Nissan 370Z - Testbericht

Der Sechszylinder leistet 331 PS und fährt bis zu 250 km/h schnell.

Das Z hat bei Nissan jetzt seit fast 40 Jahren Tradition als Markenzeichen für das zweisitzige Sportcoupé des japanischen Herstellers. Schon seit Februar kann man den neuen Nissan 370Z kaufen.

Dieser Wagen bietet seine Leistung nach Aussage von Nissan für weniger Euro pro PS an als der Wettbewerb. 243 kW / 331 PS stellt der Sechszylinder mit 3.696 ccm Hubraum bei 7.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) bereit. Das maximale Drehmoment von 366 Newtonmeter liegt bei 5.200. Wir haben es also mit einem hochdrehenden Motor zu tun, der den 370Z per Heckantrieb mit Sperrdifferenzial auf Touren bringt und erst bei 250 km/h einbremst. Der überarbeitete Motor leistet 13 kW / 18 PS mehr, verfügt über ein um zwei Prozent höheres Drehmoment und kommt mit elf Prozent weniger Kraftstoff aus als beim Vorgänger 350Z.

Der 370Z ist kürzer (65 Millimeter). Seine Spur wurde vorn um 15 Millimeter und hinten um sogar 55 Millimeter verbreitert. Er sieht deswegen gedrungener, runder und bulliger aus. Seine aber nicht unelegante zweitürige Coupé-Karosse spricht in deutlicher Sprache von der Kraft, die unter Haube und Front mit dem tief in einer Höhle liegenden Kühler steckt.

Dabei orientiert sich die Form immer noch an dem ersten Z von 1969, als Nissan noch Datsun hieß und die Motorjournalisten mit dem 240Z überraschte. Der wirkte damals wie der letzte einer langen Reihe englischer Sportwagen. In knapp zehn Sekunden war er auf 100 km/h und erreichte fast 200 km/h. Dramatische Werte in jenen Jahren.

Auch heute sitzt die Kabine weit hinter der langen Motorhaube . Das Dach fällt dann - wie damals oder wie beim 911-er Porsche - in einer Linie zum Heck ab. Mit dem 370Z rückt der Fahrer auch wieder weiter an die Hinterachse. Denn der Radstand wurde um 100 Millimeter verkürzt. Innen wirkt sich dieser Verlust an Länge nicht aus. Eher führt die neue, zweifarbige Gestaltung zum Eindruck, man habe mehr Raum um sich. Deutlich edler als beim Vorgänger fällt alles aus, aber nicht so hochgestochen, dass man auf die Idee kommen könnte, dies sei - auch angesichts der vielen Ablagen - gar kein Sportwagen mehr. Das knochentrockene Fahrwerk und der Tritt in den Bauch beim Beschleunigen verdrängen diese Idee. Der Z hat nur etwas vom einstmals puristischen Sportler-Image verloren.

Dafür hat er an Alltagstauglichkeit dazugewonnen. So fiel die lästige Domstrebe über der Hinterachse, die den Kofferraum fast unzugänglich teilte, weg. Nissan hat andere Wege gefunden, die Verwindungssteifigkeit um 30 Prozent zu erhöhen. Jetzt kann man den Gepäckraum mit 236 Liter Volumen unter der großen Heckklappe sogar nutzen. Bei nur rund 300 Kilogramm Zuladung sollte man das allerdings nicht übertreiben.

auto-reporter

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