Nissan GT-R im Kurztest

Nissans Supersportwagen wird von Jahr zu Jahr verfeinert, wir haben geprüft, wie sich das neueste Modell im Vergleich zum Modelljahrgang 2010 verbessert hat.

Auch nach vier Jahren hat der Nissan GT-R noch nichts von seiner Faszination verloren. Passanten zücken nach wie vor das Handy für einen Schnappschuss und verdrehen sich den Hals, wenn der 550 PS (404 kW) starke Bolide an ihnen vorbei zieht.

Dabei verbindet der GT-R den Komfort eines Coupés mit den Fahrleistungen eines Supersportwagens. Das Ganze noch dazu zu einem Okkasionspreis, wenn man Fahrleistung, Ausstattung und Preis in Relation setzt.

Wer sonst so viel Fahrspaß wie beim GT-R erleben möchte, muss mindestens das Doppelte investieren, damit ihm das gelingt. Dabei ist die Black Edition aus unserem Test mit 119.650,- Euro schon nicht gerade für jedermann erschwinglich.

Würde man in einem Land mit einem nicht so extremen Steuersystem wie Österreich leben, wäre der GT-R aber unter 100.000,- Euro zu haben, in Österreich verschlingt der Fiskus 39.879,89 Euro.

Hinzu kommen bei unserem Testfahrzeug noch die Spec-V Felgen und der Carbon Heckspoiler um 7.500,- Euro, womit der Gesamtpreis bei 127.150,- Euro liegt.

Aber dennoch, gibt es derzeit bei uns kein günstigeres Auto, welches den Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 2,7 Sekunden zurück legt, 315 km/h schnell ist und dennoch vier Personen Platz bietet.

Sein maximales Drehmoment von 632 Nm liefert der GT-R zwischen 3.200 und 5.800 U/Min. Damit die ganze Kraft auch perfekt auf die Straße kommt, verfügt der GT-R über Allradantrieb und jede Menge technische Helfer, die ihn auch bei voller Beschleunigung sicher in der Spur halten.

Um zu sehen, wie sich der GT-R im Laufe der Zeit entwickelt hat, haben wir ihn einem GT-R von 2010 gegenüber gestellt. Der von www.sportscar.at für den Vergleich zur Verfügung gestellte GT-R wurde dabei schon etwas getunt und verfügt über eine Leistung von 600 PS, womit er der wohl stärkste mietbare Wagen in Österreich ist.

Optisch erkennt man die Unterschiede nur schwer, einzig die LED-Tagfahrlichter und ein leicht geänderter Kühlergrill fallen beim 2013er-Modell auf.

Im Innenraum sind eine andere Färbung von Kilometerzähler und Bordcomputer sowie eine andere Sitzgestaltung der Recoro-Sitze zu erkennen.

Beim direkten Sprintvergleich zeigen sich dann nur marginale Unterschiede. Trotz der Mehrleistung durch das Tuning kann der 2010er dem neuen GT-R nicht davon zischen, da dieser durch leichtere Felgen, den leichteren Carbon-Spoiler und einige weitere Verbesserungen des Setups weitere Vorteile genießt.

Erst bei höherem Tempo merkt man dann, dass die 50 PS mehr im 2010er den Leistungsfluss noch weiter verbessern.

Das Schöne beim GT-R ist, dass er trotz aller Sportlichkeit die volle Alltagstauglichkeit bietet und man auch 315 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung hat.

Unser Kurztest hat gezeigt, dass mit jedem Modelljahr der GT-R noch feiner und besser wird. Die perfekte Traktion, die schier unglaubliche Leistungsentfaltung und eine dennoch komfortable Ausstattung machen den GT-R neben seiner aufregenden Optik nach wie vor zum absoluten Highlight für Autoliebhaber, die gerne extreme Sportlichkeit und Alltagsnutzen zum fairen Preis möchten.

Ein kurzes Video mit Fahreindrücken vom Nissan GT-R:

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