Der neue Opel Agila 1.3 CDTI im Test

Opel bietet bei der Basisversion das ESP nicht in der Serie an

Seinem Vorgänger sah man die Nützlichkeit an. Der neue Opel Agila will mehr sein als nur ein flexibles Fahrzeug für die ganze Familie mit fünf Sitzplätzen und fünf Türen und hoher Flexibilität im Innenraum. Der neue gibt sich pfiffig, flott und dynamisch. Er hat das Zeug, sich zu einer Ikone seiner Klasse zu entwickeln.

In der Länge wuchs er um 20 Zentimeter , in der Breite um sechs Zentimeter . Doch die Höhe nahm um sieben Zentimeter ab. Dennoch blieb er typischer Vertreter seiner Monocab-Klasse mit hoher und aufrechter Sitzposition. Sein Kofferraum misst immer noch 225 Liter und lässt sich dank der mit einem Handgriff versenkbaren Rücksitze auf bis zu etwas mehr als 1.050 Liter vergrößern.

Opel hat sich mit dem Design beim kleinsten seiner Monocabs viel Mühe gegeben . Ein freundliches Gesicht mit großen, in die Seite hineingezogenen Scheinwerfern, die ansteigende Gürtellinie, das sanft abfallende Dach und das Wechselspiel von konkaven und konvexen Linien , der große Radstand - das alles sorgt für einen pfiffigen Gesamteindruck, der von dem steilen Heck mit senkrechten Rückleuchten noch unterstrichen wird. Wie der Corsa zeigt auch der Agila nun die Designmerkmale, von denen Opel sagt, dass sie zukünftige Modelle prägen werden.

Zu dem neuen, flotten Erscheinungsbild passen auch Fahrwerk und Lenkung. Die Lenkung arbeitet präziser und direkter als beim Vorgänger. Das Fahrwerk ist so komfortabel, wie es bei diesem kurzen Radstand und beim Anspruch an die Fahrdynamik sein kann. Natürlich spürt man besonders kurze Stöße, aber der Gesamtkomfort gefällt.

Der Innenraum hinterlässt ebenfalls einen Eindruck von Wertigkeit, wie man ihn in dieser Preisklasse nicht überall vorfindet. Natürlich beherrscht Kunststoff die Armaturentafel . Aber die Oberflächen wirken angenehm. Das zentrale Instrument mit klassisch wirkender Graphik beherrscht das Sichtfeld des Fahrers. Die wesentlichen Bedienelemente wurden in der mit mattsilbernem Kunststoff eingefassten Mittelkonsole untergebracht, aus der auch der kurze Schaltknüppel des Fünf-Gang-Getriebes aus einer Manschette ragt.

Für die Motorisierung stehen drei Aggregate zur Wahl, zwei Benziner und ein Diesel . Basismotor ist ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und einer Leistung von maximal 48 kW / 65 PS , die für 160 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen. Ein 1,2 Liter Vierzylinder bietet 63 kW / 86 PS , schafft 175 km/h und beschleunigt in 12,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Vierzylinder braucht nach EU-Norm 5,5 Liter pro 100 km, was 131 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. Der kleinere Benziner bringt es auf weniger als 120 g/km.

Der Diesel kann das mit 120 g/km genauso gut. Er leistet 55 kW / 75 PS , bringt den Agila in 13,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h . Wegen des besseren Drehmoments beim Diesel gewinnt man aber den Eindruck, dass er das passendere Triebwerk für den Agila darstellt.

Die Preise für den Agila beginnen in Österreich bei 10.750 Euro . Opel bietet bei der Basisversion das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP leider nicht in Serie an, sondern nur gegen Aufpreis. Obwohl Experten diese Sicherheitsausstattung inzwischen sogar für wirksamer halten als Front- und Seiten-Airbags.

auto-reporter

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