Nissan Pixo 1.0 Automatik - im Test

Der City-Floh: Mit dem Pixo hat Nissan seine Modellpalette nach unten erweitert. Wir haben dem kleinen City-Flitzer im Test auf den Zahn gefühlt.

Bislang bildete der Micra den Einstieg in die Nissan-Welt. Mit dem Pixo hat man nun ein neues Einstiegsmodell, das bis auf kleine optische Änderungen baugleich mit dem Suzuki Alto ist. Angeboten wird der Pixo mit nur einer Motorisierung und zwei Ausstattungsvarianten. Der Dreizylinder-Benzinmotor hat 996 ccm Hubraum und leistet 68 PS (50 kW). Wer sich nicht für die Basis-Ausstatttungslinie „Visia “ entscheidet und zum „Acenta “ greift, kann den Pixo statt mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe auch mit einer 4-Gang-Automatik ordern. Preislich startet der City-Flitzer bei 7.990,- Euro , wer sich für die „Acenta“-Ausstattungslinie entscheidet, muss 9.190,- Euro einkalkulieren.

Serienmäßig hat jeder Pixo ABS, 4 Airbags und eine Servolenkung, beim Acenta gibt es u.a. elektrische Fensterheber vorne, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung und ein CD-Radio, das auch MP3-Dateien abspielen kann. Als Option stehen für die gehobene Ausstattungsvariante noch eine Klimaanlage um 792,- Euro und das Safety-Paket , bestehend aus Kopfairbags vorne und ESP , um 494,- Euro zur Wahl, beides sehr sinnvolle Ergänzungen. Für unseren Test haben wir den Pixo mit Top-Ausstattung inkl. aller Extras und Automatik gewählt und sind bei einem Endpreis von 12.340,- Euro angelangt. Darin enthalten ist dann auch eine Metallic-Lackierung, welche es als einzige Option auch für die Basisversion gibt.

Innenraum

Wer sich aufgrund der kompakten Außenlänge von nur 356 Zentimetern auch innen ein kleines Auto erwartet, wird gleich nach dem Öffnen der Türe eines Besseren belehrt. Auf den Plätzen in der ersten Reihe hat man auch als Großgewachsener viel Platz und ein sehr gutes Raumgefühl. In der zweiten Reihe geht es aber wie erwartet enger zu, obwohl auch hier kleinere Passagiere durchaus bequem sitzen können. Für die Großen unter uns ist aber weder die Kopf- noch Beinfreiheit für längere Fahrten ausreichend. Das Kofferraumvolumen lässt sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen von 129 auf 367 Liter erweitern und bietet für den Einkaufsbummel somit genug Platz.

Gerade in der Stadt kann der Pixo seine Trümpfe ausspielen. Durch seine Wendigkeit wieselt man durch das Verkehrsgewühl und kann auch Parkplätze ansteuern, die andere PKW-Fahrer nicht mal in Erwägung ziehen würden. Die Rundumsicht ist aber durch die nach oben laufenden Fenster der hinteren Türen und die kleine Heckscheibe etwas eingeschränkt, was manchmal beim Einparken etwas störend sein kann.

Positiv zu bewerten sind dafür dann wieder die sehr komfortablen Sitze , die auch auf längeren Strecken wirklich bequem sind. Auch bei der Bedienung leistet sich der Pixo keine Schwächen, alle Schalter sind intuitiv zu erreichen und bedienen. Lediglich die Materialanmutung am Armaturenbrett könnte besser sein, - dass auch günstige Autos nicht mit billigstem Plastik ausgerüstet werden müssen zeigt so mancher Konkurrent.

Wichtiger ist freilich die Sicherheitsausstattung , wo der Pixo zumindest optional mit ESP und 6 Airbags an den Start geht, was in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich ist.

Fahren & Tanken

So gut sich der Pixo in punkto Platzangebot in der Stadt fühlt, so gut fühlt er sich dort auch beim Thema Motor . Mit seinem 1.0 Liter 3-Zylinder-Motor mit 68 PS (50 kW) und einem maximalen Drehmoment von 90 Nm bei 3.400 U/min sowie der 4-Gang-Automatik lässt es sich im Großstadtgewühl bestens mit dem kleinen Japaner leben. Flott zischt man von Ampel zu Ampel, und es kommt hier sogar durchaus Fahrspaß auf, da der nur 955 Kilo schwere Pixo gerade im Stop-and-Go Verkehr sehr spritzig zu bewegen ist.

Verlässt man das Wohlfühlgebiet des Pixo Richtung Freilandstraße oder Autobahn, hört man den 3-Zylinder-Motor richtig heulen vor Schmerz. Die in der Stadt recht angenehme Geräuschkulisse im Innenraum verwandelt sich zu einem dröhnenden Konzert, wenn man die volle Leistung des Pixo ausschöpfen möchte. Überholvorgänge sollte man sich gut überlegen, da sich die Kraftreserven ab 80 km/h nur sehr langsam entfalten möchten.

Wer den Gasfuß zügelt und größtenteils in der Stadt unterwegs ist, wird den vom Werk versprochenen Gesamtverbrauch von 5,2 Liter auf 100 Kilometer auch erreichen. Im Test sind wir mit einem höheren Überlandanteil und vielen Vollgaspassagen auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,5 Liter auf 100 Kilometer gekommen, zu viel für den Kleinen.

Das soll den Pixo aber nicht zu sehr abwerten, denn er ist nun einmal ein Stadtauto und spielt dort seine Trümpfe aus. Auch die leichtgängige Servolenkung und die Automatik sind ganz für den Betrieb in der Stadt ausgelegt. Hier schaltet das 4-stufige Automatikgetriebe butterweich und fast unmerkbar von einem Gang in den anderen. Lediglich wenn man den Kick-Down verwendet, wird’s etwas ruppiger.

Beim Thema Fahrwerk und Federung leistet sich der Pixo aber weder in der Stadt noch auf Überlandstraßen einen Patzer, man ist überall sehr sicher und komfortabel unterwegs. Selbst Querrillen federt der kleine Japaner gekonnt weg. Man hat nie das Gefühl, über die Autobahn zu "hoppeln", wie es bei manch anderem Auto dieser Größenklasse der Fall ist.

Oft neigen Kleinwägen auch in flott gefahren Kurven gerne dazu, den Fahrer mit Untersteuern zu strafen, beim Pixo ist das nicht der Fall ist. So macht das Fahren mit dem kleinen Japaner dann auch wieder abseits der Stadt Spaß.

Testurteil

Plus:
+ tolles Stadtauto
+ für diese Fahrzeuggröße gutes Platzangebot
+ relativ günstiger Preis

Minus
- bei Autobahn-Tempo sehr laut
- hoher Verbrauch

Unser Eindruck
Verarbeitung: 3
Ausstattung: 2-3
Bedienung: 1
Komfort: 2
Verbrauch: 2-3 (Stadt) 3-4 (Überland)
Fahrleistung: 3
Sicherheitsausstattung: 2

Fazit
Der Pixo ist ein ideales Auto für alle, die Großteils in der Stadt unterwegs sind. Im Großstadtdschungel kann der Pixo alle Trümpfe ausspielen und wird seinen Besitzer glücklich machen. Wer aber auch oft außerhalb des Stadtgebiets unterwegs ist, sollte sich besser in der nächsthöheren Fahrzeugklasse umsehen.