.

Die Verarbeitung des Interieurs zeigt sich sehr hochwertig, genauso wie die verwendeten Materialien. Alles greift sich gut an, nichts knarrt oder scheppert. Den satten Klang in unserem Testfahrzeug liefert die Bose Soundanlage, die sich so wie das gesamte Infotainmentsystem entweder über das Lenkrad oder die Steuerung in der Mittelkonsole bedienen lässt. Auf dem Lenkrad befindet sich unter anderem die Steuerung für den adaptiven Tempomat, dessen Distanzeinstellung am Headup-Display sichtbar wird. Eine weitere Neuerung sind die LED-Matrix-Scheinwerfer, deren 11 Segmente unabhängig von einander steuerbar sind und bei denen auch die Leuchtweite automatisch regulierbar ist.

Im wahrsten Sinne des Wortes rundherum sicher manövriert man den Mazda durch Parksensoren vorne wie hinten, die durch eine Rückfahrkamera mit Querverkehrswarner ergänzt werden. Der ebenfalls in unserem Testfahrzeug vorhandene Spurhalteassistent warnt einerseits optisch durch Blinken, andererseits aber auch akustisch durch ein sonores Brummen aus der entsprechenden Lautsprecherseite. Des Weiteren finden sich serienmäßig in dieser Ausstattung ein intelligenter Bremsassistent und eine Müdigkeitserkennung.

Alle Motoren des Mazda CX-3 erfüllen die EURO 6d-Temp-Norm. So auch der in unserem Testwagen verbaute Skyactiv-G-Benzinmotor. Er hat einen Hubraum von knapp zwei Litern und verfügt über 150 PS, die er glaubwürdig für einen Saugmotor an den Tag legt. Den Beitrag dazu leistet das manuelle Sechsgang-Getriebe, das auf den Motor gut abgestimmt wurde und ihn bei den Schlüsselgeschwindigkeiten 50, 80, 100 und 130 angenehm ruhig laufen lässt. Aufgrund des Kraftpotentials vermisst man nichts auf Autobahnen, man kann mit ihm zügig und problemlos überholen. Eine verbesserte Geräuschdämmung macht hier den echten Fahrkomfort aus. Der stärkste Benziner des CX-3 verfügt über 206 Nm Drehmoment bereits bei 2.800 Umdrehungen. Den Sprint auf 100 km/h schafft er in 8,8 Sekunden, und sein Topspeed von 200 km/h ist mehr als nur alltagstauglich.

In Sachen Fahrverhalten weiß sich unser Testfahrzeug überraschend bauart-untypisch zu verhalten. Hier begeistert uns der SUV durch seine eher straffe Federung und eine leichte, direkte Lenkung. Besonders in der Kombination mit dem i-Activ AWD-Antrieb und der Mazda G-Vectoring Control, die das Handling des Fahrzeugs verbessert, gibt es für den CX-3 kaum Grenzen. Dank der neuen Messverfahren nähert sich die Verbrauchsangabe des Herstellers auch unserem tatsächlichen Spritkonsum an. So zeigte unser Bordcomputer Werte um 8 Liter im Durchschnitt, wobei wir vorwiegend in der Stadt unterwegs waren. Nun ja, wirklich sparsam ist das nicht, aber ein guter Anfang.

Fazit: Das Facelift des Mazda CX-3 hat vielleicht in Sachen Karosserieform keine Neuerungen gebracht, aber viele kleine Verbesserungen bei Komfort und Sicherheit, die den City-SUV noch interessanter machen.

Was uns gefällt:

dieses Rot, technische Features, Motor

Was uns nicht gefällt:

Preis, Verbrauch, keine Leseleuchten hinten

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2-
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 2