Nissan Pixo - Testbericht

Nissan hat den Pixo in allen Belangen unterhalb des Micra angesiedelt und will neue Käuferschichten ansprechen.

Nissan bereichert mit dem kleinen Fünftürer namens Pixo die Palette der im Moment so gefragten Kleinwagen . Er kann ab Mitte April in seiner einfachen Version "Visia" beim Händler bestellt werden, leider nur ohne ESP . Dieses gibt es nur gegen Aufpreis .

Der Pixo zeigt zwar ein Nissan-Gesicht, entstammt aber als zweieiiger Zwilling einer Verbindung mit dem ebenfalls japanischen Hersteller Suzuki , bei dem der Kleine auf den Namen " Alto " hört. Beide stammen aus Indien. Die Kerndaten sind bei beiden Kleinen gleich : Karosserie mit fünf Türen und vier Sitzen mit einer von 3,56 Meter und einen Radstand von 2,36 Meter . Der Nissan kommt aber um rund einen Tausender billiger nach Österreich. Die Preise werden in Kürze bekanntgegeben.

Es gibt bei Nissan nur einen Motor, einen Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum und 50 kW / 68 PS Leistung, der bei einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Liter Super auf 100 km nur 103 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer emittiert und damit der sparsamste Euro5-Benzinmotor seiner Klasse sein soll. Ebenfalls ungewöhnlich in dieser Klasse: Der Pixo wird optional mit einer Vier-Gang-Automatik geliefert.

Der Kleine kann eine Zuladung von knapp 400 Kilogramm bewegen - ein guter Wert in dieser Klasse. Allerdings bleibt hinter den Rücksitzen nur wenig Platz für den Einkauf und schon gar nicht fürs Reisegepäck, genau 129 Liter. Die Rücksitzbank ist auch nur bei der höherwertigen Version umklappbar.

Damit ist klar, der Pixo versteht sich als Stadtfahrzeug . Dafür spricht auch sein kleiner Wendekreis von nur neun Meter , die recht gute Übersichtlichkeit und die Tatsache, dass er sich auf Landstraßen mit seinem Motor doch ein wenig schwertut, um in angemessener Zeit schneller zu fahren als innerorts vorgeschrieben. Von null auf 100 km/h braucht der Wagen 14 Sekunden .

Wenn die Stadt gepflegte Fahrbahnen aufweist, zeigt sich der Pixo von seiner besten Seite. Aber seine Federung ist so hart , dass man auch das kleinste Schlagloch zu spüren bekommt. Auf schlechten Wegstrecken wird er zu einem rechten Springinsfeld. Da helfen auch die Sitze mit nur ausreichendem Seitenhalt nicht wirklich. Der Innenraum tröstet dafür mit einer angenehm modernen zweifarbigen Gestaltung in nicht ganz billig wirkendem Kunststoff.

Nissan hat den Pixo in allen Belangen unterhalb des Micra angesiedelt, eben als Stadtwagen für kleines Geld und gutes grünes Gewissen . Ein Fahrzeug dieser Größe ist neu für Nissan. Deswegen hat man sich selbst das Ziel gesetzt, vier von fünf Pixo an Kunden zu bringen, die vorher noch keinen Nissan gefahren haben.

auto-reporter

Kommentare