Mercedes e 250 cdi test 2(Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber)
Mercedes e 250 cdi test 3(Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber)

Mercedes-Benz

Mercedes E 250 CDI im Test

Die neue Mercedes E-Klasse hat zweifellos ihre Qualitäten, dass der Testwagen mit Motordefekt ausrollte, wirft aber doch einen starken Schatten auf den Stern.

Die E-Klasse ist für Mercedes eine der wichtigsten Baureihen und damit ein Eckpfeiler des Unternehmens. Ein Modell mit Tradition und über sechzigjähriger Geschichte: Mehr als zehn Millionen Exemplare des Typ 170 V von 1947 und aller Nachfahren wurden weltweit verkauft. Und spätestens seit dem W123 aus den 70er-Jahren gilt die E-Klasse als mehr oder weniger unverwüstlich. Noch immer findet man vereinzelt Taxis dieser Baureihe, in Afrika zählt der W123 zum alltäglichen Straßenbild wie bei uns ein VW Golf.

Mercedes e 250 cdi test 2(Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber)

Die neue E-Klasse ist rein optisch mehr Evolution denn Revolution. Aber das überrascht nicht wirklich: Mercedes-Kunden gelten als eher konservativ, Design-Experimente des Ex-BMW-Chefdesigners Chris Bangle beispielsweise kämen bei Mercedes wohl nicht gut an. Und so zeigt sich die E-Klasse in neuem, durchaus schickem und sportlicherem Design. Die Doppelscheinwerfer vorne wurden beibehalten, sind nun aber deutlich kantiger ausgeführt; hinten zog man die Rückleuchten in die Breite.

Es gibt einige sehr schicke Farben für die E-Klasse. Das Weiß unseres Testwagens zählt nicht dazu. Es verleiht der Stuttgarter Limousine ungewollten Taxi-Charme. Und wer - wie im Falle unseres Testautos - 65.000 Euro auf die Theke des Mercedes-Händlers legt, der will vermutlich eher nicht, dass an der roten Ampel ungebetene Passagiere zusteigen.

Mercedes e 250 cdi test 3(Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber)

Für die 65 Tausender gibt’s den neuen 250 CDI Biturbo mit durchaus ordentlicher Ausstattung. Die darf man aber auch erwarten, schließlich hat man dann bereits rund 17 Tausender in Extras investiert. Der Basispreis des E 250 CDI liegt bei 48.560 Euro. Ein Navigations-System darf dann ebenso wenig fehlen wie ein Automatikgetriebe, ein Glas-Schiebedach ist ebenso dabei wie 17-Zoll Leichtmetallräder oder die etwas sportivere Ausstattungs-Linie Avantgarde. Unterm Strich dennoch eine Menge Geld, BMW oder Audi gibt’s aber auch nicht wirklich günstiger. Apropos günstig, mit 41.937 Euro ist der E 200 CDI die preisgünstigste Art E-Klasse zu fahren, das Topmodell E 63 AMG kommt auf 127.613 Euro, aber das ist eine andere Liga.

Mercedes e 250 cdi test 4(Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber)

Der doppelt aufgeladene Vierzylinder wüsste zu gefallen, wäre da nicht ein Totalausfall im Fahrtenbuch zu verzeichnen gewesen. Totalausfall? Mehr zur unerfreulichen Zwangsrast der Mercedes E-Klasse (und warum das Problem kein Einzelfall ist und auch andere Baureihen betrifft) lesen Sie im Kapitel "Fahren & Tanken". Zunächst aber nehmen wir Platz und werfen einen Blick aufs Interieur!

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