Nissan Qashqai+2 2.0 dCi 4x4 Tekna - Testbericht

Der Crossover von Nissan ringt mit mehr Platz im Innenraum um die Gunst urbaner Großfamilien, mit Diesel und Automatik ist er ein angenehmer Begleiter.

Qashqai als Cash-Cow: Im britischen Nissan-Werk Sunderland wurde vor kurzem eine dritte Schicht für die Fertigung des Crossover-Fahrzeuges gestartet. Es gilt volle Auftragsbücher abzuarbeiten, denn das Publikum hat sich vom etwas eigenwilligen Namen nicht abschrecken lassen und Nissan einen Erfolg beschert. Und weil wir ihn so gern haben, hat sich Nissan eine zusätzliche Spielart des selbsternannten Großstadt-Indianers überlegt.

Der Qashqai+2 ist seit Herbst 2008 auf dem Markt und offeriert bei 20 Zentimeter längerer Karosserie (nunmehr 452,2 Zentimeter) und 13,5 cm mehr Radstand (somit 276,5 cm) bei Bedarf eine dritte Sitzreihe. Die "long wheel base"-Version ist somit nur mehr zehn Zentimeter kürzer als der nächste Allradler im Nissan-Programm, der X-Trail. Auch in der Höhe hat das Auto ein paar Zentimeter zugelegt, und dieser Wachstumsschub hat den Proportionen gut getan. Die Linie des Fahrzeuges wirkt erwachsener, insbesondere in einer Farbe wie dem dunklen Blau unseres Testwagens. Den Qashqai+2 gibt es, je nach urbanem Straßenzustand, mit Vorderrad- oder Allradantrieb; zur Wahl stehen zwei Benzinmotoren (1,6 Liter/114 PS und 2,0 Liter/141 PS)- sowie zwei Common-Rail-Turbodiesel (1,5 dCi/103 PS und 2.0 dCi/150 PS). Preislich beginnt das Spektrum bei 22.900 Euro für den vorderradgetriebenen Qashqai+2 mit 1,6 Liter-Benzinmotor in der Basisausstattung "Visia". Wir hatten ein etwas luxuriöseres Exemplar zur Verfügung, nämlich einen 150 PS starken 2.0 dCi mit Sechsgang-Automatikgetriebe und Allradantrieb in der Topversion "Tekna". In der Preisliste steht neben dieser Variante der Betrag von 36.761 Euro.

Serien-Features ab der Basis sind unter anderem ABS und ESP, Fensterhebern rundum, höhen-verstellbarer Fahrersitz, Klimaanlage und Bluetooth-Freisprecher sowie die verdunkelten hinteren Seitenscheiben und ein (nicht zu öffnendes) Panorama-Glasdach. An Airbags schlummern sechs Stück im Innenraum, die zweite Sitzreihe bietet Isofix-Befestigungen. In der getesteten Version "Tekna" lässt es sich dann bereits sehr kommod leben, an Bord sind zusätzlich ein Sechsfach-CD-Wechsler, Ledersitze samt Sitzheizung vorne und verstellbare Lendenwirbelstütze am Fahrersitz, Xenonlichter samt Reinigung, Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor, Tempomat, akustische Einparkhilfe hinten, schlüsselloser Zugang und einiges mehr. Extras gab es auch: Der Metallic-Lack kostet 482,80 Euro; weiters waren an Extras ein Soundsystem mit Navi samt CD/MP3-Radio samt USB/Aux/iPod-Eingängen und Rückfahrkamera (660 Euro) sowie 18-Zoll-Leichtmetallräder um 396 Euro mit von der Partie. Auf dem Preiszettel stehen somit 38.299,80 Euro. Dumping-Angebot ist der Qashqai+2 also keines; wird er diesem Anschaffungspreis gerecht? Wir legten einige Nachtschichten ein, um dem Crossover in Stadt und Land auf den Zahn zu fühlen!

Testdetails:

Kommentare