Mazda CX-5 - Testbericht

Der Mazda CX-5 ist auf Anhieb zu einem der beliebtesten Autos in seinem Segment geworden. In unserem Test muss sich jetzt der 150 PS Diesel bewähren.

Mazda ist mit dem CX-5 spät ins kompakte SUV-Segment eingestiegen, dafür aber umso erfolgreicher. Mit dem neuen Kodo-Design und der Skyactiv-Technologie hat Mazda den CX-5 nicht nur optisch, sondern auch technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Vor knapp einem Jahr konnte der Benziner in unserem Test überzeugen (siehe: Mazda CX-5 2,0i AWD Testbericht ), jetzt haben wir den Diesel näher unter die Lupe genommen, der in Österreich auch die beliebtere Motorisierung ist. In der Topausstattung Revolution lässt der CX-5 Diesel beim Preis von 35.790 Euro kaum noch Wünsche offen. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ABS, ESP, sechs Airbags, der City-Notbremsassistent, eine Spurverlassenswarnung, ein Spurwechselassistent, ein Tempomat, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, 19"-Alufelgen, Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein Berganfahr-Assistent, ein Fernlichtassistent, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule, Ledersitze, Nebelscheinwerfer, eine Rückfahrkamera, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und noch jede Menge mehr.

Als einzige Optionen sind für unseren Testwagen dann noch ein Navi und die wunderschöne Blaumetallic-Lackierung übrig geblieben, die den Gesamtpreis auf 36.845 Euro bringen.

Bis auf einen Drehzahlmesser, dessen roter Bereich schon früher beginnt, unterscheidet sich der Innenraum damit auch nicht von jenem im Benziner. Das großzügige Platzangebot kann ebenso überzeugen wie die Materialanmutung und die Gestaltung der Armaturen.

Trotz vieler Funktionen findet man sich am Armaturenbrett auch rasch zurecht, lediglich manche Funktionen erschließen sich einem erst nach dem Studium der Betriebsanleitung. Negativ aufgefallen ist uns auch beim Diesel die Kommunikationssucht des Fahrzeugs, welches sogar bei jedem Druck auf die Lautstärkenregelung am Lenkrad mit einem Piepser nervt. Ebenfalls noch nicht entschärft wurde die sehr laute Spurverlassenswarnung, die das Zeug hat, auch Tote wieder zum Leben zu erwecken.

Viel Lob verdienen sich aber die großzügigen Ablagen und das Kofferraumvolumen, welches 503 bis 1.620 Liter Fassungsvermögen aufweisen kann.

Sehr praktisch ist auch die Verankerung der Gepäckraumabdeckung in der Heckklappe. Beim Öffnen wandert die Abdeckung mit der Heckklappe nach oben, und man kann den Kofferraum besser beladen, ohne zuerst die Abdeckung manuell entfernen zu müssen.

Für eine positive Überraschung sorgt auch der 2,2 Liter-Dieselmotor, der gleich nach den ersten Metern überzeugen kann und sich auch im Laufe des Testbetriebs nur von seiner besten Seite gezeigt hat. Mit einer Leistung von 150 PS (110 kW) ist der CX-5 im Schnitt seiner Klasse angesiedelt, bietet dabei aber überdurchschnittlichen Fahrspaß. Sein maximales Drehmoment von 380 Nm stellt der Motor zwischen 1.800 und 2.600 U/Min bereit. Dabei steht gleich zum Start weg schon viel Kraft zur Verfügung, und man spürt zu keinem Zeitpunkt ein Turboloch.

Dass der Diesel über einen super Antritt verfügt, zeigt sich auch im direkten Vergleich mit dem 10 PS stärkeren Benziner. Mit einem Sprint von 0 auf 100 km/h in 9,4 Sekunden ist der 150 PS Diesel um 1,1 Sekunden flotter als der 160 PS Benziner. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei beiden Modellen bei 197 km/h.

Dabei kann der Diesel auch bei der Durchzugskraft überzeugen. Selbst, wenn man in einem hohen Gang bei niedrigem Tempo unterwegs ist, bietet der CX-5 Diesel noch genug Kraft für eine flotte Beschleunigung.

Lediglich bei Überholmanövern empfiehlt es sich doch mal, einen Gang runter zu schalten, um die volle Kraft nützen zu können. Die sehr leichtgängige Schaltung kann dabei auch Automatik-Fans überzeugen, denn die 6 Gänge lassen sich über kurze Wege sortieren. Dabei ist die Schaltung auch sehr gut übersetzt und ganz auf Effizienz abgestimmt.

Zwar konnten wir während unseres Tests die vom Werk versprochenen 5,2 Liter pro 100 Kilometer nicht erreichen, mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter kann der kompakte SUV aber noch immer als sehr sparsam bezeichnet werden. Wer den Spaßfaktor, den der CX-5 bietet, vernachlässigt, der wird sicher an der 6-Liter-Marke kratzen können.

Doch der CX-5 verleitet mit seinem straffen Fahrwerk und der direkten Lenkung immer wieder zu einer eher sportlichen Gangart. Fahrwerk und Federung sind so sportlich ausgerichtet, wie es einem die Optik schon verspricht. Dabei kommt aber auch der Komfort nicht zu kurz, und Bodenunebenheiten werden gekonnt weggebügelt. Hier hat Mazda wieder einen guten Mix gefunden, der sowohl die auf Komfort als auch die auf Sportlichkeit orientierten Kunden zufrieden stellen wird.

Der automatische Allradantrieb sorgt auch dafür, dass der CX-5 in jeder Situation die Kraft perfekt auf die Straße bringt. Neben den Vorteilen bei der Kraftverteilung ermöglicht der Allradantrieb in Kombination mit der höher gelegten Karosserie, dass man auch abseits befestigter Straßen noch gut voran kommt.

Auch wenn der CX-5 jetzt nicht ein Hardcore-Offroader ist, man kommt wesentlich weiter voran, als man es ihm anhand seiner sportlichen Optik zutrauen würde. Ein Besuch auf einer entlegenen Berghütte stellt den CX-5 auf jeden Fall vor kein Problem.

Die neue Ausrichtung seiner Modelle hat Mazda auf jeden Fall gekonnt hinbekommen. Der CX-5 ist nicht nur einer der modernsten Vertreter seiner Klasse, er kann auch in jede Richtung überzeugen. Sein geräumiger, aber doch moderner Innenraum gefällt dabei ebenso wie der kultivierte und spritzige Dieselmotor, der zudem auch noch recht sparsam ist. Dass die Geräuschdämmung zudem auf Premium-Niveau angesiedelt ist und auch die Sicherheit nicht zu kurz kommt, rundet den guten Eindruck, den wir vom CX-5 Diesel gewonnen haben, ebenfalls ab.

Was uns gefällt:

die gute Ausstattung, das Platzangebot, der kräftige und dennoch sparsame Dieselmotor

Was uns nicht gefällt:

dass der CX-5 vieles, was der Fahrer tut, mit einem Piepsen quittieren muss

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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